Wo die Jagst das Tempo vorgibt

Genussradeln im Herzen der Schwäbischen Ostalb



(djd). Wer einmal durch das Jagsttal geradelt ist, weiß, warum es viele Radfahrer nicht bei einem Besuch belassen. Die Region rund um Ellwangen verbindet Natur mit Kultur – auf eine entspannte, unaufgeregte Art, die gut zu einem Genussurlaub auf dem Rad passt.

Wie gemacht für Radfans


Ellwangen liegt auf der Schwäbischen Ostalb, direkt am Fluss Jagst. Wer die Stadt mit dem Rad verlässt, taucht bald in eine wald- und seenreiche Landschaft ein. Je nach Tour geht es vorbei an Sehenswürdigkeiten und durch romantische Orte. 13 Routen führen durch die Region, viele starten in Ellwangen oder sind von dort aus gut zu erreichen. Die Strecken sind überwiegend moderat hügelig – ideal für Genussradler, die etwas erleben wollen, ohne sich dabei zu verausgaben. Nach der Tour empfiehlt sich ein Abstecher zur Landesgartenschau.

Infos und Karten gibt es unter www.ellwangen-tourismus.de und bei der Tourist-Information. Zwei ausgewählte Routen stellen wir im Folgenden vor:

Tour 9: Durch Wald und Feld zu Seen und Weihern


Diese Runde ist das Herzstück des Ellwanger Seenlands. Auf rund 58 Kilometern mit 120 Höhenmetern rollt man durch eine Landschaft, die sich anfühlt wie ein einziges großes Naturschutzgebiet. Entlang der Jagst geht es vorbei an mehreren Seen, Stauseen und Weihern, perfekte Orte zum Rasten, Durchatmen und Genießen. Das Besondere: Die Seen wurden einst als Hochwasserschutz angelegt und haben sich mittlerweile so natürlich in die Landschaft eingefügt, dass sie wirken, als wären sie schon immer da gewesen.
Gut zu wissen: In Ellwangen gibt es Radservice-Punkte mit Luftpumpe, Werkzeug und einer Haltevorrichtung für schnelle Reparaturen. An den beiden E-Bike-Ladestationen in der Innenstadt kann man das eigene Rad kostenlos mit Strom versorgen.

Tour 6: Im Jagsttal und auf den Spuren der Römer

Wer Geschichte liebt, wird diese Tour nicht so schnell vergessen. Startpunkt ist der Parkplatz am Bucher Stausee, rund acht Kilometer von Ellwangen entfernt. Von dort geht es in einer ersten Schleife am Fluss Kocher entlang, bis man über Neuler zur Jagst geführt wird. Bevor sich der Kreis wieder am Bucher Stausee schließt, bietet sich bei Schwabsberg ein Halt am Limestor Dalkingen an. Am Stausee selbst sind die Reste des Römer-Kastells Rainau-Buch zu begutachten. Die zweite Schleife führt durch kleinere Orte wie Westerhofen. Von dort öffnet sich der Blick auf die Röttinger Höhe, Schloss Baldern und Schloss Kapfenburg. Die Tour endet am Bucher Stausee und ist mit 52 Kilometern und 150 Höhenmetern gut zu bewältigen.

Tipp: Ohne Auto ist der Bucher Stausee mit dem Rad über den Kocher-Jagst-Radweg von Ellwangen aus zu erreichen. Die Strecke dauert etwa eine halbe Stunde.

Foto: djd/Stadt Ellwangen

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