Diese Pflanzen machen den Boden fit

Wie Hülsenfrüchte zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beitragen können



(djd). Ackerbohnen, Körnererbsen, Süßlupinen und Sojabohnen liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe. 

Doch ihr Potenzial reicht weit über den Teller hinaus: Auf dem Acker fördern sie die Bodenfruchtbarkeit, unterstützen den Humusaufbau und stärken die Biodiversität. Zudem sorgen die vier Kulturen für mehr Vielfalt in der Fruchtfolge und tragen dazu bei, landwirtschaftliche Systeme langfristig widerstandsfähiger zu machen.

Struktur und Fruchtbarkeit der Böden werden verbessert

Entscheidend ist dabei, was sich an den Wurzeln der Körnerleguminosen abspielt. Denn die Pflanzen leben in Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Bodenluft binden und für die Pflanze verfügbar machen. Weil die Pflanzen so ihren Stickstoffbedarf selbst decken, wird eine Düngung überflüssig. Ein Teil des gebundenen Stickstoffs verbleibt nach der Ernte über die Ernte- und Wurzelreste auf dem Feld und kommt ebenfalls den nachfolgenden Kulturen zugute. Gleichzeitig lockern die tief reichenden Wurzeln den Boden und verbessern dessen Struktur. Wasser wird besser gespeichert, Trockenphasen und Erosion setzen den Flächen weniger zu. Regenwürmer und Mikroorganismen profitieren von den verbesserten Bedingungen und stärken die natürliche Bodenfruchtbarkeit. Das Resultat ist ein lebendiger Boden, der langfristig auch zur Kohlenstoffspeicherung beiträgt.

Fruchtfolgen fördern die Bodengesundheit

Ackerbohnen, Körnererbsen, Süßlupinen und Sojabohnen sorgen für mehr Vielfalt auf dem Acker. Als Bestandteil abwechslungsreicher Fruchtfolgen tragen sie dazu bei, die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen. Wer zu Hülsenfrüchten aus europäischem Anbau greift, stärkt regionale Wertschöpfungsketten und den Anbau von Kulturen, die die Bodengesundheit fördern. Zugleich liefern Ackerbohnen, Körnererbsen, Süßlupinen und Sojabohnen hochwertiges pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe.

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Foto: djd/UFOP/Daniel Schneider

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