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Morgengruß von Helmut Harff: Selbstbewusste Frauen

… was will Mann mehr?

Frauen gehören an den Herd – so etwas ist sogar noch im 21. Jahrhundert zu hören. Doch wo steht, dass Idioten aussterben müssen. Es gibt ja sogar Frauen, die der Ansicht sind, dass Frauen in aufreizender Kleidung selber schuld sind, wenn sie vergewaltigt wurden. Auch Idiotinnen haben das Recht darauf, genau das zu sein.

Doch sind wir mal ehrlich, wer will schon ein Heimchen am Herd. Kochen können wir Männer ohnehin besser – meinen zumindest immer mehr Männer. Wie Staubsauger, Waschmaschine und Geschirrspüler zu bedienen sind, wissen wir Männer auch schon sehr lange. Fenster putzen ist ohnehin unser Job und bügeln ist für uns auch kein Problem. Ein Heimchen am Herd, das vor allem innerlich blond ist, das ist nun wirklich ein Auslaufmodell.

Wobei, wenn Frau das will, dann soll sie auch Heimchen am Herd sein dürfen – für sich oder für einen Mann, der damit umgehen kann und will.

Doch wenn das Heimchen nicht gefragt ist, welche Frau will Mann dann? Eine selbstbewusste Frau, die mit beiden Beinen – die nicht unbedingt 113 Zentimeter lang sein müssen – im Leben steht, die weiß was sie will und die auch weiß, was sie nicht will. Männer, die ich kenne, wollen keine Frau in irgendeiner Opferrolle. All die Männer – ich auch – sind froh, eine Frau zu haben, mit der man zumindest auf Augenhöhe kommunizieren, leben und lieben kann.

Und nun bin ich bei dem Auslöser für mein heutiges Kommentarthema, dem Brief von 100 Französinnen, die sich sehr kritisch mit der MeToo-Debatte auseinandersetzen. Die Frauen um Schauspielerin Catharine Deneuve wehren sich gegen ein totalitäres Klima, dagegen in Männern nur Schweine zu sehen. In ihrem in „Le Monde“ veröffentlichtem Brief heißt es: "Wir fordern die Freiheit, aufdringlich werden zu dürfen.". Sie kritisieren: „Männer wurden in der Ausübung ihrer Berufe sanktioniert, sie mussten zurücktreten, obwohl ihr einziges Vergehen war, ein Knie berührt, einen Kuss zu ergattern versucht oder ‚Intimes‘ während eines professionellen Abendessens angesprochen zu haben oder auch Nachrichten mit sexueller Konnotation an eine Frau geschickt zu haben, bei der die Anziehung nicht auf Gegenseitigkeit beruhte.“ Und sie zeigen, dass moderne Frauen selbstbewusste Frauen sind, die keine Angst vor Männern haben: „Wir sind heutzutage ausreichend gut informiert, um einzuräumen, dass sexuelle Triebe von Natur aus offensiv und wild sind, aber wir sind gleichermaßen auch klarsichtig genug, um unbeholfene Anmache von sexueller Aggression zu unterscheiden." Ich finde es nicht nur mutig,sondern auch sehr wichtig, dass sich Frauen zu Wort melden, auch oder gerade wenn es gegen den Mainstream geht.

Und hierzulande? Da jammern Politikerinnen, dass es noch immer zu wenige Frauen in Führungspositionen gibt. Gemeint sind Führungspositionen in der Wirtschaft. Komisch, in der Politik haben wir viele Frauen. Komisch auch, dass es beispielsweise nicht gelingt, Schulleiterposten zu besetzen. Da könnten Frauen ja den nächsten Schritt auf der Karriereleiter machen. Merkwürdig auch, dass ich nur sehr wenig davon höre, dass Frauen sich beispielsweise in einem offenen Brief in einer Zeitung darüber beschweren, dass man ihre Bewerbungen um Leitungsposten regelmäßig ignoriert. Andererseits erlebe ich sehr viele Frauen, die längst Chefsessel besetzt haben, die Firmenchefinnen sind, die Hotels  sehr erfolgreich leiten. 

Wo stimmt da was nicht? Stimmt unser Bild von „der“ Frau, von „dem“ Mann nicht? Streiten sich zu viele um zu wenige wirklich tolle, auch lukrative Posten? Sind Männer doch noch nicht ihrer jahrtausend alten Rolle entwachsen? Hat die Emanzipation der Frau doch nicht deren Rollenverständnis so nachhaltig geändert, wie allgemein erhofft? Müssen Frauen und Männer wirklich immer gleicher werden oder sollten wir es auch hier mit dem Alten Fritz halten. Der Preußen-König war ja der Ansicht, dass jeder nach seiner Fasson selig werden soll. Damit meinte er sicherlich nicht, dass Männer sich gegenüber Frauen wie Schweine benehmen.

Ich muss jetzt in die Küche, frühstück machen.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 11.01.2018

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