
Die ersten Spekulatius sind schon fast vergessen, ich habe schon fleißig Stollen und Plätzchen gebacken. Auch davon ist nicht mehr alles vorhanden. Die Wohnung ist weihnachtlich geschmückt, der Kamin längst in Betrieb und ich habe auch schon meinen Lieblingsweihnachtsmarkt auf dem Berliner Gendarmenmarkt besucht. Selbst die Weihnachtsreise ist längst gebucht und die Koffer zumindest in Gedanken gepackt.
Doch so ganz will sich die Weihnachtsstimmung (noch) nicht einstellen. Sind es die viel beschworenen ungemütlichen Zeiten? Nö, mir geht es ja eigentlich nicht schlecht. Na ja, ist es die vermaledeite Gesundheit? Ja, die trübt schon meine Laune gewaltig ein und das Sorgenlevel steigt. Doch sollte mir das die Weihnachtsstimmung vermiesen? Oder habe ich Weihnachten nun schon zu oft erlebt? Kann man Weihnachten zu oft erleben?
Eigentlich alles Quatsch. Wenn ich mit der Besten Frau der Welt mit einem Glühwein in der Hand, nach dem obligatorischen Spaziergang vor dem bullernden Kamin sitze und Stollen esse, die Kerzen – die unechten und die brandgefährlichen – für eine romantische Stimmung sorgen, dann ist eben Advent, dann ist die stille, die besinnliche Zeit vor Weihnachten.
Vor Weihnachten, das ist für uns nicht mehr die Jagd nach Geschenken, sondern die Lust am Genuss, an Genüssen, die eben die Adventszeit ausmachen. Es ist die Zeit, in der man mal die Zeit vergisst, in der man noch weniger Stress als sonst haben sollte, die es eben nur in diesen kurzen vier Wochen des Jahres gibt.
Apropos geben: Jetzt gibt es mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und einen besinnlichen 1. Advent.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Andreas, Andrea, Volkert, Kerstin
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