
(djd). Blutsaugende Parasiten sind mittlerweile das ganze Jahr über ein Thema für Hunde- und Katzenhaltende. Aber wenn die Außentemperaturen wieder dauerhaft zweistellig sind, haben sie in den Wiesen und Wäldern Hochkonjunktur.
Vor allem die Zecke kann Mensch und Tier gefährlich werden, denn sie überträgt gefährliche Krankheitserreger wie Borrelien. Deshalb sollten Hunde und freigängige Katzen spätestens jetzt den passenden Schutz erhalten.
Wo leben Zecken?
In Deutschland gibt es drei Zeckenarten, die besonders häufig Hunde und Katzen befallen. Die Braune Hundezecke mag es am liebsten warm, weshalb sie bei uns fast nur in geschlossenen Räumen wie Tierheimen und Ställen lebt. Dort ist sie das ganze Jahr über aktiv. Die Buntzecke und der Gemeine Holzbock dagegen leben in oder am Rand von Wäldern, in Mooren, in der Heide und auf Wiesen mit schattigen Plätzen. Bei passenden Witterungsbedingungen klettern sie an Gräsern und Sträuchern hoch und warten auf einen Wirt. Haben sie diesen erwischt, setzen sie sich am liebsten an wenig bis gar nicht behaarten Stellen mit dünner Haut fest. „Bei Hunden und Katzen sind das zum Beispiel die Ohren oder die Stellen zwischen den Zehen“, sagt Franziska Obert, Expertin der Agila Haustierversicherung.
Was tun gegen Zecken?
Wer Hund oder Katze gegen die durch Zecken übertragenen Krankheiten schützen möchte, kann das Tier nach jedem Ausgang gründlich absuchen und alle Zecken entfernen. Das ist zwar zeitaufwendig, kann das Ansteckungsrisiko aber verringern. Denn in der Regel dauert es mindestens zwölf Stunden, bis nach einem Zeckenbiss erste Erreger übertragen werden. Agila Expertin Obert allerdings rät: „Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, lassen Sie sich von Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt zu Anti-Zecken-Mitteln beraten.“ Es gibt Spot-on-Präparate, die direkt auf die Haut aufgetragen werden, und Tabletten zum Einnehmen. Ebenfalls beliebt sind Halsbänder, die Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum abgeben. Meist schützen sie Hund und Katze nicht nur vor Zecken, sondern auch vor Flöhen.
Zeckenbiss – Was nun?
Wurde ein Hund oder eine Katze von einer Zecke gebissen, ist diese korrekt zu entfernen. „Wichtig ist, dass die Zecke nicht gequetscht wird“, sagt Agila Expertin Obert. Dafür müsse man sie direkt an der Haut des Haustieres fassen und langsam senkrecht herausziehen – und zwar nicht mit den Fingern, sondern mit einem passenden Werkzeug wie einer Zeckenzange, Zeckenkarte oder Pinzette. Auch wenn keine Krankheiten übertragen wurden, kann es sein, dass die Einstichstelle sich leicht entzündet. Kratzt und leckt der Vierbeiner nicht an der Stelle, gehen Rötungen und Schwellungen in der Regel nach ein paar Tagen zurück.
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