Reisesicherheit ist Generationensache

Wie Gen Z, Millennials, Gen X und Babyboomer ihren Urlaub absichern



Wie wichtig Sicherheit auf Reisen wirklich ist, zeigt der Mitte des Jahres veröffentlichte „Sicherheitsreport für Reisende“ der ERGO Reiseversicherung (ERV): 92,5 % der Befragten stufen die Sicherheitslage im Reiseland als (sehr) wichtig ein*. Doch beim Blick auf die Altersgruppen – Gen Z, Millennials, Gen X und Babyboomer** – wird deutlich, dass Sicherheit nicht für alle dasselbe bedeutet. 


Zukunftsforscher Andreas Reiter bestätigt die Unterschiede: „Die Gen Z sichert sich seltener über klassische Versicherungen ab und erwartet stattdessen digitale Unterstützung unterwegs. Bei den über 55-Jährigen stehen dagegen medizinische Versorgung und Rücktransport ganz oben auf der Prioritätenliste. Und jüngere Reisende informieren sich vorab wesentlich häufiger über Social Media, Reiseblogs und Online-Bewertungen – während ältere Generationen stärker auf Reisebüros oder Veranstalter setzen.“

Auch Bettina Konzack, Reiseexpertin der ERV, erklärt: „Sicherheit ist heute ein selbstverständlicher Bestandteil der Reiseplanung, aber jede Altersgruppe definiert sie anders. Für Ältere geht es vor allem um Verlässlichkeit und Absicherung, für Jüngere um digitale Orientierung und schnelle, flexible Unterstützung unterwegs.“

Reiseziele: Europa dominiert – doch Gen Z zieht es in die Ferne

Bei der Wahl längerer Reisen (ab sieben Tagen) bleibt Europa der Spitzenreiter, besonders bei Gen X (61 %) und Babyboomern (55 %). Millennials liegen mit 51 % im Mittelfeld. Deutlich abenteuerlustiger zeigt sich die Gen Z: Nur 46 % bevorzugen europäische Ziele, dafür aber 35 % weltweite Destinationen – fast doppelt so viele wie Gen X (15 %) oder Babyboomer (16 %). Deutschland bleibt ebenfalls beliebt, besonders bei Babyboomern (26 %), während Gen Z hier mit 17 % am wenigsten Bindung zeigt. „Junge Reisende kombinieren Entdeckergeist mit digitaler Sicherheitsroutine“, erklärt Konzack. „Sie wagen sich eher in die Ferne, weil sie sich online gut abgesichert fühlen.“

Worüber sich Reisende sorgen – jede Generation hat andere Risiken im Blick

Die Umfrage zeigt deutliche Unterschiede bei spezifischen Risiken: Verlust von Dokumenten oder Gepäck beschäftigt besonders Millennials (32 %) und Gen Z (31 %), deutlich mehr als Babyboomer (23 %). Naturkatastrophen und extremes Wetter machen vor allem Babyboomern Sorgen (30 %), während jüngere Gruppen nur zwischen 20 und 21 % angeben. Kreditkartenbetrug oder Bargeldverlust sind für die Gen Z mit 26 % relevant, für Millennials 15 % und für Babyboomer 13 %. Sicherheitsaspekte für Kinder betreffen vor allem Millennials mit 25 %, für Gen Z nur 5 %. Auch bei Outdoor-Aktivitäten zeigt sich ein Generationenunterschied: 13 % der Gen Z fürchten Unfälle, Babyboomer nur 3 %. Insgesamt reisen Babyboomer am sorglosesten – 11 % geben an, grundsätzlich keine Risiken zu fürchten. „Die Umfrage zeigt deutlich, dass jede Generation ihre eigenen Sorgen auf Reisen hat“, sagt Konzack. „Jüngere achten stark auf Dokumente, Gepäck oder digitale Risiken, Ältere auf gesundheitliche Gefahren oder extreme Wetterlagen. Babyboomer reisen insgesamt entspannter, die Jüngeren planen deutlich vorsichtiger.“

Sicherheitsgefühl beeinflusst direkt das Verhalten am Reiseziel: Ältere Reisende stehen Risiken gelassener gegenüber

Die Sicherheitswahrnehmung wirkt sich direkt auf das Verhalten vor Ort aus: 35 % der Gen Z verzichten aufgrund von Unsicherheiten auf bestimmte Aktivitäten, bei Millennials sind es 26 %, bei Gen X 20 % und bei Babyboomern 19 %. „Sicherheit beeinflusst nicht nur die Wahl des Reiseziels, sondern auch, wie aktiv Reisende vor Ort sind“, erklärt Konzack. „Je jünger die Reisenden, desto stärker passen sie ihr Verhalten an – sie verzichten eher auf Aktivitäten, wenn sie sich unsicher fühlen, während Ältere auch bei kleineren Risiken oft gelassener bleiben.“

Informationsquellen: Die digitale Kluft zwischen Jung und Alt wird besonders deutlich


Auch bei der Informationsbeschaffung zeigen sich Unterschiede: Millennials nutzen das Auswärtige Amt besonders stark (62 %), Gen Z liegt bei 50 %, Gen X und Babyboomer je bei 49 %. Die Gen Z greift zudem intensiv auf digitale Quellen zurück: 48 % über soziale Medien, 41 % über Online-Rezensionen und 27 % über Blogs oder Foren. Empfehlungen von Freunden oder Familie spielen ebenfalls eine Rolle (43 % Gen Z, 25 % Millennials). Ältere Generationen bevorzugen Reisebüros oder Veranstalter (38 % Gen X, 37 % Babyboomer). Auffällig: 16 % der Babyboomer informieren sich vorab gar nicht über die Sicherheitslage – der höchste Wert der Studie. „Die Generationen informieren sich auf sehr unterschiedliche Weise über Sicherheitsrisiken“, erklärt Konzack. „Jüngere setzen stark auf digitale Kanäle und Empfehlungen aus ihrem Netzwerk, während Ältere klassische Quellen wie Reisebüros oder Reiseveranstalter bevorzugen. Beide Ansätze sind wichtig, um sich umfassend abzusichern.“

Reiseversicherung: Babyboomer sind am konsequentesten – Gen Z zeigt steigenden Bedarf

Die Bereitschaft zum Abschluss einer Reiseversicherung ist hoch, jedoch mit klaren Unterschieden: 38 % der Babyboomer schließen immer eine Police ab, bei Millennials sind es 28 %, bei Gen X 22 % und bei Gen Z 23 %. Besonders die Gen Z zeigt Offenheit für zukünftige Absicherung: 29 % haben bislang keine Versicherung abgeschlossen, könnten es sich aber vorstellen. Wichtige Leistungen unterscheiden sich: 73 % der Babyboomer wünschen sich Rücktransport im Krankheitsfall, Gen Z nur 37 %. Reiserücktrittsschutz liegt bei allen Gruppen zwischen 44 und 59 %, während Hilfe bei Gepäck- oder Dokumentenverlust besonders für Jüngere relevant ist (36 % Gen Z, 23 % Babyboomer). „Jüngere Reisende wollen schnelle, unkomplizierte und digitale Hilfe, etwa bei verlorenen Dokumenten oder spontanen Planänderungen“, sagt Konzack. „Ältere legen den Fokus klar auf medizinische Sicherheit und Rücktransport. Eine moderne Reiseversicherung wie die ERV deckt beides ab. Am Ende geht es darum, dass sich alle Generationen auf Reisen gut begleitet fühlen.“

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