
Es gibt so Sätze, die hört man immer wieder. Dazu gehört „Früher war alles besser“. Den Satz kennt die Menschheit seit es ein „Früher“ gab. Es ist also ziemlich sicher, dass nur Adam und Eva nicht meinten „Früher war alles besser“. Für Nichtchristen wäre dieser Termin wohl der Urknall. Schließlich weiß keiner, was davor war.
Ja klar, „Früher war alles besser“. Gut, von meinen Eltern – geboren im zweiten Weltkrieg – habe ich den Satz zumindest in Verbindung ihrer ersten 20, 30 Lebensjahre nicht gehört – die direkte Kinderzeit allerdings ausgenommen.
„Früher war alles besser“, das sagt sich so dahin, doch wer ist schon wirklich davon überzeugt? Ja, früher war ich gesünder, mehr unterwegs, da waren die Röcke kürzer und flirten macht auch mehr Spaß. Das eine oder andere stimmt, anderes ist schlicht unwahr. Klar ist, dass man, wenn man auf 70 Lebensjahre zurück blickt, man vieles sieht, was gut war. Allerdings spielt hier das Hirn einen für das Leben wichtigen, für das Erinnern bösen Streich. Wir erinnern uns nämlich viel mehr an Dinge, die für uns positiv waren, an die wir uns mit positivem Vorzeichen erinnern. Wäre dem nicht so, würden wir wohl verrückt werden. Man stelle sich mal vor, man würde sich nur an alles erinnern, was vergangene Woche nicht gut gelaufen ist - grausam.
Da erinnere ich mich viel lieber an mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt und freue mich auf das heutige.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Sonntagsfrühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Herta, Julius, Zeno
Bild: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Früher war alles besser
… der Lieblingssatz, der ewig Gestrigen
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