Die aktuellen Gesundheitsnachrichten von 6. November 2026 mit Michael Weyland

Thema heute: Der Mausarm



Als ich mich mit unserem heutigen Thema, dem Mausarm, beschäftigt habe, fielen mir außer dem Tennisarm spontan keine weiteren Begriffe dieser Art ein. Aber: Golfer leiden oft am Golferarm, Handballer oder Speerwerfer am Werferarm, um nur zwei Beispiele zu nennen. Unter dem Mausarm leiden oft Menschen, die am Computer arbeiten.



Als ich mich mit unserem heutigen Thema, dem Mausarm, beschäftigt habe, fielen mir außer dem Tennisarm spontan keine weiteren Begriffe dieser Art ein. Aber: Golfer leiden oft am Golferarm, Handballer oder Speerwerfer am Werferarm, um nur zwei Beispiele zu nennen. Unter dem Mausarm leiden oft Menschen, die am Computer arbeiten.

Prof. Dr. Joachim Grifka, Leiter der Forschungsstelle Orthopädie und Ergonomie an der OTH Regensburg erklärt, warum der Begriff gar nicht zu 100% stimmt.

Prof. Dr. Joachim Grifka
Bildschirmarbeitsplätze sind aus unserem Alltag in Beruf und Freizeit nicht wegzudenken. Aber die Computermaus ist oft nicht schuld an den Schmerzen an Hand und Arm. Sehnenscheidenentzündung wie früher beim Schreibmaschinenschreiben gibt es nicht mehr, dafür aber Schmerzen, die beim Arbeiten am Bildschirm den ganzen Arm betreffen, vom Handrücken bis zur Schulter ziehen und bei jeder Bewegung in Hand und Ellbogen Gelenkschmerzen machen, ja, oft auch in Ruhe.

Die Ursache dieser speziellen Schmerzen ist oft eine andere, als man vermutet.
Prof. Dr. Joachim Grifka
Grund ist nur teilweise die Computermaus, und zwar dann, wenn die Finger nicht ausgestreckt auf beiden Tasten liegen, sondern wegen einer zu kleinen Mausoberfläche ständig gekrümmt werden müssen. Der häufigste Grund für diese Schmerzen beim Arbeiten am Bildschirm ist eine zu niedrige Position der Ellbogen bzw. zu hohe Schreibtischplatte beim Schreiben. Der Mausarm hat also nichts mit dem Schreibtischstuhl zu tun, sondern mit der Haltung der Arme.

Der Entstehung dieser Schmerzen kann man aber durchaus entgegenwirken, wenn man folgende Regeln beherzigt.

Prof. Dr. Joachim Grifka

Für ein problemloses Schreiben sollen die Ellbogen leicht oberhalb der Tischplatte und Tastatur sein und die Unterarme mit den Händen leicht nach unten gerichtet sein, quasi automatisch auf die Tasten fallen, ohne dass sie von den Muskeln an Arm und Hand hochgehalten werden müssen. Die ständige Muskelentspannung beim konstanten Hochhalten der Hände verursacht die Anspannung bis in die Schultern. Im Englischen spricht man von Repetitive Strain Injury (RSI).

Ein guter Tipp ist es, sich den Patientenratgeber „Gesund im Home-Office und Büro“ von Prof. Grifka zu besorgen, den es überall im Buchhandel zu kaufen gibt. Neben den gerade genannten Ratschlägen finden sich dort viele weitere Tipps zum Arbeiten am Schreibtisch, dazu Entspannungsübungen und Muskelübungen mit Videoanleitungen und Hinweise zum richtigen Schreibtischstuhl. Vorbeugen ist besser, als später zu kurieren!

Den kompletten Beitrag können Sie auch nachhören oder downloaden.

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