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22.05.2018

 

 

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Life Hacks für moderne Väter

Neue Trends statt alter Traditionen

Einen Tag lang die Verantwortung an den Nagel hängen und einfach Spaß haben: das hat Tradition am Vatertag und genau das macht für viele Väter den Reiz aus. Aber die viel wichtigere Frage lautet ja eigentlich: Wie sieht es an den übrigen 364 Tagen im Jahr aus?

Was wünschen sich die heutigen Väter, nachdem der Alltag sie nun wieder hat? In der aktuellen Global Family Survey von Betreut.de*1 wurden auch 810 Mütter und Väter in Deutschland befragt. Die Umfrage zeigt, dass 40 Prozent der befragten Männer in Deutschland der Ansicht sind, dass sie zu wenig Zeit mit ihren Kindern verbringen. 44 Prozent gaben weiterhin an, dass sie mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen würden, wenn ihnen mehr Geld zur Verfügung stünde.
 
Was bedeutet das neue Selbstverständnis der Väter nun für den Familienalltag? Welche Maßnahmen können Vätern dabei helfen, den Wunsch nach mehr Zeit mit den Kindern zu realisieren? Denn dass es hier Handlungsbedarf gibt, zeigt auch die Sicht der von Betreut.de befragten Mütter: 60 Prozent gaben an, dass ihr Partner zu wenig Zeit mit ihren Kindern verbringt.

Katrin Lewandowski, Familienexpertin von Betreut.de, hat sich zusätzlich bei den Familienvätern unter ihren Kollegen umgehört. Zusammen mit den Ergebnissen aus der Umfrage hat sie daraus ihre Top-5-Life Hacks zusammengestellt. „Letztendlich geht es darum, Rollenklischees abzubauen und die beste Variante für alle Beteiligten zu finden“, resümiert sie. „Das gilt natürlich auch für die Arbeitgeber.“

Mehr Homeoffice
Die Zahlen aus der Global Family Survey zeigen eindrücklich: Zwar ist nur die Hälfte aller Arbeitnehmer in Deutschland der Meinung, dass Homeoffice bisher erfolgreich in ihrem Unternehmen implementiert wurde. Doch 71 Prozent aller Befragten, die es nutzen, finden, dass es sich positiv auf ihre Work-Life-Balance auswirkt. Bei festen Homeoffice-Tagen spart man sich die Pendelei und kann die gewonnene Zeit zum Spielen mit den Kindern nutzen.

Mut zur Teilzeit
Noch immer ist Teilzeitarbeit bei Männern in Deutschland kaum verbreitet, wie die aktuelle OECD-Studie belegt: Bei weniger als 10 Prozent aller erwerbstätigen Männer liegt die übliche Wochenarbeitszeit unter 30 Stunden.*2 Dem steht allerdings der Wunsch vieler Väter nach einer verringerten Arbeitszeit gegenüber. Dafür sprachen sich in der Global Family Survey 52 Prozent der von Betreut.de befragten Männer in Deutschland aus. „Wer als Vater den Schritt in die Teilzeitarbeit wagt, könnte sich also bald in guter Gesellschaft befinden – der Trend muss sich nur erst durchsetzen“, so Katrin Lewandowski.

Flexibilität als Schlüssel
Wer feste Tage in der Woche definiert, an denen er früher geht, kann sie nutzen, um die Kinder von der Kita oder Schule abzuholen. Das bedeutet nicht notgedrungen eine Stundenreduzierung. Stattdessen kann die Zeit auch flexibel nachgearbeitet werden, sei es durch einen früheren Arbeitsbeginn, Mehrarbeit an anderen Tagen oder Arbeit aus dem Homeoffice, sobald die Kids im Bett sind.

Sharing is Caring
Ob große Konzerne oder Start-ups: Jobsharing-Tandems sind auf dem Vormarsch. Dabei wird eine Position auf zwei Personen aufgeteilt. Auch Führungspositionen oder komplexe Jobs, die in der Regel als Vollzeitjob ausgelegt sind, werden so teilzeitfähig. „Wer sich traut, diesen Schritt zu gehen, leistet im Grunde Pionierarbeit. Und ich glaube, Tandems haben das Zeug dazu, die Arbeitswelt nachhaltig zu verändern“, erklärt die Familienexpertin.

Outsourcing in der Freizeit
Ob putzen, einkaufen, die Steuererklärung machen oder Reparaturen vornehmen – manche Dinge machen wenig Spaß und fressen dafür umso mehr von der (Frei-)Zeit. Sinnvoll ist es, wenn Partner die verschiedenen Aufgaben nach ihren Präferenzen untereinander aufteilen. Das ermöglicht dem anderen Elternteil währenddessen gemeinsame Zeit mit den Kindern. Für mehr gemeinsame Familienzeit – gerade bei Aufgaben, für die sich niemand freiwillig meldet – stellt externe Hilfe eine Option dar.
 
*1 Quelle: Betreut.de: Global Family Survey, 2017.
*2 Quelle: OECD: Dare to Share – Deutschlands Weg zur Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf, 2017.


Foto: Betreut.de / Maskot - Getty Images

 


Veröffentlicht am: 16.05.2018

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