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24.05.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Am Aschermittwoch…

… ist alles vorbei

Zumindest die Karnevalisten singen heute das bekannte Lied, nach dem am Aschermittwoch alles vorbei sei. Ja, ab heute ist die karnevalistische Feiersaison, das kollektive Ausrasten, der organisierte Frohsinn – manche nennen es auch Schwachsinn – vorbei.

Doch ist alles vorbei? Nein, heute beginnt eine neue Zeit und die dauert 40 Tage, die dauert bis Ostern. Doch so gern die Leute feiern, so wenig halten die meisten von der heute beginnenden Fastenzeit. Dabei gehört beides zusammen - die närrische Zeit und das Fasten. Beides hat tiefreligiöse, christliche Wurzeln.

Doch zumindest Karneval, Fastnacht oder Fasching haben für viele nichts mehr mit dem Christentum zu tun. Obwohl, in keiner Zeit im Jahr wird so oft von Gott gesungen, Gott angerufen. Ein Pfarrer sprach einmal davon, dass  die meisten Narren gar nicht merken, dass sie in der fünften Jahreszeit fast im Minutentakt zu Gott beten, Gott anrufen.

Und nun? Die Kirchen sind am heutigen Aschermittwoch garantiert selbst in katholischen Landen deutlich leerer, als am Rosenmontag die Kneipen zwischen Köln und Mainz, zwischen Cottbus und Aachen. Wahrscheinlich bleiben heute sogar viele Türen der evangelischen Kirchen geschlossen. Dabei ist heute der Tag, an dem man Buße tut, an dem man wortwörtlich Asche auf sein Haupt streut. Bei Männern tut man das in vielen Gegenden noch heute, während den Frauen ein Aschekreuz auf die Stirn gemalt wird.

Mit dem heutigen Tag beginnt, wie ja schon angedeutet, die Fastenzeit, die 40 Tage dauert. In der evangelischen Kirche heißt die auch Passionszeit. Sie dauert in jedem Fall bis zum Gründonnerstag, dem Donnerstag vor Ostern. In dieser Zeit wird auf Fleisch verzichtet und mehr gebetet. Heute gibt es daneben viele Formen der Askese und der Buße. Einige wollen  auf Süßes, andere auf das Handy oder auf Sex verzichten. Andere wollen das Auto stehen lassen oder sonstwie auf etwas verzichten. Die meisten werden wohl auf den Verzicht verzichten.

Ich gebe zu, dass ich mit dem Fasten, mit dem Verzichten so meine Probleme habe. Aufs Auto verzichten? Ich fahre gar kein Auto. Das Handy links liegen lassen? Wie soll ich dann arbeiten? Kein Fleisch essen, obwohl mir mein Arzt das empfohlen hat? Ich werde wohl auf Süßes verzichten, auch das hat mir mein Hausarzt dringend ans Herz gelegt. Mehr beten? Warum nicht, schließlich gibt es jeden Tag etwas, wofür man sich bedanken kann, wieso nicht auch bei Gott. Das übt zumindest Danke zu sagen.

Ob man sich nicht auch für die Fastenzeit vornehmen kann, sich viel mehr zu bedanken. Ja, mit Fasten, mit Verzicht hat das nichts zu tun – zumindest nicht auf den ersten Blick. Doch wenn ich mich danach umsehe, wofür ich mich bedanken kann, verzichte ich ja darauf, mich nach dem Gegenteil umzusehen. Es wäre doch eine schöne Idee, in der Fastenzeit auf jede Meckerei zu verzichten. Es wäre auch toll, wenn sich unsere Politiker Asche aufs Haupt streuen und auch bis Ostern fasten. Gut, dann haben wir bis Ostern keine neue Regierung, doch wem fehlt die eigentlich. Lassen wir die amtierende noch 40 Tage weiter wursteln und bedanken uns dafür.

Übrigens: An Fastensonntagen und einigen in diese Zeit fallende kirchliche – sprich katholische – Feiertage wird das Fasten unterbrochen. Da dürfen wir dann wieder meckern.

Ich bedanke mich jetzt für mein Frühstück – weniger bei Gott, als bei der besten Frau der Welt.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 14.02.2018

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