
Die Suchanfragen zum Trend „60 + skincare“ sind im vergangenen Jahr um 45 % gestiegen. Fresha erklärt, wie sich die Haut- und Haarpflege mit dem Alter verändern kann.
Sollte man mit über 60 noch dieselbe Beauty-Routine beibehalten, die mit 40 gut funktioniert hat? Diese Frage dürften sich viele Frauen stellen.
Neue Google-Suchtrenddaten, ausgewertet von Fresha, der weltweit führenden Buchungsplattform für Beauty und Wellness, zeigen: Die Suchanfragen zu „60 + skincare“ sind im vergangenen Jahr um 45 % gestiegen. Im vergangenen Monat wurden schätzungsweise 80 Millionen Suchanfragen verzeichnet.
Wenn sich die Haut trockener anfühlt oder das Haar feiner wirkt, kann es sinnvoll sein, vertraute Gewohnheiten zu überprüfen, statt einfach mehr Produkte zu verwenden.
Danielle Louise, Haar- und Beauty-Expertin in der Fresha-App, erklärt: „Es gibt keinen Geburtstag, ab dem plötzlich alle eine neue Beauty-Routine brauchen. Aber die Reinigung, Stylingprodukte oder Behandlungen, die mit 40 hervorragend funktioniert haben, fühlen sich mit 60 vielleicht nicht mehr richtig an. Man kann sich eine Haut wünschen, die sich angenehm anfühlt, und Haare, die gut aussehen, ohne das Älterwerden als Problem zu betrachten, das gelöst werden muss.“
1. Sanfte Reinigung statt Spannungsgefühl
Wenn sich das Gesicht nach dem Waschen gespannt anfühlt, lohnt sich zuerst ein Blick auf das Reinigungsprodukt. Mit dem Alter kann die Haut trockener werden und leichter Feuchtigkeit verlieren. Aggressive Reinigung oder sehr heißes Wasser können deshalb unangenehm sein.
Danielle sagt: „Probieren Sie ein mildes Reinigungsprodukt und tragen Sie die Feuchtigkeitspflege auf, solange die Haut noch leicht feucht ist. Wenn die leichte Lotion, die Sie seit Jahren verwenden, nicht mehr ausreicht, passt eine reichhaltigere Creme möglicherweise besser.“
2. Stärkeres Retinol ist nicht automatisch die bessere Wahl
Retinol kann bei feinen Linien und einem ungleichmäßigen Hautton helfen. Eine höhere Konzentration ist aber nicht immer die richtige Lösung, besonders bei trockener oder leicht reizbarer Haut.
„Brennen und anhaltende Schuppung sind Zeichen dafür, dass Sie Ihre Routine überprüfen sollten“, sagt Danielle. „Seien Sie besonders vorsichtig damit, zusätzlich zu Retinol mehrere Peelingprodukte zu verwenden, nur weil Sie schneller Ergebnisse sehen möchten.“
3. Sonnenschutz bleibt wichtig und gehört nicht nur ins Gesicht
Auch nach 60 lohnt es sich, die Haut vor der Sonne zu schützen, selbst wenn man mit 40 nicht regelmäßig Sonnenschutz verwendet hat. Sonnenschutz kann helfen, weitere Schäden und neue Pigmentflecken zu verhindern.
„Denken Sie neben dem Gesicht auch an Hals, Dekolleté und Handrücken“, sagt Danielle. „Verwenden Sie auf unbedeckter Haut einen Breitband-Sonnenschutz mit LSF 30 oder höher, wenn Sie nach draußen gehen. Ergänzen Sie ihn durch Schatten und schützende Kleidung.“
4. Wie oft Sie Haare waschen, hängt von der Kopfhaut ab
Es gibt keine Regel, nach der Frauen über 60 ihre Haare seltener waschen müssen. Entscheidend sollten die Kopfhaut und der Haartyp sein.
Danielle sagt: „Konzentrieren Sie sich beim Shampoonieren auf die Kopfhaut und verwenden Sie Conditioner dort, wo das Haar ihn braucht. Wenn Ihr Haar feiner geworden ist, kann ein reichhaltiger Conditioner vom Ansatz bis in die Spitzen das Volumen nehmen.“
5. Prüfen Sie, wie viel Hitze Ihr Haar ausgesetzt ist
Wenn das Haar feiner oder empfindlicher wirkt, lohnt sich ein Blick darauf, wie oft Glätteisen, Lockenstab und heißes Föhnen zum Einsatz kommen.
„Sie müssen nicht auf Styling verzichten“, sagt Danielle. „Probieren Sie eine niedrigere Temperatur, verwenden Sie Hitzeschutz und gehen Sie mit nassem Haar behutsam um. Diese Gewohnheiten können beeinflussen, wie Ihr Haar zwischen den Salonterminen aussieht und sich anfühlt.“
6. Lassen Sie dünner werdendes Haar abklären, bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel kaufen
Ein breiter werdender Scheitel kann belasten. Haarausfall kann jedoch verschiedene Ursachen haben, darunter Stress, Erkrankungen, Gewichtsverlust und Eisenmangel. Ein Shampoo oder Nahrungsergänzungsmittel kann nicht feststellen, welche Ursache vorliegt.
Danielle sagt: „Ihr Friseur oder Ihre Friseurin kann Ihnen helfen, mit Ihrem Haar so umzugehen, wie es jetzt ist. Wenn Sie sich wegen dünner werdender Haare Sorgen machen, sprechen Sie aber zuerst mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, bevor Sie Geld für Produkte ausgeben, die Abhilfe versprechen.“
7. Vergessen Sie die Idee eines altersgerechten Haarschnitts
Mit 60 muss man die Haare weder kurz schneiden noch aufhören, sie zu färben, noch das Grau herauswachsen lassen. Der passende Stil hängt davon ab, was Ihnen gefällt, in welchem Zustand Ihr Haar ist und wie viel Zeit Sie dafür aufwenden möchten.
„Bringen Sie Fotos von Frisuren mit, die Ihnen gefallen, und sagen Sie offen, wie viel Aufwand Sie betreiben möchten“, sagt Danielle. „Es gibt keinen Haarschnitt, den Sie plötzlich wegen Ihres Alters wählen müssen.“
Foto: Pixabay
Über 60?
Haut und Haare brauchen möglicherweise eine andere Pflege
Veröffentlicht am {DATE:d.M.Y : DE} unter dieser Internetadresse: http://www.genussmaenner.de/index.php?aid=92312