Morgengruß von Helmut Harff: Sein oder nicht sein?

Die Frage stellt sich gerade in Cottbus



Gestern erlebte Cottbus eine ganz besondere Theaterpremiere. Auf dem Spielplan des „Lausitz Festival“ stand und steht noch bis zum 30. August „Hamlet“ in der Regie von Marcel Kohler.


Es wäre nicht eine Inszenierung des „Lausitz Festival“, wenn das alles ganz „normal“ wäre. Die Spielstätte ist der Hangar 1 des alten Flugplatzes und das Publikum ist mehrfach auf der Wanderschaft. Das Stück beginnt nachvollziehbar mit dem nackten Geist des alten Hamlet, gegeben von Götz Schubert. Es endet für mich nicht ganz so nachvollziehbar mit dem nackten Hamlet, ebenfalls sehr intensiv gespielt von Linn Reusse. Der bekannteste Name unter dem siebenköpfigen Schauspiel-Ensemble ist der von Corinna Harfouch (Königin Gertrud). Keinesfalls verschwiegen  dürfen die Namen von Sina Kießling (Polonius), Dagna Litzenberger Vinet (Ophelia), Leonard Burkhardt (Laertes) und Tom Gramenz (Horatio) werden. Überragend waren ebenfalls die Musiker Christoph Bernewitz und Jonas Nordberg.

Das war gestern ein Hamlet, wie ich ihn noch nie erlebt habe und der nicht nur mich restlos begeistert hat. Super fand ich auch die Idee, in der Pause das Publikum nicht aus dem Stück völlig zu entlassen. Man konnte sich auch Backstage umsehen, sich die Garderobe von Corinna Harfouch (Foto) ansehen, sich davon überzeugen, dass das Wasser im bespielten Pool nicht warm ist.

Was meinen Sie, worüber die Beste Frau der Welt und ich bei unserem Frühstück reden? Das Thema ist da vielleicht nicht „Sein oder nicht sein?“, aber der gestrige Abend.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Monika, Gebhard, Vivian

Foto: eigen

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