Zuversicht als Klang – Internationale Begegnungen

Der Vorverkauf für Young Euro Classic 2026 startet am 16. April



Zum 27. Mal öffnet Young Euro Classic im Berliner Kultursommer seine Türen: Vom 31. Juli bis 16. August 2026 zeigt das internationale Jugendorchesterfestival im Konzerthaus Berlin, dass die Zukunft der klassischen Musik längst Gegenwart ist. 

Junge Musiker:innen aus Europa, Amerika und Asien bringen mit, was sie ausmacht – ihre Klänge, ihre Geschichten, ihre Neugier. Sie zeigen, dass Musik Verbindungen schafft und zugleich Einzigartigkeit bewahren kann. 17 Tage lang gestalten 14 Jugendorchester, zwei Jazz-Formationen, ein junger Chor und fünf Ensembles das Programm. Internationale Begegnungen und neue Perspektiven auf das musikalische Repertoire unserer Zeit stehen im Zentrum. Dabei treffen bekannte Orchester wie das European Union Youth Orchestra und das Bundesjugendorchester, das die Saison eröffnet, auf spannende Debütanten – mit einem besonderen Fokus auf dem Klavier sowie auf Virtuos:innen an den Tasten und am Dirigentenpult.

Zugleich lebt das Festival vom Dialog und Begegnungen: in besonderen Abendkonzerten mit bi- und multinationalen Orchestern sowie in der Reihe „FUTURE NOW Musical Diaries“, in der sich insgesamt fünf Ensembles in genre- und traditionsübergreifenden Konzertformaten präsentieren. Ergänzt wird das Festivalprogramm durch den „NEXT GENERATION Kindertag“, der mit Kinderkonzerten und Mitmachaktionen den jüngsten Zuhörer:innen gewidmet ist.

Begegnungen, die in Erinnerung bleiben

Das Festivalprogramm überrascht in diesem Jahr mit einem besonderen Highlight: Zum allerersten Mal übernimmt ein Chor die Gestaltung eines gesamten Konzertabends bei Young Euro Classic. Aus Estland gastiert der Estonian National Opera Boys‘ Choir (15.08.) und beschert dem Publikum mit der faszinierenden Tradition des estnischen Chorgesangs ein ganz besonderes Konzerterlebnis.

Einen unvergesslichen Jazzabend verspricht das Jakob Manz & Karthik Mani Project (11.08.), das auf Initiative von Young Euro Classic südindische Musik und zeitgenössischen Jazz miteinander ins musikalische Gespräch bringt. Das Projekt ist zugleich eine Hommage an die Zusammenarbeit der Sängerin R.A. Ramamani, Mutter von Karthik Mani, mit Altsaxophonist Charlie Mariano in den 1980er Jahren. Mit einem energiegeladenen Programm aus brasilianischen und kubanischen Rhythmen begeistert in diesem Jahr das niederländische Jong Metropole Symphonic Jazz Orchestra (06.08.) unter der Leitung des portugiesisch-amerikanischen Dirigenten Jacomo Bairos. Und Pedro Carneiro und das Jovem Orquestra Portuguesa (07.08.) nehmen das Publikum mit auf eine Reise in die heimatliche Klangwelt der Saudade.

Das European Union Youth Orchestra (03.08.) feiert in diesem Jahr Jubiläum: Seit 50 Jahren verkörpert es in besonderer Weise den europäischen Gedanken – den Gründungsimpuls von Young Euro Classic selbst. Rachmaninows Symphonie Nr. 2 und Brahms’ Violinkonzert mit Solistin María Dueñas, einem aufstrebenden Stern der klassischen Musikwelt, machen dieses Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker (14.08.) hat bei ihrem Konzert Anneleen Lenaerts als Solistin an der Harfe zu Gast, die gemeinsam mit den hochtalentierten Nachwuchsmusiker:innen aus aller Welt das Harfenkonzert in Es-Dur von Reinhold Glière erklingen lässt.

Dass Young Euro Classic ein Raum für besondere Begegnungen ist, zeigt außerdem der Auftritt des Ulster Youth Orchestra (12.08.). Seit seiner Gründung 1993 – noch zu Zeiten des Nordirlandkonflikts – vereint das Jugendorchester die talentiertesten jungen Musiker:innen Nordirlands unabhängig von Religion oder sozialer Herkunft und gilt als wichtigster Kulturbotschafter der Region, weit über deren Grenzen hinaus.

Das Orchestra of the Americas und das Penderecki Youth Orchestra (10.08.) bringen das musikalische Zusammenspiel auf die nächste Stufe, indem beide Orchester in einer mehrtägigen Probenphase in Polen sowohl europäische als auch lateinamerikanische Werke gemeinsam erarbeiten. Auf dem Programm bei Young Euro Classic steht u.a. das Werk „Antrópolis“ der dreifachen Grammy-Gewinnerin Gabriela Ortiz, das als deutsche Erstaufführung zu hören ist.

Nach mehrjähriger Pause kehrt eine beliebte Tradition von Young Euro Classic zurück: Für ausgewählte Konzertabende finden wieder Konzerteinführungen statt. Renommierte Expert:innen geben Einblicke in die musikalischen Werke und ihre jeweilige Geschichte.

Vielseitigkeit des Klaviers

Das Programm dieser Saison nimmt die Vielfalt des Klaviers in den Blick. Schon beim Eröffnungskonzert des Bundesjugendorchesters (31.07.) kommt das Publikum in den Genuss von Rachmaninows hinreißendem Dritten Klavierkonzert in d-Moll. Interpretiert wird es vom aufstrebenden 25-jährigen Georgier Giorgi Gigashvili, der gemeinsam mit dem auch erst 25-jährigen Aurel Dawidiuk am Pult den Auftritt zu einer ganz besonderen Festivaleröffnung macht. Auch die beiden folgenden Konzerte des Eröffnungswochenendes erfreuen mit Klavierkonzerten: Trotz des Krieges in seiner Heimat ist das Youth Symphony Orchestra of Ukraine (01.08.) mit seiner Gründerin und Dirigentin Oksana Lyniv erneut zu Gast. Gemeinsam mit dem Pianisten Illia Ovcharenko spielt es Johannes Brahms‘ Erstes Klavierkonzert. Einen Tag später erklingt Rachmaninows „Rhapsodie über ein Thema von Paganini”, gespielt von Joseph Moog, der als Solist beim Konzert des Orchestre National des Jeunes du Luxembourg (02.08.) auftritt. Auch das National Youth Orchestra of the United States of America (04.08) hat mit George Gershwins vom Ausnahmetalent Kirill Gerstein dargebotenen Klavierkonzert in F-Dur eher ein der Tradition angelehntes Stück im Repertoire, genau wie die vom renommierten Dirigenten Cem Mansur gegründete und dirigierte Nationale Jugendphilharmonie der Türkei (08.08.), die mit Özgür Ünaldı als Solist Tschaikowskis Klavierkonzert Nr. 1 auf die Bühne bringt.

Neue Perspektiven auf das Klavier eröffnet das Konzert „Er Huang“ des Komponisten Chen Qigang mit dem Orchester des Zhejiang Conservatory of Music (05.08.), das fernöstliche Klangwelten mit einer opulenten Klangsprache verbindet. Auch das Youth Symphony Orchestra of Turkmenistan (09.08.) verknüpft im Konzert für Klavier und Orchester von Chary Nurymov die Musik seiner turkmenischen Heimat mit der zeitgenössischen Musik des 20. Jahrhunderts.

Debüts bei Young Euro Classic

Das chinesische sowie das turkmenische Orchester gehören genau wie das schon zuvor genannte Orchester aus Luxemburg zu denjenigen, die ihr Debüt bei Young Euro Classic geben. Das von Teresa Satalino angeleitete italienische AYSO – Accademia Youth Symphony Orchestra (16.08) präsentiert bei seinem Debüt ein komplett italienisch geprägtes Konzert – mit Werken von italienischen Komponisten wie Giuseppe Martucci und Ottorino Respighi sowie von Italien inspirierten Stücken aus William Waltons und Piotr Tschaikowskis Feder. Ein weiteres Debüt feiert das Slovenian Youth Orchestra (13.08.), das mit Beethovens Fünfter und der deutschen Erstaufführung von „Entropia“, einem Konzert für E-Bass und Orchester von und mit dem finnischen Metal-Bassisten Lauri Porra, selbst Großenkel von Jean Sibelius, für einen außergewöhnlichen Festivalmoment sorgt.

„FUTURE NOW Musical Diaries” – Das Festival im Festival

Bereits zum vierten Mal blickt Young Euro Classic mit seinem Festival im Festival über den Tellerrand der europäischen klassischen Orchestertradition hinaus. Unter dem Titel „FUTURE NOW Musical Diaries“ präsentieren sich in diesem Jahr Ensembles aus Argentinien, Marokko, Vietnam, Tadschikistan und das FUTURE NOW-Ensemble &ñịoن, in dem verschiedene musikalische Welten aufeinandertreffen. Die Konzerte finden an den Festivalwochenenden jeweils am späten Nachmittag vor den Abendkonzerten statt.

Das Mohiron Ensemble (01.08) aus Duschanbe verbindet traditionelle sowie moderne tadschikische Musik mit internationalen Werken auf traditionellen Instrumenten wie Rubab, Ney und Ghichak. Im Programm „Lách Tách" (02.08.) begegnen sich die vietnamesische Klangkünstlerin Lương Huệ Trinh und Sängerin Vũ Thị Thuỳ Linh. Hier trifft Elektrosound auf Ả Đào, eine jahrtausendealte, als Weltkulturerbe anerkannte Musiktradition. Aus Marokko kommt das Ensemble JISR //جسر // BRÜCKE (08.08) und schlägt eine Brücke zwischen Europa und Nordafrika: Traditionelle arabisch-andalusische Musik trifft auf zeitgenössische Kompositionen, wobei u.a. Gesang, Gembri, Qanun, Perkussion leuchtende Klangfarben entstehen lassen. Das ni-va Music Ensemble (15.08.) aus Buenos Aires schafft in einer Live-Improvisation völlig neue Sounds mit Synthesizern, Algorithmen und Sampling. Das FUTURE NOW-Ensemble &ñịoن vereint in Berlin lebende Musiker:innen aus Ägypten, Argentinien, Deutschland und Vietnam (16.08.). Dabei entsteht Musik aus einem gemeinsamen Prozess heraus, jenseits kultureller Zugehörigkeiten.

NEXT GENERATION – ein Kindertag voller Experimente und Abenteuer

Mit dem Juniorprogramm NEXT GENERATION setzt sich Young Euro Classic seit 2019 gezielt für die musikalische Frühförderung ein: Durch altersgerechte und spielerische Formate werden bereits die Jüngsten an die Welt der Musik herangeführt. Das Programm des diesjährigen Kindertags am Sonntag, 09.08.2026, spricht Experimentierfreude und Abenteuerlust an. Suli Puschban & die Kapelle der guten Hoffnung bringen die Bühne zum Beben und laden Kinder ab 5 Jahren zum Abrocken ein. „Mäuse auf dem Mond“ ist eine musikalische Weltraumreise des Sängers und Perkussionisten Ravi Srinivasan für Kinder ab 3 Jahren, bei der getanzt, geklatscht und getrommelt wird. Mit dem Musikstudio Blockbox können neugierige Kinder ab 5 Jahren erleben, wie es wäre, in einer Band zu spielen und den eigenen Song aufzunehmen. Und das Klingende Museum bietet Workshops an, in denen Kinder ab 3 Jahren verschiedene Musikinstrumente ausprobieren können.

Europäischer Kompositionspreis

Der Europäische Kompositionspreis setzt jedes Jahr ein starkes Zeichen für die zeitgenössische Musikszene: Der Regierende Bürgermeister von Berlin ehrt mit dem Preis alljährlich Komponist:innen für ihre innovativen Werke. Auch diesmal liegt die Entscheidung über den renommierten Preis für die beste Ur- oder deutsche Erstaufführung in den Händen einer Publikumsjury.

Danksagungen

Ohne den Rückhalt und das Vertrauen der wichtigen und langjährigen Partner:innen ist Young Euro Classic nicht durchführbar. Der Veranstalter dankt dem Bund, dem Land Berlin, dem Hauptstadtkulturfonds, der KfW sowie den Volksbanken und Raiffeisenbanken und der GVL, dem Konzerthaus Berlin, der Firma Ströer, der Stiftung am Grunewald, der Karl Schlecht Stiftung, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, den Medienpartner:innen, den zahlreichen Unterstützer:innen, Spender:innen und dem großartigen Young Euro Classic-Publikum. Das Festival im Festival „FUTURE NOW Musical Diaries“ wird von der Berliner LOTTO-Stiftung gefördert.

Für die Ermöglichung von NEXT GENERATION dankt das Festival dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Hier spielt die Zukunft!

Young Euro Classic. Festival der besten Jugendorchester der Welt

31. Juli bis 16. August 2026 im Konzerthaus Berlin

Alle Abendkonzerte beginnen um 19 Uhr, alle Konzerte von „FUTURE NOW“ um 16:30 Uhr. Zu ausgewählten Abendkonzerten finden Konzerteinführungen ab 18 Uhr im Werner-Otto-Saal statt.

Das ausführliche Festivalprogramm ist ab dem 16. April abrufbar.

Preiskategorien 39 € / 27 € / 16 € (plus Vorverkaufsgebühr).

Berechtigte Personen erhalten für alle Preiskategorien 30 % Teilhabe- und Bildungsermäßigung. Details finden Sie auf unserer Webseite im Servicebereich. 

Tickets gibt es über die Young Euro Classic-Webseite, die Ticket-Hotline 

(+49 / (0)30 / 8410 8909, erreichbar Montag–Sonntag: 10–18 Uhr) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Festival im Festival „FUTURE NOW“: alle Karten 18 €

Festival Pass für alle fünf „FUTURE NOW“-Konzerte: 70 €

Festival Pass für eine Auswahl von drei „FUTURE NOW“-Konzerten: 45 €

Karten für den „NEXT GENERATION Kindertag“: 8 € für Kinder, 10 € für Erwachsene

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