75 Jahre Formel 1

Die spektakulärsten Rennwagen der Welt erstmals gemeinsam zu sehen



Das 75-jährige Jubiläum der Formel 1 wurde 2025 weltweit gefeiert – nun würdigt eine der größten Automobilausstellungen Europas dieses besondere Kapitel Motorsportgeschichte mit einer eindrucksvollen Sonderschau: Vom 11. April bis 1. November 2026 präsentiert das Musée National de l’Automobile – Collection Schlumpf rund 50 originale Formel-1-Rennwagen aus sieben Jahrzehnten.

Ob langjähriger Motorsportfan oder neugieriger Besucher ohne Vorkenntnisse: Die Ausstellung bietet einen ebenso verständlichen wie faszinierenden Zugang zur „Königsklasse“ des Rennsports.

Ikonen auf Rädern – vom Nachkriegsrennwagen zum Hightech-Hybrid

Die Schau führt von den Anfängen der 1950er-Jahre bis zur heutigen Hybrid-Ära. Gezeigt werden Fahrzeuge, die Technikgeschichte geschrieben haben – und Rennwagen, die mit berühmten Fahrern verbunden sind.

Zu den besonderen Exponaten zählen:
- Ein Rennwagen von Ralf Schumacher aus der Saison 2003
- Ein Ferrari aus dem Jahr 2017, pilotiert von Sebastian Vettel
- Ein Tyrrell von 1983, verbunden mit Stefan Bellof

Auch große Persönlichkeiten der Formel-1-Geschichte werden gewürdigt. Eine originale Renn-Combinaison von Niki Lauda erinnert an seinen dramatischen Unfall 1976 auf dem Nürburgring – und an sein legendäres Comeback nur wenige Wochen später.

Ein eigener Ausstellungsbereich ist dem fünffachen Weltmeister Juan Manuel Fangio gewidmet, einer prägenden Figur der frühen Formel-1-Jahre.

Deutsche Motorsportgeschichte im Fokus

Mit dem Fahrzeug von Ralf Schumacher rückt auch ein Stück deutscher Rennsportgeschichte in den Mittelpunkt. Sein Bruder Michael Schumacher gilt bis heute als einer der erfolgreichsten Fahrer der Formel-1-Historie. Sein Gesundheitszustand nach dem Skiunfall 2013 wird von der Familie weiterhin privat gehalten – seine sportliche Bedeutung jedoch bleibt unbestritten.

Mehr als nur Autos – ein Erlebnis für alle Sinne


Die Ausstellung versteht sich nicht nur als Fahrzeugschau, sondern als multimediale Zeitreise durch 75 Jahre Rennsportgeschichte. Besucher erwartet ein dramaturgisch inszenierter Rundgang mit:
- Großformatigen Filmprojektionen
- Originalaufnahmen direkt aus dem Cockpit
- Dokumentationen legendärer Rennen
- Eindrücklichen Sequenzen historischer Rennmomente
- Einer eigens komponierten Geräuschkulisse, die das typische Klangbild der Formel 1 erlebbar macht

Leicht verständliche Erklärungstafeln – auch auf Deutsch – ordnen technische Innovationen und historische Entwicklungen ein. So wird deutlich, warum die Formel 1 seit 1950 als technisches Versuchslabor und gesellschaftlicher Spiegel gilt.

Logistische Meisterleistung

Die rund 50 Rennwagen stammen aus ganz Europa. Ihr Transport erfolgt mit spezialisierten Lastwagen, die mehrere Fahrzeuge gleichzeitig befördern können. Hinter der Ausstellung steht eine komplexe internationale Zusammenarbeit mit Herstellern, Museen und Privatsammlern.

Technik, Mythos und Zukunftsfragen

Neben sportlichen Triumphen beleuchtet die Ausstellung auch zentrale Themen der Gegenwart: Sicherheit im Motorsport, Hybridtechnologie, Nachhaltigkeit sowie die weiterhin geringe Präsenz von Frauen im Spitzenrennsport.

Damit zeigt die Schau die Formel 1 nicht nur als Wettbewerb der schnellsten Fahrer, sondern als Innovationsmotor, der technische Entwicklungen oft Jahrzehnte vorwegnimmt.

Mit dieser Jubiläumsausstellung – im Nachgang des offiziellen 75-jährigen Bestehens 2025 – positioniert sich das Musée National de l’Automobile als einer der führenden europäischen Orte für Motorsportgeschichte und macht 75 Jahre Formel 1 in einzigartiger Dichte und Anschaulichkeit erlebbar.

Musée National de l’Automobile MNA, 17 Rue de la Mertzau, 68100 Mulhouse, FRANKREICH, +33 (0)3 89 33 23 23 - www.musee-automobile.fr

Das Automobilmuseum „MNA - Sammlung Schlumpf“, ist mit einer Ausstellungsfläche von 25.000 m², das größte Automobilmuseum der Welt. Es befindet sich in Mülhausen in Frankreich (60 Kilometer südwestlich von Freiburg/Breisgau). Insgesamt werden über 500 Oldtimer ausgestellt, die von den Gebrüdern Fritz und Hans Schlumpf gesammelt wurden.

Foto: Jörg Hartwig

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