Fort Kniepass bei Salzburg: Wo Geschichte zum Erlebnis wird

Ein jahrhundertealter Grenzposten als Schauplatz von Abenteuer und Genuss

(djd). Salzburg ist das Land der Burgen und Schlösser. Hoch über der Mozartstadt thront die mächtige Festung Hohensalzburg, die Burg Hohenwerfen wacht seit Jahrhunderten über das Salzachtal, und die Burg Mauterndorf erzählt von der bewegten Geschichte des Lungaus. 

Seit 2025 reiht sich nun eine weitere historische Anlage in die Liste der Ausflugsziele ein: Fort Kniepass im Saalachtal. Die neu eröffnete Erlebniswelt verbindet Geschichte, Abenteuer und Kulinarik – und macht einen jahrhundertealten Grenzposten zu einem Ort für Entdecker. Alle Infos: www.fort-kniepass.at. Zur Erlebniswelt zählt inzwischen auch eine Freiluftarena für bis zu 500 Besucher.

Wilde Fahrt auf der „Viper Slide“

Der größte Publikumsmagnet ist die „Viper Slide“. Die längste und höchste Röhren-Trockenrutsche der Alpen startet bei der historischen Festungsanlage und führt über 150 Meter Länge und 56 Höhenmeter spektakulär talwärts. In speziellen Filz-Sitzsäcken geht es mit bis zu 35 Stundenkilometern durch Kurven, Lichteffekte und Klangwelten. Ob Urwald, Weltall oder Disco-Modus – jeder Rutschgang wird zum Abenteuer. Dank Zeitmessung und Erinnerungsfoto kommt zusätzlich Wettkampf- und Erlebnisstimmung auf.

Glücksfall für Geschichtsinteressierte 

Doch Fort Kniepass setzt nicht nur auf Action. Die Anlage erzählt auch eine faszinierende Geschichte. Bereits im Jahr 1350 wurde der damalige Grenzposten „Chniepoz“ urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Engstelle entlang der Saalach ausgebaut und befestigt. Besonders während der Zeit der Salzburger Fürsterzbischöfe gewann der Standort an Bedeutung. Weil die Festung nie in größere Kampfhandlungen verwickelt wurde, blieb sie weitgehend im Originalzustand erhalten – ein Glücksfall für Geschichtsinteressierte.

Erlebnisweg lädt zum Nachdenken ein

Wie aktuell das Thema Grenzen auch heute noch ist, zeigt der Erlebnisweg „KniePASS“. Auf dem Weg hinauf zur Befestigungsanlage begleiten zwölf Stationen die Besucher durch die Geschichte von Grenzlinien und Übergängen. Dabei geht es nicht nur um Landesgrenzen, sondern auch um die eigenen Grenzen im Alltag. Das Konzept verbindet historische Informationen mit interaktiven Elementen und lädt zum Nachdenken ein. Kinder sammeln unterwegs Hinweise, lösen Rätsel und entdecken die Geschichte spielerisch.

Restaurant und Shop


Nach so vielen Eindrücken bietet das Besucherzentrum Gelegenheit für eine Pause. Im Restaurant „Fort Kulinarik“ stehen regionale Spezialitäten und hochwertige Produkte aus der Umgebung im Mittelpunkt. Angeschlossen ist zudem ein Fermentationszentrum. Wer ein Stück Saalachtal mit nach Hause nehmen möchte, findet im angeschlossenen Shop Souvenirs und regionale Produkte.

Foto: djd/Salzburger Burgen & Schlösser/Buchner

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