Nach einer turbulenten ersten Woche: X-raid blickt kämpferisch nach vorne

Ein Tag voller Arbeit für die Mechaniker



Die erste Woche der Rallye Dakar ist geschafft und die Crews können beim Ruhetag in Riad endlich durchatmen. Ganz im Gegensatz zu den Mechanikern, für die es bislang der arbeitsreichste Tag ist: Sie nehmen die vier X-raid-Wüstenrenner nahezu vollständig auseinander, um sie für die zweite Dakar-Woche vorzubereiten. Doch auch für Fahrer und Navigatoren steht einiges an Arbeit an. Sie besprechen sich mit Ingenieuren und Mechanikern und absolvieren Interviews.

 
Für X-raid begann die Dakar mit einem Highlight: Guillaume de Mévius und Mathieu Baumel gewannen im MINI JCW Rally 3.0i die erste Etappe. Baumel ist damit der erste amputierte Teilnehmer, dem ein Etappensieg bei der Dakar gelang. Danach folgten jedoch schwierige Tage. Maria Gameiro und Rosa Romero hatten eine besondere Begegnung: Sie wurden von einem Racetruck gerammt, schafften es jedoch nach einem Reparaturstopp zurück ins Biwak.
 
Die X-raid-Crews überzeugten außerdem mit beeindruckendem Teamgeist, auf den sich jeder verlassen kann. Besonders sichtbar wurde dieser am dritten Tag, als sich alle drei MINI-Crews gegenseitig mit Reifen aushelfen mussten. Nur so gelang es allen, das Biwak zu erreichen.
 
Nun gilt es, die erste Dakar-Woche abzuschließen und den Blick nach vorn zu richten. Auch wenn ein Platz in der Spitzengruppe der Gesamtwertung nicht mehr erreichbar ist, haben die Crews weiterhin das Potenzial, für Highlights zu sorgen. De Mévius und Baumel können im MINI JCW Rally 3.0i weiterhin um Top-3-Resultate in den Tageswertungen kämpfen. Auch das Vater-Tochter-Duo Lionel und Lucie Baud besitzt das Potenzial für starke Etappenergebnisse. Gleiches gilt für das Damen-Duo Gameiro und Romero. Für Maria Gameiro ist es erst die zweite Dakar – und die erste in der Ultimate-Wertung.

Morgen geht es für alle weiter nach Wadi Ad Dawasir. Über 400 Kilometer gegen die Uhr stehen für die Crews auf dem Programm. Zusammen mit der rund 400 km langen Verbindungsetappe wird es erneut ein langer Tag. Das Terrain wird sandig und schnell.

Statements

Lionel Baud (MINI JCW Rally 3.0d):
„Für die zweite Woche hoffen wir, jeden Tag auf Platz 20 bis 25 ins Ziel zu kommen. So können wir uns zurückkämpfen und eine bessere Gesamtposition erreichen. Ich denke, die zweite Woche wird angenehmer, weil es weniger Steine geben wird und viele Dünen, viel Sand – und das mögen wir. Daher hoffen und glauben wir, dass wir in der zweiten Woche besser sein werden.“

Maria Gameiro (MINI JCW Rally 3.0d):
„Für die kommende Woche wird das wichtigste Wort ‚überleben‘ sein. Wir hatten in der ersten Woche einige Probleme, weil wir auf der Strecke aufgehalten wurden. Deshalb können wir nicht um einen besseren Gesamtplatz kämpfen. Aber wir kämpfen jeden Tag, um uns durchzusetzen, weiterzumachen und jeden Tag besser zu werden. Und wir werden ins Ziel kommen, wir werden Finisher sein – und die Trophäe für das beste Frauenteam für Portugal zu X-raid holen.“

Guillaume de Mévius (MINI JCW Rally 3.0i): „Wir haben nun die erste Woche hinter uns. Es lief sicherlich nicht optimal für uns, aber wir sind froh, noch im Rennen zu sein. Heute vollziehen wir einen richtigen Reset. Für die zweite Woche ist unser Ziel, ein paar gute Etappen zu absolvieren, das Auto in die vorderen Positionen zu bringen und vielleicht sogar eine weitere Etappe zu gewinnen. Das wäre wirklich schön für uns und für das Team. Bis zum Schluss durchzukommen ist ebenfalls wichtig. Die Dakar zu beenden ist nicht einfach und hat große Bedeutung. Und wir wollen versuchen, das Ganze so gut wie möglich zu genießen. Ich freue mich wirklich darauf, in die zweite Woche zu starten und hoffe, dass wir das Ziel erreichen.“

Rebecca Busi (X-raid Fenic): „Wir werden versuchen, bessere Etappenpositionen zu erreichen. Wir gewöhnen uns noch immer an den Fenic. Wir werden kein Risiko eingehen, aber wir möchten das Auto weiterentwickeln und bessere Etappenergebnisse erzielen. Man kann sagen, dass diese Dakar für uns ein sehr großer Test ist.“

Gesamtwertung
1. N. Al-Attyiah / F. Lurquin – Dacia – 24h 18m 29s
2. H. Lategan / B. Cimmungs – Toyota – 24h 24m 39s
3. N. Roma / A. Haro – Ford – 24h 27m 42s
4. C. Sainz / L. Cruz – Ford – 24h 30m 18s
5. M. Ekström / E. Bergkvist – Ford – 24h 30m 40s

38. L. Baud / L. Baud – MINI JCW Rally 3.0d – 28h 03m 15s

60. M. Gameiro / R. Romero – MINI JCW Rally 3.0d – 29h 41m 09s

71. G. de Mévius / M. Baumel – MINI JCW Rally 3.0i – 30h 32m 06s

137. R. Busi / S. Lafuente – X-raid Fenic – 49h 11m 00s
(P32 Challenger Kategorie)

Quelle: X-raid GmbH

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