
Ich hatte vor etwa 45 Jahren, also zu Zeiten der DDR, einen Hund, einen Collie. Wir waren beide glücklich, bei aller vorherrschenden Wohnungsnot hatte der Hund sein eigenes Zimmerchen, er war gut abgerichtet, blieb an jeder Straße stehen, parierte aufs Wort. Das Futter wurde noch selber zubereitet.
Wir gingen jeden Tag stundenlang spazieren, ohne Leine, ohne Maulkorb. Da er kastriert war, konnte er auch keinen Nachwuchs zeugen. Damit war er für die Besitzer von Hündinnen auch kein Problem. Wobei, Halter begegneten mir selten, es waren eigentlich nur Halterinnen. Und ganz ehrlich, einen besseren Grund für ein Gespräch, für einen Flirt als ein Hund gab es zumindest damals nicht. Da ich erst ab Mittag arbeitete, hatte ich viel Zeit. Mehr sage ich nicht.
Und heute, da muss der Hund angeleint sein und in vielen Fällen ein Maulkorb tragen. Ein Hunderhalter benutzt mehr Plastiktüten in der Woche, als ich im Quartal. Hundefutter kostet Unsummen, von Tierarztkosten ganz zu schweigen. Das Halten oder nicht pflichtgemäße Halten ist immer wieder Streitthema unter Haltern, die auch vor dem Richter landen. Ehrlich, ich weiß nicht, wer mir mehr leid tut, die Hunde oder deren Halter.
So ganz ohne Bello genieße ich mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Wolfgang, Quentin, Melanie
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Arme Hunde
… arme Halter
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