„Unsichtbare Spuren“

Das Filmmuseum Lausitz startet kreatives Film Lab



Das Filmmuseum Lausitz e.V. vollzieht den Wandel von der biografischen Ausstellung hin zum aktiven Lernort für Erinnerungskultur. Mit der neuen Initiative Film Lab Lausitz nutzt der Verein das filmische Erbe als Fundament, um aktuelle gesellschaftliche Themen medial aufzuarbeiten und bürgerschaftliches Engagement zu stärken. 

Die Ausstellung „Unsichtbare Spuren“ 


Das Herzstück des Museums bildet die Ausstellung „Unsichtbare Spuren“. Sie vermittelt die Lehren der Filmgeschichte nicht als bloße Retrospektive, sondern als lebendiges Zeugnis von Widerstand und Ausgrenzung. Die Schau beleuchtet die Mechanismen, mit denen Film als Werkzeug der Propaganda missbraucht wurde, zeigt aber auch die mutigen Lebenswege jener Künstler:innen, die sich dem Faschismus entgegengestellt haben. Damit dient die Ausstellung als direkte inhaltliche Basis für die heutige Demokratieförderung und verdeutlicht: „Nie wieder ist jetzt“. Das Projekt wird gefördert durch den Projektfond Kulturplan Lausitz, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). 

Von der Lausitz nach Auschwitz: Das Schicksal Otto Wallburgs
 

Anknüpfend an diese Forschung arbeitet das Film Lab aktuell an einer Dokumentation über den jüdischen Schauspieler Otto Wallburg. Dieser stand noch 1932 in Forst (Lausitz) für den Film „Strich durch die Rechnung“ vor der Kamera, bevor er 1944 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurde. Das Projekt macht die „unsichtbaren Spuren“ der Geschichte in der Region greifbar und regt zur Reflexion über Zivilcourage in der heutigen Gesellschaft an. Impact Cinema und moderne Vermittlung Das Film Lab Lausitz entwickelt dokumentarische Formate für Bildungseinrichtungen, Web und Festivals, um messbare Impulse für das Gemeinwohl zu setzen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung an junge Generationen durch zeitgemäße ästhetische Codes, um deren Medienkompetenz und Resilienz gegenüber antidemokratischen Narrativen zu stärken. 

Besucherinformationen 

Die Ausstellung “Unsichtbare Spuren” beleuchtet auch die Auseinandersetzung der Schauspielerin Romy Schneider mit der Schuldfrage der Väter und Müttergeneration. Auch ihre Solidarität für Künstler.innen der DDR wie den 1976 ausgebürgerten Wolf Biermann steht im Fokus der Ausstellung. 

● Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag, 12:30 – 16:30 Uhr 
● Standort: Schloss Klein Loitz, Felixsee 
● Web: www.schloss-klein-loitz.com 

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