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19.08.2018

 

 

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Vendée Globe: Von Frankreich Richtung Süden

BMW hilft Einhandsegler

Mit gemütlichem Fahrtensegeln hat die Vendée Globe etwa so viel zu tun wie ein Formel 1-Rennen mit einem Familienausflug per Oldtimer ins Grüne – nämlich nichts. Die Non-Stopp-Regatta führt von Frankreich Richtung Süden, geht dann entlang des Polarmeers einmal rund um die Antarktis und wieder zurück.

Zurecht gilt sie als härtester Segelwettbewerb: Es sind ausschließlich Einhandsegler zugelassen, also jeweils nur ein Mensch pro Boot, und die rasende Fahrt durch die "Roaring Forties" und "Furious Fifties" ("Brüllende Vierziger" und "Wilde Fünfziger") wie die Regionen zwischen 40 und 60 Grad südlicher Breite in Seglerkreisen heißen, gleicht einem Ritt auf der Rasierklinge. Erstmals stellt sich 2020 ein deutscher Segler dieser Herausforderung – mit Hilfe von BMW.

Auf den Sieben Meeren dieser Welt kennt sich der 37jährige Hamburger Boris Herrmann bestens aus, ist also mit allen Wassern gewaschen. „In den vergangenen Jahren war ich an einigen Weltrekorden beteiligt", beschreibt der Journalist und Buchautor stolz seine Karriere als professioneller Segler bei berühmten Regatten in aller Welt. „Außerdem habe ich drei Runden rund um den Globus gemacht, eine davon nonstop." In zwei Jahren will er sich als erster Deutscher an der Vendée Globe beteiligen, die Frankreich neben der Tour de France als zweitgrößtes nationales Sportereignis einstuft und die teilweise der Route folgt, die der Brite James Cook vor rund 250 Jahren bei seiner zweiten Entdeckungsreise wählte. Die dauerte fast drei Jahre.

Damals kämpften Männer aus Eisen auf Schiffen aus Holz mit den Wellen rund um Kap Hoorn und Kap der Guten Hoffnung. Heute beteiligen sich an der Vendée Globe kaum weniger unerschrockene Menschen beiderlei Geschlechts und trotzen mit Yachten aus Kunststoff Wind und Wetter. Die Besten von ihnen schaffen die Strecke von etwa 24 000 Seemeilen in weniger als 80 Tagen um die Welt. Für ein solches Tempo ist extremer Leichtbau sowie perfekte Dynamik oberhalb und unterhalb der Wasserlinie nötig. Kein Gramm darf zu viel an Bord sein.

Deshalb greifen BMW-Ingenieure mit ihrer Kompetenz in puncto Leichtbau dem deutschen Einhandsegler Boris Herrmann als Teampartner unter die Arme. Immerhin kennt sich das Unternehmen im Segelrennsport aus, war bereits im America’s Cup engagiert und konnte die begehrteste Trophäe des Yachtsports 2010 mit BMW Oracle Racing gewinnen.

Diesmal kümmert sich BMW um die Yacht „Malizia“ (italienisch für "Bosheit") unter dem Stander des Yacht Club de Monaco. Dessen Vizepräsident Pierre Casiraghi ist der jüngste Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco, segelt regelmäßig mit Herrmann und unterstützt ihn beim Vendée-Projekt. „Die Kampagne nimmt in dieser Saison richtig Fahrt auf, und die Partnerschaft mit BMW gibt uns zusätzlichen Rückenwind“, sagt Casiraghi. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“

Ein erstes Ergebnis der technologischen Kooperation bei der knapp 20 Meter langen Rennyacht ist der aus Kohlefaser (CFK = carbonfaserverstärkter Kunststoff) gefertigte Navigatorsitz, in dem Herrmann bei der Regatta viel Zeit verbringen wird. „Wir wollen mit unserer CFK-Kompetenz hier eine Gewichtsoptimierung erzielen. Zudem werden wir den Sitz im Hinblick auf Ergonomie und Komfort weiterentwickeln, um für Herrmann auf seiner Weltumsegelung bestmögliche Arbeits- und Entspannungsbedingungen zu schaffen“, sagt Dr. Irlinger, Leiter von BMW i, der 2010 gegründeten BMW-Submarke für elektrische Autos. „Sowohl BMW i-Fahrzeuge als auch die Rennyacht ‚Malizia’ sind nahezu bis an die Grenzen der Physik ausgereizt und stehen vor ähnlichen technologischen Herausforderungen."

Ein weiterer Bereich, mit dem sich die BMW Ingenieure für das Team Malizia beschäftigen wollen, ist der Antrieb. Ziel ist die Entwicklung einer Alternative für den rund 380 Kilo schweren Dieselmotor, der laut Reglement aus Sicherheitsgründen an Bord sein muss. Hier könnte sich ein Elektromotor mit BMW i-Batterietechnik anbieten. Neben der elektrischen Versorgung für die Onboard-Systeme und dem Schwenk-Kiel kann ein Elektromotor als sogenannter Hydrogenerator auch zur Gewinnung von regenerativer Energie bei Bewegung der Yacht beitragen und bestehende Systeme ablösen oder leistungsfähiger machen.

Die neueste Generation BMW i Lithium-Batterien wurden bereits für einige elektrische Hightech-Bootsmotoren tauglich gemacht. Gemeinsam mit dem BMW i-Kooperationspartner wird nun daran gearbeitet, für Malizia eine zuverlässige und emissionsfreie Antriebsystemlösung zu entwickeln.

Dem Gemeinschaftsprojekt BMW/Team Malizia stehen vor dem Start noch mehr als zwei Jahre Zeit zum Tüfteln und Optimieren der Rennyacht zur Verfügung. Los geht es im November 2020 vor Les Sables-d'Olonne an der französischen Atlantikküste. Der genaue Starttermin orientiert sich stets an den meteorologischen Verhältnissen im Südpazifik. (ampnet/hrr)

Foto: Auto-Medienportal.Net/BMW

 


Veröffentlicht am: 12.06.2018

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