Stadt, Land, Auto

Porsche-Quote in Städten um 23 Prozent höher



Understatement auf dem Land, Protz in der Stadt? Zumindest teilweise, denn in deutschen Städten liegt der Porsche-Anteil um 23 Prozent höher als in ländlichen Gegenden. Die größte Diskrepanz zeigt sich jedoch bei einem ganz und gar nicht protzigen Modell: Smarts sind in Städten um 87 Prozent häufiger als im ländlichen Raum. 


Auch im Fahrverhalten gibt es Unterschiede. Landbewohner fahren nicht nur mehr, sondern teilen ihr Auto auch häufiger als Städter. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Vergleichsportals Verivox.

Marken: Dacia auf dem Land – Smart und Porsche in der Stadt

Porsche in der City, Dacia auf dem Dorf: Eine Analyse der bei Verivox abgeschlossenen Kfz-Versicherungen zeigt, dass Porsche-Fahrzeuge in Städten zu 23 Prozent häufiger sind als auf dem Land. Am höchsten ist der Unterschied allerdings bei Smart. Der Anteil des Kleinstwagenherstellers an den versicherten Fahrzeugen liegt in Städten 87 Prozent höher als auf dem Land. Auf dem Land entscheiden sich Autofahrer hingegen häufiger für Dacia: Der Anteil der Marke ist hier um 36 Prozent höher als in Städten.

Die Vorliebe der Landbewohner fürs Robuste spiegelt sich auch bei den Fahrzeugarten wider. Hier glänzen Transporter (Anteil um 26 Prozent höher) und Geländewagen (21 Prozent). In Städten ist wiederum der Anteil von Fahrzeugen der Oberklasse um 31 Prozent höher. Auch Sportwagen sind bei Städtern beliebt: Sie sind zu 12 Prozent häufiger in einem Sportflitzer unterwegs als Landbewohner. Allerdings sind Stadtbewohner offenbar vor allem praktisch veranlagt: Fahrzeuge der Mini-Klasse sind hier im Vergleich zu ländlichen Gebieten ebenfalls zu 32 Prozent überrepräsentiert.

Kleine Modelle punkten in der Stadt

Auffallend viele Kleinwagen finden sich auch unter den Modellen, die bei Städtern beliebter sind als bei der Landbevölkerung. Der Smart Fortwo gilt als typisches Stadtauto und ist mehr als doppelt so häufig (119 Prozent) in urbanen Gebieten unterwegs wie im ländlichen Raum. In den Städten sind außerdem häufiger Honda Jazz (54 Prozent), Kia Picanto (49 Prozent) und Nissan Micra (46 Prozent) gemeldet.

Das ist nicht nur für die Parkplatzsuche praktisch: „In Städten gibt es mehr Unfälle. Das spiegelt sich häufig auch in den Regionalklassen wider“, sagt Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. „In der Vollkaskoversicherung können kleine Autos wegen des niedrigeren Neuwerts günstiger sein.“

Landbewohner fahren mehr und teilen häufiger

Landbewohner sind stärker aufs Auto angewiesen als Städter. So legen Autofahrer aus ländlichen Gebieten auch rund 1.400 Kilometer mehr im Jahr zurück als Stadtbewohner.

Auch weitere Daten unterstreichen die höhere Bedeutung des Autos auf dem Land. Zum einen liegt der Anteil der 18- und 19-jährigen Versicherungsnehmer auf dem Land um 53 Prozent höher als in der Stadt. Zum anderen ist auf dem Land auch der Anteil der Versicherungsnehmer mit Zugriff auf weitere Fahrzeuge um 25 Prozent höher. Zudem ist die Zweitwagen-Quote auf dem Land zu 33 Prozent höher. Landbewohner teilen außerdem häufiger: Der Anteil von Fahrzeugen, die von mehreren Personen genutzt werden, ist um 19 Prozent höher.

„Wie teuer die Versicherung mit weiteren Fahrern wird, hängt stark von deren Alter und Fahrerfahrung ab“, sagt Aljoscha Ziller. „Junge Fahranfänger und Senioren treiben die Kosten in die Höhe, Zusatzfahrer im mittleren Alter haben hingegen kaum Auswirkungen auf den Beitrag.“ 

Foto: Pixabay

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