Zwischen Schotter, See und Steigung

Der Chiemgau erweitert sein Netz um zehn neue Gravelbike-Touren



(djd). Gravelbikes stehen für eine Art des Radfahrens, die Asphalt, Schotter und Waldwege miteinander verbindet. Kaum ein anderes Sportgerät hat in den vergangenen Jahren einen solchen Boom erlebt wie das leichtgängige Fahrrad mit dem Rennlenker und den robusten Reifen. 

Weil die Übergänge zwischen Straße und Gelände fließend bleiben, lassen sich Touren für Einsteiger und Ausdauer-Freaks gleichermaßen abwechslungsreich planen. Für sie hat der oberbayerische Chiemgau zehn neue Gravelbike-Touren zusammengestellt. Damit ergänzt die von Bergen, Hügeln, Seen und Mooren geprägte Voralpenlandschaft ihr 1.400 Kilometer umfassendes Radwegenetz um genussvolle See-Runden, flowige Flusswege und fordernde Alpin-Challenges mit klangvollen Namen wie „Lake Loop“, „Everything Alzride“, „Holy Roler“ oder „Wadl Warrior“. 

Auf Asphalt, Schotter und Waldwegen

Eine eher entspannte Runde mit „Feierabend-Vibe“ ist die 45 Kilometer lange Tour „Lake ’n Lazy“. Los geht’s in Übersee, dann am Chiemsee entlang bis nach Chieming und übers Bergener Moos zurück. Rund 79 Kilometer, etwa 600 Höhenmeter und ein feiner Mix aus Asphalt, Schotter und Waldwegen erwartet Gravelbiker auf der Tour „Lake Loop“. Sie führt von Traunstein ans östliche Chiemseeufer, zu energiespendenden Einkehrmöglichkeiten wie „Moier‘s Hofcafé“ bis an den Tachinger und Waginger See, wo sich ein Sprung ins Wasser lohnt. In Waging startet auch die leichte „Salt ’n Gravel“-Tour. Wer dagegen entlang von Flüssen besonders leicht in den Radel-Flow kommt, kann im nördlichen Chiemgau zwischen der 64-Kilometer-Runde „Everything Alzride“ und der etwa gleich langen „Tach to Titt“ entlang der Salzach wählen. Unter www.chiemsee-chiemgau.info/gravelbiken gibt es detaillierte Beschreibungen jeder Tour inklusive Karte, Eckdaten, Einkehrtipps und digitalen Tourdaten zum Download.

Boxenstopp nach Beinarbeit

Die hohe Dichte an Biergärten, Gasthöfen, Strand- und Hofcafés und kulturellen Highlights im Chiemgau macht Pausen abwechslungsreich und genussvoll. So liegen auf der leichten Tour „Holy Roler“ mit den Klöstern Baumburg und Seeon zwei sakrale sowie zahlreiche weltliche, also kulinarische „Boxenstopps“ am Wegesrand. Wer seinen Beinen etwas mehr zumuten möchte, bekommt beim „Infinity Shred“ von Waging am See bis zur Stroblalm oberhalb von Anger 810 knackige Höhenmeter geboten. Auch Tournamen wie „Wadl Warrior“ und „Highland Hustle“ verraten, dass hier Beinarbeit gefragt ist. Für echte Ausdauerfans bieten die 231 Kilometer lange Tour „Chiem Xtreme“ sowie die grenzüberschreitende Bikepacking-Route „Wossa“ mit über 560 Kilometern schließlich die volle Bandbreite an Genuss und Herausforderung.

Foto: djd/Chiemgau GmbH

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