Morgengruß von Helmut Harff: Ich will Spaß

… aber ohne Kamelle und andere olle Kamellen



Um Karneval und ähnlichen von wem auch immer verordneten Frohsinn genießen zu können, muss man wohl zu einem ganz besonderen Menschenschlag gehören. Ich gehöre auf jeden Fall nicht zu den Fans des organisierten Frohsinns. Bei mir beschränkt sich das zumeist darauf, mich über die Menschen um mich rum zu amüsieren.

Dabei war das früher ganz anders. Drei tolle Tage waren drei durchgefeierte Nächte in Berlin. Ich war Jahre mit einer Jazz-Truppe unterwegs, mal im Theaterclub, mal beim Medizinerfasching und mal irgendwo. Wichtig war auch da, dass man kostümiert ist. Wobei unsere damaligen Kostüme haben so gut wie nichts mit denen gemein, die Leute bei den Fernsehsitzungen tragen. Hätte man unsere Faschingspartys im Fernsehen übertragen, so würde das erst nach 22 Uhr gesendet werden. Nicht jugendfrei deutet nur an, was da getragen wurde. Heute trägt man ähnliches im KitKat-Club in Berlin. So verkommen sind die Zeiten.

Nein, auch der aus den traditionellen Faschings-, Karneval- und Fastnachthochburgen exportierte Frohsinn ist nicht meins. Ja, da ist für mich es schon schwierig im Frohsinn zu schwelgen. Doch muss ich das? Nein, muss ich nicht, sagen auch meine Leute, die gestern sicherlich auf Kamellejagd in Forchheim gegangen sind. Stundenlang im Regen stehen und mich dann über einen Beutel voll süßen Wurfgeschossen freuen, die man sonst nie kaufen würde, ist nicht meins.

So richtig Spaß habe ich bei meinem Frühstück mit der Besten Frau der Welt.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Faschingsdiensttagsfrühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Alexis, Benignus

Foto: Pixabay

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