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Morgengruß von Helmut Harff: Was der Bauer nicht kennt

… frißt er nicht

Ja, ja, der Volksmund ist manchmal etwas drastisch, doch er spricht ebenso oft die Wahrheit.

Einerseits gibt es in Deutschland zumindest in größeren Städten viele Restaurants mit internationaler, manchmal sogar exotischer Küche. Wir bekommen – mal im Laden, mal online – relativ einfach auch recht exotische Lebensmittel zu kaufen. Und doch sind viele bei dem, was sie essen und trinken nicht sehr wählerisch.

Das sieht man schon im Supermarkt. Da kaufen wir zumeist, was wir kennen. Das ist ja auch kein Problem. Sehr viele unter uns wollen aber auch im Urlaub essen und trinken, was man von Hause aus gewöhnt ist. Hier gilt eben „Was der Bauer nicht kennt, frißt er nicht“. Na, vielleicht probiert man mal einen lokalen Wein, einen lokalen Schnaps oder man bestellt schon mal ganz mutig eine Paella. Die kennt man aber schon seit Jahrzehnten vom Spanier um die Ecke. Hoffentlich schmeckt die aber auch wie vom Koch um die Ecke zuhause.

Nun können sehr viele „Bauern“ dieses Jahr frohlocken. Der Corona-Krise sei Dank, werden die meisten den Urlaub auf Balkonien, im Garten, auf dem Campingplatz – zumindest aber im eigenen Land verbringen. Da kann man zumindest sicher sei, dass es überall Schnitzel mit Pommes gibt. Selbstverständlich kann man auch in Deutschland sehr exotisch essen. Ich denke da an einen Halben Hahn, an Saumagen, an Himmel und Erd oder Labskaus – um nur vier regionale Spezialitäten zu nennen.

Das gute beim Urlaub ist für viele Männer auch, dass sie überall ihr gewohntes Bier bekommen. Ja, „Was der Bauer nicht kennt, säuft er auch nicht“. Und das verstehe ich nun ganz und gar nicht. Hierzulande werden so 5.000 bis 6.000 Biersorten gebraut, wie auf bier.de nachzulesen ist. Schön, die gibt es nicht immer und überall, aber überall gibt es sogenannte Kirchturmbrauereien, die alle ihre ganz speziellen Biere brauen, die es alle verdienen, probiert zu werden. Ach ja, als Kirchturmbrauereien bezeichnet man solche Brauereien, die ihr Bier vor allem so weit liefern, wie man vom heimischen Kirchturm sehen kann.

Mit diesen regionalen Bieren ist das manchmal so wie mit den Urlaubsweinen. Die schmecken vor allem da, wo man sie gekeltert hat und zu regionalem Essen. Das gilt eben auch für die Biere. Zu Seefisch oder Labskaus möchte ich kein Weißbier trinken, zum Halben Hahn eben kein herbes Pilz. Gerade Urlaub in mehr oder weniger heimischen Gefilden ist dafür prädestiniert, zu probieren, was die Heimat an Genüssen zu bieten hat. Wenn man das mal durchziehen will, so müsste man sehr, sehr lange in Deutschland Urlaub machen und das eben nicht nur in den touristischen Hotspots.

Ich habe aber nicht nur im Urlaub Lust auf mir bis dato unbekannte Biere. Ja, ich lade mir schon mal einen Kasten Bier von unterwegs ins Auto. Ich suche aber auch bei meinem Bierhändler – nicht im Supermarkt – immer wieder nach neuen Sorten. Man kennt mich und so bekomme ich das eine oder andere Bier empfohlen. Klar, nicht alles schmeckt – wie sollte es auch. Auch in den Gaststätten suche ich nach lokalen Bieren, wenn es nicht sogar das aus der eigenen kleinen Brauerei gibt.

Wer in großen Städten lebt oder diese bereist, der muss nur mal hier oder da einkehren und kann so sehr viele Biere entdecken. Mir ging das mal so in Brüssel. In der Nähe des Hauptbahnhofs gibt es  eine Lokalität, in der es irrsinnig viele Biere vom Fass gibt, dass ich jeden Tag irgendwann da landete. Ohnehin ist die belgische Hauptstadt ein Eldorado für Bierliebhaber. Aber, solche Biertempel gibt es auch hierzulande. Die Suche lohnt sich.

Vielleicht noch ein Tipp für alle, die auf Essen stehen, das sie zu kennen glauben: Machen Sie durch Berlin mal eine Tour von Currywurst-Bude zu Currywurst-Bude oder das gleiche in München von Weißwursttempel zu Weißwursttempel. Sie werden erstaunt sein, wie unterschiedlich allein diese beiden Würste schmecken können. Ach ja, versuchen Sie dabei, viele Strecken zu Fuß oder zumindest mit dem Rad zurück zulegen – letzteres nur, wenn sie weitgehend auf Alkohol verzichten. Ansonsten müssen Sie im Urlaub auch noch shoppen gehen – wenn die Hose dann zu sehr kneift.

Ich bin auch beim Frühstück mit der Besten Frau der Welt auf nichts festgelegt. Mal sehen, wofür ich mich heute entscheide.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und Gesundheit.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Rosina, Alram, Ulrich

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 11.06.2020

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