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Der Begriff Kodo stammt aus dem Japanischen und könnte mit „Herzschlag“ übersetzt werden. Kodo steht für das Design aktueller Modelle von Mazda. Der Begriff war im Zusammenhang mit Automobilen in den 1960er Jahren sicherlich nicht bekannt, Design als solches hatte aber schon ein legendäres Mazda-Fahrzeug aus diesem Jahrzehnt! Der Mazda Luce.
Darum geht es diesmal!
Ihnen wird sicherlich aufgefallen sein, dass wir hier praktisch nie über Mazda sprechen, obwohl das Unternehmen durchaus attraktive Fahrzeuge baut. Der Grund ist ganz einfach. Üblicherweise laden Autohersteller uns Motorjournalisten zu so genannten Fahrveranstaltungen ein oder stellen uns Testfahrzeuge zur Verfügung. Da Mazda bei uns seit Jahren weder das eine, noch das andere tut, können wir natürlich nichts zu den aktuellen Fahrzeugen sagen. Es spricht aber nichts dagegen, mal einen Blick in die Geschichte zu werfen – dieses Auto müssen wir nicht fahren, es wird jetzt 60 Jahre alt. Der Mazda Luce.
Vom Luce …
Mazda spricht beim Luce von einer Exzellenz in avantgardistischer Ästhetik und Technik, die bis ins Jahr 1966 zurückreicht: Damals definierte der Mazda Luce als erste japanische Mittelklasse Designtrends, die Geschichte schrieben. Zugegebenermaßen erinnert mich der Mazda Luce an ein Fahrzeug aus Bella Italia, das ebenfalls in den 1960er Jahren gebaut wurde, was aber nichts an der gelungenen Optik des Luce ändert.
… über Mazda 616 und 626 zum Mazda6e
Der Mazda Luce sorgte jedenfalls dafür, dass die unkonventionelle Marke aus Hiroshima weltweit bekannt wurde, sowohl die eleganten und für begeisternden Fahrspaß konstruierten viertürigen Limousinen, als auch die variablen Kombis wurden auch in Europa und in Nordamerika verkauft. Und es war der Grundstein für eine japanische Erfolgsgeschichte in der Mittelklasse, die über die Modelle Mazda 616, dem Mazda 626 bis zum Erfolgsmodell Mazda6 ab dem Jahr 2002 reicht und seinen vorübergehenden Abschluss im heute aktuellen vollelektrischen Mazda6e findet.
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Mazda Luce - italienische Formen - japanische Farben
Doch zurück zum Luce. Seine Konturen stammen vom italienischen Stardesigner Giorgetto Giugario, der auch bei dem von mir erwähnten italienischen Fahrzeug seine Finger im Spiel hatte. Und auch das legendäre italienischen Designhaus Bertone war mit im Boot.
Luce ist übrigens auch der italienische Begriff für Licht, was wiederum zu den markanten Doppelscheinwerfern passte, die der Wagen trug – der von mir angesprochene Italiener übrigens auch. Ich gebe zu, mir wäre die Wahl damals schwergefallen, aber da ich meinen Führerschein erst 1974 erworben habe, hätte ich beide nur als „Oldtimer“ kaufen können, aber damals stand mir der Sinn nach einem deutsch-amerikanischen Fahrzeug mit dem Namen einer italienischen Insel. Kleiner Tipp: Bei der versank die rote Sonne im Meer. Aber das sind jetzt genug der Rätsel!
Alle Fotos: © Mazda Motors (Deutschland) GmbH