Gesundheits-News vom 8. Dezember 2023

Thema heute: Jeder zweite junge Mensch hat Angst vor psychischer Erkrankung



Bei jungen Menschen ist die Angst vor einer psychischen Erkrankung konstant besonders hoch: 48 Prozent der 14- bis 29-Jährigen fürchten einen Burn-out oder eine Depression. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit.

Ein weiteres zentrales Ergebnis: Immer weniger Deutsche haben Angst vor Krebs oder Demenz. Auch die Sorge, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden oder an Diabetes zu erkranken, geht zurück.

„In keiner anderen Altersgruppe sind die Sorgen vor psychischen Erkrankungen so hoch wie bei den jungen Erwachsenen“, sagt man bei der DAK. Zum Vergleich: Über alle Altersgruppen hinweg gaben 27 Prozent an, eine psychische Erkrankung zu fürchten. Gefordert wird, dass man die Angst der jungen Erwachsenen ernstnehmen müsse. Psychische Erkrankungen sind nach wie vor noch zu häufig ein Tabuthema. Es sei wichtig, zu Fragen der seelischen Gesundheit besser aufzuklären: Junge Menschen dürften mit ihrer Sorge nicht allein gelassen werden. Es sei gesamtgesellschaftliche Verantwortung, Angebote zu schaffen, die die Resilienz stärken und somit auch für eine Entlastung sorgen können.

In der aktuellen Studie wurden 1.003 Frauen und Männer ab 14 Jahren befragt. Auffällig: Die Angst, an Krebs oder Demenz zu erkranken, nimmt ab. 65 Prozent der Befragten gaben an, am
meisten Angst vor einem bösartigen Tumor zu haben – im Vorjahr waren es 72 Prozent. Von 55 auf 45 Prozent sank die Zahl derjenigen, die sich am stärksten vor Demenz oder Alzheimer fürchten. Gleichzeitig werden die Deutschen nachlässiger bei der Vorsorge: 65 Prozent der Männer fürchten einen Tumor – aber nicht einmal jeder Zweite nimmt Früherkennungsangebote in Anspruch (45 Prozent).

Zwei Drittel der Frauen (69 Prozent) lassen sich regelmäßig vorsorglich untersuchen, sieben Prozent weniger als im Vorjahr (76 Prozent). Insgesamt gaben 58 Prozent der Befragten an, Angebote zur Krebsfrüherkennung wahrzunehmen – fünf Prozentpunkte weniger als Vorjahr. Generell zeigt die Umfrage, dass sich Frauen stärker für ihre Gesundheit engagieren als Männer. 82 Prozent gaben an, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, die nur für 70 Prozent der Männer eine Rolle spielt.

Die große Mehrheit der Deutschen bewertet ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut. Im Vergleich der Bundesländer fühlen sich die Menschen in Baden-Württemberg am gesündesten: Im Osten des Landes sind es weniger. Nach Krebs und Demenz zählen Unfälle mit schweren Verletzungen zu den meist gefürchteten Erkrankungen.

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