
(djd). Jedes Jahr werden in Deutschland rund 700.000 Tonnen Waschmittel für die Wäschepflege verbraucht. Doch nur wenige Menschen machen sich Gedanken darüber, was nach dem Waschgang mit den Inhaltsstoffen passiert. Dabei hat unser Waschverhalten direkte Auswirkungen auf Gewässer und Trinkwasserressourcen. „Ein Großteil der im Abwasser gefundenen Phosphonate etwa stammt aus Wasch- und Reinigungsmitteln“, sagt Jana Arnold vom Forum Trinkwasser.
Die Auswirkungen von Waschmitteln auf unser Trinkwasser
Zwar entfernen Kläranlagen viele der Chemikalien, die durch Wäschewaschen ins Abwasser gelangen, doch sie filtern längst nicht alle Stoffe heraus. „Kläranlagen sind keine Zauberkünstler“, betont Jana Arnold. "Nicht jeder Stoff, der im Abwasser landet, kann vollständig entfernt werden. Neben technischen Verfahren ist es entscheidend, Schadstoffe gar nicht erst ins Wasser gelangen zu lassen." Neben bestimmten Wasserenthärtern können besonders Tenside, die Schmutz lösen, aber auch Duftstoffe und Konservierungsmittel Gewässer belasten. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bestimmte Stoffe unter den Bedingungen in Kläranlagen sogar zu problematischen Stoffen werden können.
Die besten Tipps für trinkwasserschonendes Waschen
Verbraucherinnen und Verbraucher können durch ihr Waschverhalten einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Trinkwassers leisten und dabei gleichzeitig Geld sparen. Hier sind die besten Tipps:
- Waschmittel sparsam verwenden: Mehr Waschmittel macht die Wäsche nicht sauberer. Wird auf der Waschmittelpackung zwischen „leicht“, „normal“ und „stark verschmutzter“ Wäsche unterschieden, genügt meist die Dosierung für leicht oder normal. Außerdem sollte man Waschmittel entsprechend der Wasserhärte dosieren. Diese kann man beim Wasserversorger erfragen. Der Wasserhärtebereich „weich“ erfordert die geringste Waschmittelmenge.
- Pulver statt flüssig: Kompakte Pulverwaschmittel schneiden deutlich besser ab als Flüssigwaschmittel, da letztere mehr Tenside enthalten. Empfehlenswert sind Produkte mit anerkannten Umweltzeichen wie dem Blauen Engel oder dem EU-Ecolabel.
- Nur volle Maschinen in Gang setzen: Eine gut gefüllte Waschmaschine benötigt pro Kilo Wäsche deutlich weniger Waschmittel und Wasser als mehrere halb leere Waschgänge.
- Nicht jede Kleidung sofort waschen: Viele Kleidungsstücke können ausgelüftet werden, statt sie nach einmaligem Tragen direkt zu waschen.
- Auf Vorwäsche verzichten: Moderne Waschmittel reinigen auch ohne den zusätzlichen Waschgang zuverlässig.
- Beim Neukauf auf niedrigen Wasserverbrauch achten: Eine effiziente Waschmaschine sollte pro Waschgang nicht mehr als 10 bis 12 Liter Wasser je Kilo Wäsche benötigen.
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