
(djd). Ob heimische Wildkatzen, geübte Schlittenhunde oder schillernde Libellen: Im Kontakt mit Tieren erlebt der Mensch die Natur mit allen Sinnen. Auch Kinder lassen sich oft fürs Wandern begeistern, wenn sie dabei Tieren nah kommen. Zwischen Harz, Weserbergland und Emsland führen abwechslungsreiche Routen mitten hinein in die Lebensräume heimischer und außergewöhnlicher Tierarten.
Luchse erleben im Harz
Wer zum ersten Mal einem ausgewachsenen Luchs gegenübersteht, staunt über seine Größe: Die Wildkatzen reichen Erwachsenen bis zur Hüfte. Im Luchsgehege im Nationalpark Harz trennt nur ein Drahtzaun Mensch und Tier. Hier lassen sich die scheuen Pinselohren häufig beobachten, besonders gut bei einer Fütterung. Das frei zugängliche Auswilderungsgehege ist der Höhepunkt der Luchstour, die in einer großen Runde von Bad Harzburg auf die Rabenklippe führt. Mit der Burgberg-Seilbahn lässt sich der fünfstündige Premiumwanderweg abkürzen. Auf dem Weg vom Burgberg-Plateau zum Luchsgehege stehen Holzliegen an Aussichtsplätzen, der Abstieg führt durchs Eckertal an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze entlang, und unterwegs laden Waldgaststätten zu Harzer Spezialitäten ein. Unter www.reiseland-niedersachsen.de ist ein interaktiver Tourenplaner zu finden.
Huskytrekking im Hochsolling
Ganz anders, aber nicht weniger eindrucksvoll sind tierische Erlebnisse im Weserbergland. Die Wildnisfarm in Silberborn ermöglicht Begegnungen mit skandinavischen Tieren. Beim Huskytrekking wird jeder Teilnehmer per Bauchgurt und Flexileine mit dem Geschirr eines Huskys verbunden, der mit leichtem Zug beim Gehen durch den Naturpark Solling-Vogler unterstützt. Die geführten Touren sind unterschiedlich lang, beginnen mit dem Kennenlernen der Hunde und enden mit einer Kuscheleinkehr samt Abschiedsfoto. Bei ganztägigen Ausflügen kommen Picknickpausen und ein Lagerfeuer dazu. Wenn im Winter genug Schnee liegt, sind auch rasante Schlittentouren möglich: Dann verwandelt sich der wilde Hochsolling zum kleinen Schweden mitten in Deutschland.
Mit den Libellen durchs Moor
Noch ruhiger geht es in den Moorlandschaften des weitläufigen Emslands zu, nahe der niederländischen Grenze. Die stillen Gebiete sind wichtige Rückzugsorte für heimische Libellen. Von April bis Oktober umschwirren sie die Wandernden im ehemals größten Moorgebiet Westeuropas. Sechs neue Aktivpfade führen durch den Naturpark Bourtanger Moor: Auf den familienfreundlichen Rundwegen verteilen sich Mitmachstationen, Rätsel und Spiele. Am Libellenpfad erläutern Schautafeln das Leben der Flugakrobaten. Libellen können bis zu 50 Stundenkilometer schnell fliegen, aber auch in der Luft stehen, Loopings und sogar rückwärts fliegen.
Foto: djd/TourismusMarketing Niedersachsen/Ole Anders
Tierische Wanderwege
Intensive Naturerlebnisse zwischen Harz, Weserbergland und Emsland
Veröffentlicht am: 12.05.2026
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