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Morgengruß von Helmut Harff: Hallo Puppe

Heute tanzen die Puppen

„Hallo Puppe“, so riefen früher – als es noch Rocker und Popper gab – die Männer den junge Mädchen hinterher. Sie stellten das weibliche Wesen an ihrer Seite mit den Worten vor: Das ist meine Puppe. Ein wahnsinniges Lob war, wenn die dann feststellten, dass Mann da eine tolle Puppe habe.

Heute wären solche Sprüche ganz sicher nicht mehr zeitgemäß, sie würden sofort als sexistisch gebrandmarkt.  So ändern sich die Zeiten und wenn man heute nach dem Begriff Puppe googelt, so erinnert sich selbst die Suchmaschine auch nicht mehr an den Begriff Puppe für eine Freundin, ein junges, hübsches Fräulein. Vielleicht ist man auch einfach nur politisch korrekt.

Und doch, heute dreht sich alles um die Puppe, zumindest, wenn es nach Mildred Seeley geht. Die gute Frau hat nämlich 1986 den Welttag der Puppe ins Leben gerufen. Es ist eigentlich verwunderlich, dass es so lange gedauert hat, bis jemand auf diese Idee kam. Schließlich zählen Puppen als Kultobjekt, aber auch als Spielzeug zu den ersten Dingen, die die Menschheit geschaffen hat. Menschen und Puppen – das gehört seit zigtausend Jahren einfach zusammen.

Und heute? Geht es nach Mildred Seeley, sollte jeder eine Zeit mit einer Puppe verbringen oder aber jemandem eine Puppe geschenkt werden. Wie war das mit den Frauen in den 1950er Jahren? „Hallo Puppe“. Wer sich nicht mit einem Püppchen aus Porzellan oder Plastik befassen möchte, tut das vielleicht lieber mit der tollen Puppe an seiner Seite. Vielleicht freut die sich aber auch, wenn man ihr eine Puppe schenkt.

Die Puppe, das ist bis heute vor allem etwas für den weiblichen Teil der Bevölkerung. In meinem Leben ist mir nur ein Mann begegnet, der Puppen – die kleinen – sammelte. Er machte aber auch das eher in männlicher Manier. Er sammelte nämlich nur ganz besondere Puppen. Es interessierte ihn nicht, ob die niedlich sind. Ihn interessierte, wem die Puppe zuvor gehörte, wer damit gespielt hat. So hatte er viele Puppen mit Zertifikat, das besagte, dass damit eben eine später prominent gewordene Frau gespielt hat. Das war mal die Queen, mal Paloma Picasso. Diese Puppen waren sicher teurer, als so manche Puppe, hinter der Männer einst hinterher pfiffen.

Aber, ansonsten sind allen Erziehungsbemühungen zum Trotz die Puppen ein Spielzeug für die Mädchen. Man muss nur einmal im Spielwaren-Kaufhaus beobachten, wohin es die Jungen und die Mädchen zieht. Mit Puppen spielen, das scheint den Mädchen doch irgendwie in die Wiege gelegt worden zu sein. Ob ich für diese Aussage wieder böse Mails bekomme?
Dann probiere ich es mal andersherum. Puppen sind wohl das Spielzeug, das Jungs, das den männlichen Teil der Menschheit massiv diskriminiert. Was ich meine? Es gibt nur ganz wenige männliche Puppen. Und wenn es männliche Puppen gibt, so haben die kaum die Haare schön, haben kaum tolle Klamotten, sind kaum tolle Kerle. Haben Sie schon mal eine Puppe mit einem Bart gesehen, den man stylen kann?

Wenn man sich mal die Puppe aller modernen Puppen sieht – ich meine selbstverständlich Barby – so hat die zwar einen Kerl namens Ken, doch der ist ein dumpfer Typ mit Sixpack. Ken ist ein total armer Tropf, der so gut wie nichts hat. Die Superfrau Barby hat dagegen so gut wie alles. Armer Ken.

Wie wäre es, wenn die Gutmenschen in diesem Land am heutigen Welttag der Puppen sich dafür einsetzen, dass endlich auch im Puppenbereich die Geschlechtergerechtigkeit einzieht.

Ich rufe jetzt meine tolle Puppe – die Beste Frau der Welt - , denn gleich sind die Brötchen aufgebacken und der Kaffe durchgelaufen. Kurz, es gibt Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und viel Spaß mit den Puppen.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 11.06.2019

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