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Heldinnen der Straße August 2022: Lätitia Watzlaw und Giulia Jurasek

Die 19-Jährigen halfen einem Motorradfahrer



Auf dem Weg nach Hause werden die beiden Abiturientinnen Lätitia Watzlaw und Giulia Jurasek Zeuginnen eines Motorradunfalls – und halfen sofort. Für ihren vorbildlichen Einsatz hat der Automobilclub von Deutschland (AvD) im Rahmen seiner Verkehrssicherheitsaktion die beiden jungen Frauen als „Heldinnen der Straße“ des Monats August ausgezeichnet.


Die beiden 19-jährigen Schülerinnen waren Anfang Mai gut gelaunt auf der Autobahn 66 von Hanau in Richtung Gründau unterwegs gewesen, um bei Giulia Jurasek zu Hause noch für die Abiturprüfungen zu lernen. Es war kurz vor 16 Uhr, die Rushhour begann und der Verkehr auf der A 66 zog sich langsam zum Stau zusammen. Im Bereich der Anschlussstelle Langenselbold passiert es dann: Vor den beiden Freundinnen übersah ein 17-jähriger Motorradfahrer, der mit seinem gleichaltrigen Sozius unterwegs war, dass der Verkehr mittlerweile zum Stehen gekommen war und krachte mit seinem 125er-Leichtkraftrad in das Heck eines Autos.

Als die jungen Frauen die am Boden liegenden Motorradfahrer wahrnahmen, reagierten und handelten sie beherzt und geistesgegenwärtig: „Wir haben sofort angehalten, ein Warndreieck aufgestellt, um alles abzusichern und haben sofort telefonisch Hilfe gerufen“, erinnert sich Giulia Jurasek. Mit ihren noch frischen Erste-Hilfe-Kenntnissen reagierten die Abiturienten ohne zu überlegen wie aus dem Lehrbuch. Während die eine sich um den gestürzten Fahrer kümmerte, sah die andere nach dem Beifahrer. Beide Verunglückten waren zwar ansprechbar, standen aber unter Schock, waren verwirrt und zitterten stark. Der Beifahrer klagte über starke Schmerzen im Bein und blutete, wollte aber nicht bewegt werden. Wieder taten die beiden 19-Jährigen das Richtige: Sie holten Decken, Wasser und Taschentücher aus dem Auto und blieben dann bei den Verletzten, um sie zu beruhigen.

Da keine Rettungsgasse gebildet wurde, hatten die Einsatzkräfte Mühe, zur Unfallstelle vorzudringen. Erst in den Minuten des Wartens realisierten Lätitia Watzlaw und Giulia Jurasek auch, in welcher Gefahr sie sich selbst befanden. „Während wir uns um die Verletzten kümmerten, fuhren weiter die Autos an der Unfallstelle vorbei“, sagt Lätitia. Und das nicht langsam und auch nicht sehr vorsichtig: „Manche fuhren sehr zügig gefühlt einen Meter am Kopf des Bikers vorbei.“ Giulia ergänzt: „Das empfanden wir als respektlos und haben uns gewundert, dass niemand die Verantwortung übernahm, die Unfallstelle zu blockieren.“ Etwa mit einem abgestellten Fahrzeug mit Warnblinkanlage.

Auch als die professionellen Helfer vor Ort waren, unterstützten die beiden Frauen die Sanitäter, indem sie Kochsalzlösungen für die venösen Zugänge hielten. Nach und nach ging es den beiden Motorradfahrern zum Glück wieder besser.

„Für uns war es keine Frage, anzuhalten. Die beiden Fahrer waren in etwa in unserem Alter, wir hatten große Empathie. Weil wir auch Motorrad fahrende Freunde haben, war es für uns eine Selbstverständlichkeit, zu helfen“, erklärt Lätitia mit ein paar Wochen Abstand zu dem Unfall. Was sie aber bis heute nicht so ganz verstehen können: Warum außer ihnen – und einer weiteren Frau – niemand angehalten hat und so viele Autofahrer teilweise recht eng und schnell an der Unfallstelle vorbeigefahren sind. „Wir waren auch sehr unsicher in dieser Situation, aber wir haben nicht lange überlegt und einfach geholfen“, sagt Lätitia Watzlaw. Und Giulia Jurasek fügt hinzu: „Es ist nicht zu unterschätzen, in so einer Situation zu helfen, weil viele nicht wissen, wie sie reagieren, was sie tun sollen. Für solche Situationen, in die jeder kommen kann, ist es sicher sinnvoll, wenn man seinen Erste-Hilfe-Kurs alle paar Jahr auffrischt.“

Der AvD sucht jeden Monat engagierte Ersthelfer wie die beiden Abiturientinnen. Vorschläge können gerne per Mail unter dem Stichwort „Held der Straße“ eingereicht werden: HdS@avd.de. Unterstützt wird die Aktion von der Zeitschrift „Auto Straßenverkehr“. (aum)

Foto: Autoren-Union Mobilität/AvD

 


Veröffentlicht am: 31.08.2022

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