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Mona Lisa – perfektes Aussehen auf Kosten der Natur

5 Zusammenhänge zwischen Schönheitsidealen und ihre Auswirkung auf die Natur



Die Mona Lisa von Leonardo da Vinci ist schlechterdings eines der bekanntesten, wenn nicht gar das bekannteste Gemälde überhaupt.

Um die Entstehung ranken sich zahllose Mythen. Ein bis heute ungelöstes Rätsel ist ihr Lächeln. Zwar ist dieser Gesichtsausdruck heutzutage völlig normal, und das nicht erst seit der enorm weit verbreiteten Selfie-Kultur. Zur Zeit der Entstehung der Mona Lisa allerdings (Experten datieren das Bild auf 1503) war das Lächeln der portraitierten Person absolut unüblich.

Womit wir schon mitten im Thema sind. Smartphone-Künstler Rocco Indovina geht hier der Frage nach, wie die Mona Lisa heute aussähe, wenn sie komplett den aktuellen Schönheitsidealen genügen würde.

Mona Lisa als Blaupause für Photoshop und Bildkorrektur

Der legendäre Status der Mona Lisa liegt nicht zuletzt darin begründet, dass die darin Gemalte eigentlich als zu schön erscheint, um eine Sterbliche darzustellen. Bei einer biblischen bzw. geistigen Person hätte Leonardo da Vinci aber niemals wagen können, sie mit einem Lächeln auszustatten. Diese übernatürliche Schönheit macht einen der Hauptreize dieses Bildes aus. Viele menschliche Darstellungen von heute nehmen sich diese Art des perfektionierten Abbilds gewissermaßen als Modell, ohne sich dabei explizit auf die Mona Lisa zu beziehen. Das Gemälde hat sich über die Jahrhunderte hinweg so stark in unserem Kosmos der Wahrnehmung verankert, dass wir es schon gar nicht mehr merken. Man kann daher mit Fug und Recht behaupten, dass Leonardo da Vinci gewissermaßen die technischen Methoden der Bildkorrektur von heute vorweggenommen hat. Was das betrifft, ist sein Gemälde also nach über 600 Jahren immer noch hochaktuell.

In der Darstellung des schönen Menschen sind Makel tabu

Wie bei Leonardo auch ist das Abbilden von Makeln im Gesicht von Personen in der Werbung, auf Modefotos und dergleichen heutzutage ein regelrechtes Tabu. Nicht zuletzt deswegen boomt die Schönheitskosmetik, genauso wie die Schönheitschirurgie. Dabei wird nicht nur der Makel als solcher, sondern auch das Bestreben danach, ihn zu beseitigen, in der Gesellschaft fast tabuisiert. Eine Studie zeigt, dass fast 24 Prozent der Männer mit niemandem über eine entsprechende Behandlung sprechen, wohingegen es bei Frauen nur elf Prozent sind. Dabei hat heutzutage absolut jeder ein Recht auf Schönheit. Das ist wiederum ein löblicher Unterschied und vor allen Dingen auch ein Fortschritt im Vergleich zu der Zeit von Leonardo da Vinci, wo es im Grunde nur die Heiligen waren, die auf den Gemälden schön erschienen, Menschen aus dem Volke wurde jahrhundertelang durch Hässlichkeit abgegrenzt.

Das ideale Geschöpf im Bildwerk verewigt

Wenn es nun stimmt, dass Leonardo da Vinci, wie viele annehmen, mit der Mona Lisa seinen Idealtypus von Frau gemalt hat, ist dieser dann rein subjektiv oder entsprach er dem Zeitgeist? Zumindest die große und bis heute anhaltende Wirkung des Bildes zeigt ja, dass er damit in gewisser Weise einen Nerv getroffen haben muss. In der Bilderflut, in der wir heute leben, ist es nahezu undenkbar, dass eine einzige Darstellung einer Person der Menschheit ein derartiges Rätsel aufgeben kann. Denn mittlerweile wissen wir, dass Schönheit rein gar nichts mit Reichtum zu tun hat und auch nicht mit Heiligkeit. Die Meinungen darüber, was schön ist, gehen soweit auseinander, dass es für einen Künstler schlechterdings unmöglich ist, diesbezüglich einen Volltreffer zu landen. Was nicht heißen soll, dass die Darstellung menschlicher Schönheit von vorne herein ein sinnloses Unterfangen wäre. Aber es müssten mehrere Mona Lisas sein.

Schönheit ist immer in Bezug auf das eigene Selbst zu sehen

Zwar gibt es Menschen, die mit der Motivation zum Schönheitschirurgen gehen, genauso wie eine berühmte Persönlichkeit, beispielsweise ein Sänger oder ein Model, aussehen zu wollen. Dies ist dann allerdings nur ein Ausdruck eines subjektiven und keines kollektiven Schönheitsideals. Ähnlich verhält es sich mit denjenigen, die den Chirurgen aufsuchen, um ein Muttermal oder dergleichen zu entfernen. Diese sind ja mit ihrem Aussehen im Großen und Ganzen zufrieden, es stört sie halt nur dieser eine Fleck. Die Mona Lisa wiederum erweckt den Eindruck, mit sich im Reinen zu sein. Und das macht, eigentlich ungeachtet ihres Aussehens, einen weiteren wesentlichen Aspekt ihres Reizes aus.

Mona Lisa - perfektes Aussehen auf Kosten der Natur

Die Mona Lisa erweckt beim Betrachter den Eindruck, von Natur aus schön zu sein. Niemand käme bei ihr auf die Idee eines chirurgischen Eingriffs, zumal es derartige Kliniken zu Beginn des 16. Jahrhunderts auch noch gar nicht gab. Die Natur wiederum, und damit haben viele Menschen heutzutage zu kämpfen, schafft nicht immer alles so perfekt, wie wir es gerne hätten. Den Schönheitschirurgen wird es sogar oft vorgeworfen, auch denjenigen, die die Behandlung auf sich nehmen, dass sie mit der natürlichen Schöpfung unzufrieden seien.

Fazit
Bis heute gibt uns die Mona Lisa Rätsel auf. Das Schönheitsideal, das sie verkörpert, ist einem sehr differenzierten Ideal gewichen, welches unmöglich auf eine Formel zu bringen ist. Die Menschen von heute, bei denen anders als zu Leonardos Zeiten jeder das Recht auf Schönheit hat, müssen nicht denken, wider die Natur zu handeln, wenn sie ihr Erscheinungsbild korrigieren möchten.

 


Veröffentlicht am: 06.09.2021

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