Baden-Baden im Frühsommer

Feiern, Erleben, Entdecken


Im Juni 2026 feiert Baden-Baden das fünfjährige Jubiläum als UNESCO-Welterbe mit einem Wochenende voller Veranstaltungen und einem großen Festtag. Spannende Ausstellungen, abwechslungsreiche Führungen und die neue zeigmal.App laden zu weiteren Entdeckungen ein. Die Rosenkonzerte der Philharmonie und kulinarische Abende im Weingut bieten Kultur- und Genusserlebnisse inmitten der Natur.

Festwochenende zum fünfjährigen Jubiläum als UNESCO-Welterbe

Baden-Baden ist seit 2021 als Teil der „Great Spa Towns of Europe" UNESCO-Welterbe. Das fünfjährige Jubiläum wird vom 5. bis 7. Juni 2026 mit einem Wochenende und großem Festtag am Sonntag gefeiert. An diesem Tag verwandelt sich der Kurgarten mit historisch kostümierten Gruppen und den Klängen traditionsreicher Musikkapellen in einen lebendigen Schauplatz der Blütezeit Baden-Badens als „Sommerhauptstadt Europas“. Ein besonderer Programmpunkt ist die Vorführung des Stummfilmklassikers „Der Skandal in Baden-Baden“ (1929) im Weinbrennersaal. Die dafür neu komponierte Filmmusik wird an diesem Tag von der Philharmonie uraufgeführt. 

Einblicke in die wechselvolle und (meist) glanzvolle Zeit des Kurhauses in Baden-Baden gibt die Lesung von Dr. Patricia Peschel aus ihrem Buch „Das Kurhaus im Wandel der Zeit 1824–2024“ sowie ihre Führung durch das Kurhaus. Zu den Höhepunkten des Wochenendes zählt außerdem die Veranstaltungsreihe „Tango im Wandelgang“ am Freitag- und Samstagabend mit Live-Musik, Milonga und Show. Wer tiefer in die Historie Baden-Badens und seiner Ernennung als Welterbestätte eintauchen möchte, dem sei die Sonderführung „Welterbe“ empfohlen, Musikinteressierte kommen bei der Sonderführung „Große Musiker“ auf ihre Kosten. 

„Baden in Musik“ – Kabinettausstellung im Stadtmuseum Baden-Baden

Mit der Kabinettausstellung „Baden in Musik“ lädt das Forum Welterbe Baden-Baden als Gast des Stadtmuseums Baden-Baden vom 5. Juni bis 11. Oktober 2026 zu einer facettenreichen Entdeckungsreise durch die Musikgeschichte der Welterbestadt ein. Die Ausstellung zeigt, wie eng Architektur, Gesellschaft und Musik in Baden-Baden seit dem 19. Jahrhundert miteinander verwoben sind und welche Rolle die Stadt als Bühne europäischer Kultur spielt. Im Fokus stehen Orte des musikalischen Lebens, die bis heute das Bild Baden-Badens prägen. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Blick auf das europäische Netzwerk der Great Spa Towns of Europe. Dieser macht sichtbar, wie sich Kurstädte als Orte der Begegnung, der Kultur und des musikalischen Austauschs entwickelten. Ein interaktiver Höhepunkt ist das Welterbe SoundLab, das historische Musikkultur aus dem 19. Jahrhundert mit moderner Audio-Technik und künstlicher Intelligenz verbindet. Besucher können selbst Töne und Klänge erzeugen, verändern und kreativ gestalten. All dies ist an einem historischen Klavier möglich, das digital erweitert wurde. Besonderer Clou: Das selbst kreierte Musikstück kann via QR-Code als musikalische Postkarte in die ganze Welt verschickt werden. 

Besuch und Führung im schönsten Spielcasino der Welt

Das im Kurhaus von Baden-Baden gelegene Casino ist Deutschlands ältestes und laut Marlene Dietrich “das schönste Casino der Welt”. Die nach Vorbildern französischer Königsschlösser gestalteten Säle blicken auf eine fast 200-jährige Geschichte zurück und waren schon immer ein Tempel für das verlockende Glücksspiel. In der schimmernden Belle-Époque-Umgebung werden Roulette, Black Jack und Poker gespielt und Gäste dazu verführt, ihr Glück zu versuchen. Tagsüber bietet das Casino Baden-Baden außerdem Führungen durch die prunkvollen Räume an. Sie geben einen Einblick in die prachtvolle Architektur und reiche Geschichte des Gebäudes und sind zum Preis von 10 Euro buchbar. Vom 8. bis 10. Juni 2026 wird das Casino Baden-Baden übrigens Gastgeber der European Dealer Championship (EDC) sein. Bei dieser Veranstaltung stellen die besten Croupiers aus ganz Europa in verschiedenen Disziplinen ihr Können unter Beweis und bringen internationales Flair in die traditionsreichen Spielsäle. 

„VANITAS – Die Schönheit des Vergänglichen“ im Museum LA8


Das Museum LA8 an der Lichtentaler Allee in Baden-Baden zeigt bis zum 20. September 2026 mit „VANITAS. Die Schönheit des Vergänglichen" eine außergewöhnliche Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Im Mittelpunkt steht eines der universellen Grundthemen menschlicher Existenz: die Vergänglichkeit. Von der Antike bis in die Gegenwart haben Künstler dieses Thema in immer neuen Formen in Malerei, Skulptur und Objekt reflektiert. Herzstück der Ausstellung ist „Metamorphosis" des Calwer Künstlerduos Arcubis (Silvia Eisele und Achim Großmann): 415 hochästhetische Fotografien dokumentieren die Schönheit des Verfallsprozesses von Streuobstäpfeln – ein Werk, das 2026 erneut zur Biennale nach Venedig eingeladen ist. Ergänzt wird die Schau durch Werke renommierter und junger Künstlerinnen und Künstler, die sich ebenfalls mit der Vergänglichkeit beschäftigen, sowie durch die japanische Kintsugi-Technik, die das Unvollkommene als Schönheit begreift. 

Rosenkonzerte – Musik trifft Blüte

Der paradiesische Rosenneuheitengarten in Baden-Baden zählt zu den bedeutendsten Gärten in Europa. Die „World Federation of Rose Societies” hat dem Rosenparadies die Auszeichnung „Award of Garden Excellence” verliehen. Rosenbögen überspannen die Wege, Beete und Wiesen quellen über vor farbenprächtigen Blüten und rosenumrankte Lauben mit Sitzbänken laden zum Verweilen ein. Zu den beliebtesten Veranstaltungen im Jahreskalender Baden-Badens gehören die Rosenkonzerte der Philharmonie Baden-Baden im Rosenneuheitengarten auf dem Beutig. Wenn im Juni die Rosen in voller Blütenpracht stehen und ihren Duft in die laue Sommerluft entfalten, lädt das Orchester zu vier stimmungsvollen Open-Air-Konzerten mit klassischer Musik in traumhafter Kulisse. Unter den Mottos „Viva l’Opera“ am 19. Juni, „Zauberhafte Panflöte“ am 20. Juni, „Best of Ballet“ am 26. Juni und „Slavische Romantik“ am 27. Juni 2026 genießen Musikliebhaber lauschige Sommerabende voller Musik mit Blick über den Schwarzwald. Umrahmt von den Farben der untergehenden Sonne, inmitten der frisch prämierten Rosen, die kurz zuvor beim 74. Rosenneuheitenwettbewerb Baden-Baden gekürt werden. Tickets gibt es ab 40 € pro Person unter www.baden-baden.com.

SUNDOWNER mit Aussicht über die Rheinebene im Weingut Kopp

Eingebettet in die Weinreben liegt das Weingut Kopp vor den Toren Baden-Badens. Das mit dem Qualitätssiegel „Weinsüden Architektur" ausgezeichnete Weingut vereint Architektur, Wein und exzellente Küche zu einem besonderen Genusserlebnis. Über dem Weinkeller, in dem Burgunder- und Rieslingweine reifen, befindet sich die lichtdurchflutete Vinothek. Sie bietet den stilvollen Rahmen für vielfältige Verkostungsmöglichkeiten der edlen Tropfen mit herrlicher Aussicht auf die Rheinebene, den Schwarzwald und die Vogesen – ob im Gebäude durch die raumhohen Panoramafenster oder auf der großzügigen Terrasse. Kulinarisch verwöhnt das an die Vinothek angrenzende Restaurant Ebanat mit feiner regionaler Küche. Von Frühsommer bis Anfang September lädt das Weingut jeden zweiten Dienstag zur Veranstaltungsreihe „SUNDOWNER“ ein. Bei Live-Musik, erlesenen Weinen und kulinarischen Höhepunkten des Restaurants Ebanat lässt sich der Tag mit Blick auf den Sonnenuntergang genussvoll ausklingen. 

Auf dem Wildnispfad mit dem Nationalparkranger

Die Faszination unberührter Natur können Gäste im Nationalpark Schwarzwald erleben. In der rund 113 Quadratkilometer großen Schutzzone zwischen Baden-Baden und Freudenstadt wird die Natur nicht „kultiviert“, sondern beobachtet. Einer der Erlebnispfade im Nationalpark Schwarzwald mit Abenteuergarantie ist der im Stadtwald von Baden-Baden gelegene Wildnispfad. Auf dem 3,5 Kilometer langen Rundweg lässt sich die Natur eine Spur wilder erleben. Im Jahr 1999 wütete auch hier der Sturm „Lothar“ und prägte die Landschaft. Besucher können beobachten, wie sich der Wald seitdem frei entwickelt hat. Empfehlenswert ist die Führung mit einem Nationalpark-Ranger am 7. Juni 2026: Auf dem schmalen Pfad, über Todholz, Wurzeln und Steine führt der Ranger die Gäste durch den wilden Wald und erzählt unterwegs Wissenswertes über dessen Entwicklung und die Arbeit des Rangerteams. Der perfekte Ort für eine Pause ist der „Adlerhorst“. Im dem hölzernen Nest lässt sich der Wald ganz entspannt von oben erleben. Die dreistündige Rangertour startet um 9.30 Uhr an der Bushaltestelle Plättig. Eine Anmeldung ist erforderlich. 

Baden-Baden entdecken – digital, interaktiv und rund um die Uhr

Ab sofort ist Baden-Baden auch digital erlebbar: Die zeigmal. App kombiniert klassische Stadtführungsinhalte mit moderner Technologie und bietet Gästen und Einheimischen eine neue Möglichkeit die Stadt kennenzulernen. Dank der integrierten GPS-Funktion erkennt der digitale Reiseführer automatisch den Standort des Nutzers und liefert in Echtzeit passende Informationen, Audiogeschichten von drei Baden-Badener Stadtführerinnen und Stadtführern und sogar Augmented-Reality-Erlebnisse mit historischen Aufnahmen aus dem Stadtmuseum und Stadtarchiv. Eine echte Zeitreise mitten in der Stadt. 

Im Entdecken-Modus macht die App am jeweiligen Standort auf die nahegelegenen Sehenswürdigkeiten aufmerksam. Im Tour-Modus führen thematisch strukturierte Routen durch Baden-Baden. Aktuell sind vier Touren verfügbar: Ein klassischer Stadtrundgang führt von der Tourist-Info in den Kurhaus-Kolonnaden durch die Altstadt, die Allee und das Bäderviertel. Eine Tour widmet sich der Geschichte der Bäderstadt mit Fokus auf das Quellgebiet und das Bäderviertel. 

Ein Rundgang folgt den Spuren des UNESCO-Welterbes zu den bedeutendsten Orten und Gebäuden, die Baden-Baden im 19. Jahrhundert zum Modebad von Weltrang machten. Ein stimmungsvoller Spaziergang führt durch die Lichtentaler Allee, eine der schönsten Parkanlagen Europas. Weitere Touren sind in Planung. Die zeigmal. App ist im Apple App Store und Google Play Store erhältlich, mehrsprachig, kostenlos, ohne Registrierung und ermöglicht Gästen und Einheimischen Baden-Baden interaktiv, individuell und rund um die Uhr zu erkunden. 

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