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Das DDR Museum feiert sein 20-jähriges Bestehen. Seit seiner Eröffnung am 15. Juli 2006 hat sich das privat finanzierte Museum zu einer der erfolgreichsten Einrichtungen der deutschen Museumslandschaft entwickelt. Mehr als zehn Millionen Besucher*innen aus dem In- und Ausland haben das Museum bislang besucht und sich mit dem Alltag, der Gesellschaft und der Geschichte der DDR auseinandergesetzt.
In den vergangenen 20 Jahren musste das DDR Museum immer wieder neue Herausforderungen bewältigen. Eine der größten Belastungen stellte das Unglück vom 16. Dezember 2022 dar, als der »Aqua Dom« im benachbarten Radisson Collection Hotel platzte. Große Mengen Salzwasser drangen in die Ausstellungsräume ein und verursachten erhebliche Schäden. Innerhalb kurzer Zeit gelang es jedoch, die betroffenen Bereiche zu sanieren und Teile der Ausstellung neu zu gestalten. Die erfolgreiche Bewältigung dieser Krise verdeutlichte die Handlungsfähigkeit und das Engagement des gesamten Teams.
Ein wichtiger Entwicklungsschritt erfolgte 2016 mit der Übernahme des DDR Museum durch Quirin Graf Adelmann. Seitdem wurde das Angebot kontinuierlich erweitert. Zu den bedeutendsten Ergänzungen zählt die original eingerichtete WBS70-Plattenbauwohnung, die einen authentischen Einblick in den Wohnalltag der DDR ermöglicht.
Mit der Eröffnung des Depots in Berlin-Marzahn im Jahr 2025 hat das DDR Museum einen weiteren Meilenstein erreicht. Dort werden rund 400.000 Objekte aus der DDR bewahrt, erforscht und wissenschaftlich aufgearbeitet. Das Depot steht interessierten Besucher*innen offen und ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen musealer Arbeit.
Neben seinen Ausstellungen engagiert sich das DDR Museum intensiv in der historisch-politischen Bildungsarbeit. Jährlich besuchen mehr als 100.000 Schüler*innen das Museum. Unterschiedliche Workshop-Formate, Zeitzeug*innen-Gespräche, Vorträge und weitere Veranstaltungsformate fördern die Auseinandersetzung mit der DDR. Darüber hinaus veröffentlicht der Museums-Verlag Bücher, Spiele und weitere Publikationen.
Im Jubiläumsjahr erweitert das DDR Museum sein kulturelles Angebot um die neue Filmreihe »Orte Ost«. Sie widmet sich ostdeutschen Schauplätzen, Themen und Ereignissen und beleuchtet deren historische und gesellschaftliche Bedeutung aus unterschiedlichen Perspektiven.
Auch gesellschaftliches Engagement gehört zum Selbstverständnis des Hauses. Als Sponsor des Fußballverein VSG Altglienicke sowie der Bildungsinitiative LifeTeachUs unterstützt das DDR Museum Projekte in den Bereichen Sport, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Zwanzig Jahre nach seiner Gründung blickt das DDR Museum auf eine außergewöhnliche Entwicklung zurück. Gleichzeitig versteht es das Jubiläum als Auftrag, den Dialog über die DDR und ihre gesellschaftlichen Einflüsse und Nachwirkungen weiterzuführen, historische Bildung zu stärken und neue Perspektiven auf die deutsche Zeitgeschichte zu eröffnen.
20 Jahre DDR Museum
Zwei Jahrzehnte gelebte Geschichte in Berlin
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