
Gestern war ich unfreiwillig Beobachter eines Streites zwischen Mutter und pubertären Tochter. Es ging lautstark hin und her, bis der Teenager rief: „Ich hasse Dich“. Ruhe, denn beide sind irgendwie erschrocken.
„Ich hasse Dich“. Das erinnerte mich zuerst an den Song der Band Deutsch-Österreichisches Feingefühl (DÖF) aus dem Jahr 1983, in dem es heißt „Seit 2.000 Jahren lebt die Erde ohne Liebe. Es regiert der Herr des Hasses.“ Gut, wer der Herr des Hasses sein soll, daran erinnere ich mich nicht, doch dass vielfach der Hass regiert, ist ja wohl kaum zu bestreiten. Der regiert auch viel länger als seit 2.000 Jahren. Ich kann mich nicht erinnern, jemanden entgegen geschleudert zu haben „Ich hasse Dich“. Doch das heißt nicht, dass ich das Gefühl nicht kennen, wie auch. Hass ist etwas, was uns Menschen ausmacht. Das zeigt auch die Hass-Definition von Wikipedia. Demnach ist der Hass ein intensives Gefühl der Abneigung und Feindseligkeit. Hass wird als Gegenpol zur Liebe betrachtet.
Kann nur hassen, der auch lieben kann? Sagt das aufmüpfige Töchterchen vielleicht schon morgen zur Mutter, das sie sie liebt? Ich will es hoffen, denn Hass – auch das weiß jeder – frisst genau wie Angst die Seele auf, um einen Filmtitel zu zitieren. Wer von seinem Hass beherrscht wird, der wird schneller krank und einsam.
Hass? Nein, ich liebe mein Frühstück und vor allem die Beste Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Renate, Désirée, Alma
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Ich hasse Dich!
… wer hat das noch nie gedacht?
Veröffentlicht am: 23.05.2026
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