
(djd). Ein Ziehen, ein stechender Schmerz im Bauch, plötzlich, krampfartig, oft genau dann, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann – viele Menschen kennen diese Situation. Beschwerden in der Körpermitte gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen.
„Allen Patientinnen und Patienten ist gemein, dass ein hoher Leidensdruck vorhanden ist“, weiß Apotheker Dr. Christian Ude aus Erfahrung. Die Ursachen sind vielfältig und lassen sich nicht immer eindeutig zuordnen. In einer aktuellen Umfrage nannten 46 Prozent emotionalen Stress als möglichen Auslöser, 41 Prozent Zeitdruck. Auch Ernährungsfaktoren spielen eine Rolle: 39 Prozent führten Beschwerden auf fettige oder ungesunde Ernährung zurück. 26 Prozent gaben Nahrungsmittelunverträglichkeiten an.
Überreaktion der Darmmuskulatur
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bauchbeschwerden häufig durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren entstehen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Sie beschreibt die enge Verbindung zwischen Verdauungssystem und Nervensystem. Gerät diese aus dem Gleichgewicht, kann die Darmmuskulatur überreagieren und sich verkrampfen, ohne dass es dafür eine organische Ursache gibt. Bei solchen krampfartigen Beschwerden entsteht der Schmerz durch eine veränderte Aktivität der Darmmuskulatur.
Direkt am Krampf ansetzen
Viele Betroffene greifen dann zu klassischen Schmerzmitteln. Diese setzen jedoch vor allem an der Weiterleitung von Schmerzsignalen an. Krampflösende Arzneimittel verfolgen eine andere Strategie: Sie können direkt an der verkrampften Muskulatur im Magen-Darm-Trakt eingreifen. „Wenn Patienten verstehen, dass der Schmerz Resultat eines Krampfes ist, können sie ihn gezielter behandeln“, so Ude. Eine Möglichkeit ist hier zum Beispiel der Wirkstoff Butylscopolamin, der etwa in Buscopan enthalten ist. Er kann die übermäßige Anspannung der Darmmuskulatur gezielt reduzieren und so zur Linderung krampfartiger Beschwerden beitragen.
Selbsthilfe im Alltag
Neben medikamentösen Optionen können ergänzend auch einfache Maßnahmen zur Linderung beitragen. Weiterführende Tipps und Informationen sind beispielsweise online unter www.buscopan.com zu finden. So kann Wärme – etwa durch eine Wärmflasche – die Muskulatur entspannen und Schmerzen reduzieren. Außerdem ist es sinnvoll, Stress bewusst zu verringern, sich Zeit für regelmäßige Mahlzeiten zu nehmen und den eigenen Körper besser wahrzunehmen: Welche Lebensmittel tun gut, welche weniger? Auch sanfte Bewegung, Bauchmassagen oder Atemübungen können unterstützend wirken. Halten die Beschwerden jedoch länger an oder sind sie besonders stark, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Foto: djd/Buscopan/fizkes
Bauchkrämpfe verstehen und zielgenau bekämpfen
Neue Daten: Warum Schmerzmittel oftmals nicht ausreichen
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