Morgengruß von Helmut Harff: Du weißt nie was Du kannst

… bevor Du es versuchst



Du weißt nie was Du kannst bevor Du es versuchst – was für ein kluger Satz! Wer mag das gesagt haben? Aristoteles, Goethe, Nitsche, Adorno? Hat der Kanzler auf dem CDU-Parteitag so etwas gesagt? So ganz weiß ich es nicht.

Mir ist diese Textzeile in dem alten Schlager „Noah“ von Bruce Low aufgefallen. Da sagt Gott das zu Noah. Der meint, dass er es nicht schafft Gottes Auftrag – den Bau der Arche – zu erfüllen. Es ist als etwas göttliches, dieser Satz. Wie wir wissen, hatte Gott recht, denn Noah baute das Schiff und rette von jeden Tier ein Paar vor der Sintflut. Nur die Dinosaurier wurden immer trauriger.

Nun sind die meisten Aufgaben, vor die wir gestellt werden und von denen wir meinen, dass wir sie nicht schaffen nicht so groß wie die des Bootsbauers aus der Bibel. Wer von uns muss schon die Welt retten – außer wieder ein Schlagersänger.

Doch es stimmt und wir wissen es: Du weißt nie was Du kannst bevor Du es versuchst. Das ist der Grund, warum man Kinder sehr viel ausprobieren lassen soll, ja muss. Und das soll so weiter gehen. Wie soll Frau – Achtung Klischee – einparken lernen, wie Mann Fenster putzen und Hemden bügeln, wenn man ihn nicht lässt? Das gilt selbstverständlich auch für die Arbeitswelt.

Man stelle sich mal vor, niemand hätte den heutigen Olympioniken erlaubt, ja, sie dazu aufgefordert, sich auszuprobieren? Es gäbe gar keine Olympischer Spiele. Nur wer es versucht, weiß später, ob er es konnte. Das schließt allerdings auch das Scheitern ein.

Ich mache jetzt das Frühstück für die Beste Frau der Welt und mich. Da werde ich hoffentlich nicht scheitern.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Sonntagsfrühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Isabella, Pit

Foto: Pixabay

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