Morgengruß von Helmut Harff: Warum nur wurde Jesus gekreuzig

Manchmal macht Kindermund sprachlos



Wir kennen das, Kinder fragen immer und immer wieder. Dabei ist ihr Lieblingswort „warum“. Das ist auch bei meinem Groß-Neffen so. Gestern, an Karfreitag, sah er Bilder vom Gekreuzigten. Er frage: „Warum hat man den Mann gekreuzigt, war das ein böser Mann?“.


Nein, war die erste spontane Antwort, das war kein böser Mann. „Doch warum war man so böse zu ihm?“, war die nächste Frage. Was sagt man einem Vierjährigen? Er war ein guter Mann, der viel Gutes getan hat. „Ich mach doch auch viel Gutes, decke den Tisch, räume mein Zimmer auf, werde ich auch so bestraft?“ Nein, Du doch nicht, beeilte ich mich zu antworten, hörte aber schon wieder sein „Warum“. Nun erklären Sie mal einem Vierjährigen, warum man Jesus ans Kreuz genagelt hat. 

Sorge habe ich vor dem Ostersonntag. Wie erkläre ich ihm, dass der ermordete junge Mann doch nicht tot ist. Was, wenn er von mir wissen will, warum es an dem Tag, an dem der Mann wieder da war, Ostereier und Osterhasen gibt, warum er die suchen muss? Ich höre schon die Frage: „Hatte der Mann Hasen, die bunter Eier legten?“. Sicherlich will er wissen, ob er damals auch Schokolade gemocht hat. Ob er auch Bauch schmerzen bekommen hat, wenn er zu viele Ostereier isst.

Das Osterwunder einem kleinen neugierigem Kind zu erklären, dazu bedarf es schon eines kleinen Wunders.

Kein Wunder ist mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Isidor, Konrad, Kurt

Bild: Pixabay

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