
(djd). Pflege wird immer teurer: Im stationären Bereich stiegen die Kosten zwischen den Jahren 2022 und 2025 um rund 35 Prozent an, in der ambulanten Pflege sogar um mehr als 65 Prozent. Das bedeutet, dass auch die Summe, mit der sich Betroffene an den Kosten ihrer Pflege beteiligen müssen, seit Jahren kontinuierlich wächst.
Laut einer Erhebung des Verbandes der Ersatzkassen e.V. (vdek) liegt diese sogenannte Eigenbeteiligung im ersten Jahr der Pflege in einem Heim nun erstmals bei durchschnittlich über 3.000 Euro monatlich. Als Hauptgründe nennt der vdek höhere Personal- und Lebenshaltungskosten.
Pflegelücke muss durch eigene Mittel oder zusätzliche Absicherung geschlossen werden
Auch bei häuslicher Pflege müssen die Betroffenen je nach Pflegegrad bis zu vierstellige Beträge aus eigener Tasche bezahlen. Das betrifft die meisten Pflegebedürftigen in Deutschland. Denn mehr als drei Viertel von ihnen werden zu Hause betreut – und die große Mehrheit wünscht sich, im vertrauten Umfeld zu bleiben. Die wachsende Eigenbeteiligung zeigt deutlich, dass die gesetzliche Pflegeversicherung im Ernstfall nur einen geringen Teil der tatsächlichen Pflegekosten abdeckt. Die sogenannte Pflegelücke wächst von Jahr zu Jahr. Sie muss durch eigene Mittel oder eine zusätzliche Absicherung, etwa eine private Pflegezusatzversicherung, geschlossen werden.
Nur jeder 16. Erwachsene besitzt eine private Pflegezusatzversicherung
Wer sich und seine Angehörigen vor finanziellen Belastungen im Pflegefall schützen möchte, kann rechtzeitig die Weichen stellen – mit einer privaten Pflegevorsorge. Je früher der Vertrag abgeschlossen wird, desto günstiger ist der Beitrag. Allerdings gibt es in Deutschland laut einer Assekurata-Studie lediglich 4,4 Millionen entsprechende Verträge. Von den knapp 70 Millionen Erwachsenen hierzulande verfügt demnach nur etwa jeder Sechzehnte über eine private Pflegezusatzversicherung.
Pflegezusatzversicherung gibt es schon für einen geringen monatlichen Beitrag
Tatsächlich ist eine gute Pflegevorsorge schon für wenig Geld zu haben. Beim "PflegetagegeldBest" der Allianz etwa werden bei einem Abschluss im Alter von 35 Jahren und einem Auszahlungsbetrag von bis zu 900 Euro monatlich lediglich rund 25 Euro pro Monat fällig. Zudem lässt sich der Schutz ohne weitere Gesundheitsprüfung nachträglich anpassen. Bei der Allianz sind bis zu 4.500 Euro Pflegetagegeld pro Monat versicherbar. Viele Service- und Assistance-Leistungen sind im Tarif ebenfalls enthalten. Unter www.allianz.de gibt es mehr Informationen.
Foto: djd/Allianz/zinkevych - stock.adobe.com
Grenze von 3.000 Euro überschritten
Eigenbeteiligung im Pflegefall: "Pflegelücke" steigt von Jahr zu Jahr
Veröffentlicht am {DATE:d.M.Y : DE} unter dieser Internetadresse: http://www.genussmaenner.de/index.php?aid=92025