Wenn der Protein-Hype auf die Gelenke geht

Bei eiweißreicher Ernährung zählt der richtige Ausgleich



(djd). Protein ist derzeit buchstäblich in aller Munde: Skyr zum Frühstück, Shakes nach dem Training, zwischendurch ein Proteinriegel und abends gibt es noch Rührei mit Lachs. Was früher vor allem für Kraftsportler interessant war, ist heute zum allgemeinen Ernährungstrend geworden. Eiweißreiche Kost verspricht, lange satt zu machen und die Muskeln zu unterstützen.

Säurelast kann Schmerzempfinden beeinflussen


Bei aller Begeisterung für den Extra-Eiweißkick lohnt sich jedoch ein Blick auf die andere Seite der Ernährungsbilanz. Denn „viel hilft viel“ ist auch hier nicht unbedingt die beste Strategie. So entstehen beim Abbau von Eiweiß – vor allem aus tierischen Lebensmitteln – Säuren. Steigt die Säurelast, kann sich das unter bestimmten Bedingungen auch auf das Gewebe rund um Gelenke und Nerven auswirken. Säureempfindliche Rezeptoren an den Nervenenden könnten dadurch stärker auf Schmerzreize reagieren und Gelenkbeschwerden intensiver wahrgenommen werden.

Protein braucht Gegenspieler

„Protein ist wichtig – aber eine ausgewogene Ernährung braucht mehr“
, lautet die zentrale Botschaft von Diätologin und Autorin Barbara Haidenberger. Ihr Rat: „Wer häufig eiweißreiche Lebensmittel isst, sollte bewusst für einen pflanzlichen Ausgleich sorgen. Gemüse, Salate, Kräuter und Obst liefern basenbildende Bestandteile und wichtige Mineralstoffe.“ Maßgeblich sei nicht ein einzelnes Nahrungsmittel, sondern wie ausgewogen der Speiseplan insgesamt zusammengesetzt ist. Eine praktische Übersicht zum Säure-Basen-Gehalt von Lebensmitteln bietet beispielsweise www.basica.com. Ergänzend können auch basische Mineralstoffe wie in Basica Compact (Apotheke) eine Option sein. Diese unterstützen mit Zink die Säure-Basen-Balance, was sich auch positiv auf Gelenkschmerzen auswirken kann.

Auch Bewegung zählt

Wer Gelenkbeschwerden hat, kann darüber hinaus selbst einiges tun. Regelmäßige, an die eigenen Möglichkeiten angepasste Bewegung hält den Körper aktiv, ausreichende Erholungsphasen gehören ebenso dazu. Dabei müssen es nicht gleich große Veränderungen sein: Kleine, machbare Schritte lassen sich oft leichter dauerhaft in den Alltag integrieren. Halten Schmerzen länger an, nehmen sie zu oder schränken die Beweglichkeit ein, sollten sie ärztlich abgeklärt werden.

Foto: djd/Basica/Nicholas Felix/peopleimages.com - stock.adobe.com

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