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Umfrage zur Prävention von Einsamkeit

Nachbarschaftliches Engagement wirkt



Eine aktuelle Umfrage der nebenan.de Stiftung unter 84 ehrenamtlichen Organisationen zeigt, dass persönliche Begegnungen wie Nachbarschaftstreffen, offene Cafés und gemeinsame Aktivitäten besonders wirksam sind, um Einsamkeit vorzubeugen. 

Einsamkeit ist längst kein Randthema mehr: Zivilgesellschaftliche Organisationen begegnen dem Thema regelmäßig in ihrer Arbeit und sehen lokale Nachbarschaftsangebote als zentrale Präventionsmaßnahme. Gleichzeitig stoßen viele Initiativen an zeitliche, finanzielle und strukturelle Grenzen. Gefördert wurde die Befragung durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt.

Einsamkeit ist für Engagierte und zivilgesellschaftliche Organisationen kein Randthema, sondern Alltag

Knapp zwei Drittel der befragten Organisationen (>66%) geben an, dem Thema Einsamkeit in ihrer Arbeit regelmäßig bis sehr stark zu begegnen. Einsamkeit wird damit nicht als abstraktes gesellschaftliches Problem wahrgenommen, sondern als konkrete Herausforderung im direkten Kontakt mit Menschen vor Ort.

Nachbarschaft wirkt – Organisationen sehen lokale Angebote als zentralen Schutzfaktor gegen Einsamkeit

Nachbarschaftliches Engagement wird von den befragten Organisationen mehrheitlich (über 79%) als wirksames oder sehr wirksames Mittel eingeschätzt, um Einsamkeit zu verhindern oder zu reduzieren. Besonders niedrigschwellige, persönliche Begegnungsformate, die soziale Teilhabe im direkten Lebensumfeld ermöglichen, gelten als effektiv.

Gegen Einsamkeit setzen Organisationen vor allem auf persönliche Begegnung 

Organisationen nennen vor allem klassische Formate wie Nachbarschaftstreffen, offene Cafés, Gruppenangebote oder gemeinsame Aktivitäten. Diese Maßnahmen sind etabliert, gelten als wirksam. Auch wenn man Organisationen fragt, welche Angebote sie idealerweise umsetzen würden, zeigt sich: Der Wunsch entspricht weitgehend der Realität. Meist geht es darum, bestehende Angebote auszubauen, z. B. durch zusätzliche Öffnungstage, erweiterte Programme oder inklusivere Formate. Gleichzeitig stoßen viele Organisationen an personelle, finanzielle oder organisatorische Grenzen.

Das Engagement ist da – aber es fehlt an Zeit, Geld und struktureller Unterstützung

Die Umfrage zeigt, dass viele Organisationen einen hohen eigenen Anspruch haben, zur Prävention von Einsamkeit beizutragen. Gleichzeitig sehen sie sich jedoch durch strukturelle Hürden – etwa begrenzte Zeit und Ressourcen bei Haupt- und Ehrenamtlichen (79 %), fehlende finanzielle Mittel (63%) oder mangelnde politische Unterstützung (36%) – daran gehindert, ihre Angebote auszuweiten oder professioneller zu gestalten. Auch fehlende geeignete Treffpunkte sowie zu wenig Bekanntheit von bestehenden Angeboten sind ein Hindernis (jeweils 29%)

Gewünscht werden langfristige, verlässliche Strukturen und mehr Unterstützung

Die Umfrage zeigt, dass Organisationen langfristige, verlässliche Strukturen für wirksames Engagement gegen Einsamkeit als zentral ansehen. Besonders wichtig sind dabei regelmäßige, verlässliche Angebote (85 %), gesicherte finanzielle Mittel (79 %) und zentrale Ansprechpartner:innen (78 %). Außerdem werden niedrigschwellige Zugänge für alle Zielgruppen (76 %), die Sichtbarkeit der Angebote (67 %) und eine gute Vernetzung im Sozialraum (66 %) betont.

Die Antworten machen deutlich: Einsamkeit lässt sich nicht durch punktuelle Aktionen bekämpfen, sondern durch dauerhafte soziale Infrastruktur – etwa verlässliche Treffpunkte, koordinierende Anlaufstellen, gut geschulte Ehrenamtliche und eine enge Vernetzung im Quartier.

Neben einer gesicherten Finanzierung wünschen sich Organisationen vor allem Vernetzung und Austausch mit anderen Akteur:innen (43 %), um ihre Arbeit gegen Einsamkeit wirksamer zu gestalten. Weitere Unterstützungsbedarfe entfallen mit rund 76 % der Nennungen auf Beratungsangebote, Schulungen und Praxisleitfäden.

Katharina Roth, Geschäftsführerin der nebenan.de Stiftung zu den Ergebnissen: „Die Umfrage bestätigt, was wir in unserer täglichen Arbeit erleben: Nachbarschaftliches Engagement wirkt. Das bestärkt uns darin, unsere Mission konsequent weiterzuverfolgen und Menschen vor Ort dabei zu unterstützen, Begegnung und Zusammenhalt zu ermöglichen.“

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 04.02.2026

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