
(djd). Halsschmerzen, Heiserkeit und Schluckbeschwerden kommen in der Erkältungssaison häufig vor. Doch wenn die Symptome länger bestehen bleiben, sollte man genauer hinschauen. Denn in seltenen Fällen können solche hartnäckigen Beschwerden auch ein Hinweis auf einen Kopf-Hals-Tumor sein. Halten sie länger als drei Wochen an, ist deshalb ärztlicher Rat gefragt.
Was sind Kopf-Hals-Tumore?
Kopf-Hals-Tumore können zum Beispiel im Rachen, am Kehlkopf, in der Mundhöhle oder im Bereich von Nase und Nebenhöhlen auftreten. Die wichtigsten Risikofaktoren sind Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum. Aber auch bestimmte berufliche Schadstoffbelastungen oder eine Infektion mit bestimmten humanen Papillomviren, kurz HPV, können das Erkrankungsrisiko erhöhen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
Frühe Erkennung kann entscheidend sein
Das Positive: Werden Kopf-Hals-Tumore früh erkannt, kann das die Behandlungs- und Heilungschancen verbessern. Deshalb ist es wichtig, mögliche Warnzeichen zu kennen und anhaltende Beschwerden ärztlich abklären zu lassen.
Auf diese Symptome achten
Als einfache Orientierung kann die sogenannte „1-für-3-Regel“ dienen. Besteht eines der folgenden Symptome länger als drei Wochen, sollte es ärztlich abgeklärt werden:
- hartnäckige Heiserkeit
- Halsschmerzen
- schmerzhaftes oder erschwertes Schlucken
- Fremdkörpergefühl im Rachen oder Hals
- Wunden im Mund oder an der Zunge, rote und/oder weiße Flecken im Mund
- einseitig verstopfte Nase und/oder blutige Absonderungen
- Ohrenschmerzen
Die passende Anlaufstelle ist beispielsweise die Hausarztpraxis, aber auch in der HNO- oder Zahnarztpraxis können Veränderungen im Mund-, Hals- und Rachenraum angesprochen werden.
Hilfreich beim Arzttermin kann eine kurze Checkliste sein, die man unter go.msd.com/arzt-checkliste herunterladen kann. So vergisst man nichts und kann sich zusätzlich eigene Fragen notieren. Im besten Fall gibt es Gewissheit, dass alles in Ordnung ist. Wenn nicht, kann eine frühe Diagnose die Behandlungs- und Heilungschancen verbessern.
Ein Betroffener berichtet
So ist es auch Dirk Rohde ergangen. Der Motorradpolizist hat am eigenen Leib erfahren, wie entscheidend ein rechtzeitiger Arztbesuch sein kann: „Ich habe Krebs im Kopf-Hals-Bereich überlebt“, erzählt er. Und mit Glück habe das nur wenig zu tun: „Denn als ich im April 2015 morgens eine Schwellung an der rechten Halsseite entdeckte, habe ich sofort gehandelt. Ich ging zum Arzt und der entdeckte einen Tumor. Frühzeitig. Rechtzeitig.“ Derzeit gilt Dirk Rohde als geheilt – und will mit seiner Geschichte auch andere ermutigen, sich bei Beschwerden rechtzeitig untersuchen zu lassen.
Foto: djd/MSD Sharp & Dohme/Shutterstock/voronaman
Über drei Wochen heiser? Besser mal checken lassen!
Was hinter anhaltenden Beschwerden im Hals-Rachenbereich stecken kann
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