
Wer mit Tomaten, Gurken, Radieschen und was es da noch so alles im Supermarkt gibt, aufwächst, bleibt leider ein Geschmacks-Analphabet. Das trifft auch auf Frischeprodukte wie Eier, Fleisch oder Fisch zu. Warum? Alles wurde produziert, muss massenkompatibel sein und man muss damit auch noch Geld verdienen können.
Schön, Schweine, Rinder, selbst Hühner und erst recht Fisch wird man als Privatmann kaum selber halten können, wollen. Doch bei Gemüse verhält sich das ganz anders, das kann man selber anbauen. Dafür ist selbstverständlich der Garten die erste Wahl, auch wenn ich immer mehr fest bewohnte Grundstücke sehe, in denen sich eine Blume langweilt und der Mähroboter das Sagen hat. Doch auch wer keinen Garten hat, kann zum Kleingärtner werden, auf der Terrasse, dem Balkon, dem Fensterbrett oder – gemeinsam mit anderen – auf dem Hof.
Doch warum sich die Finger schmutzig machen, wenn man alles im Supermarkt kaufen kann? Der Grund ist ganz einfach – um nicht ein Geschmacks-Analphabet zu bleiben, um nicht einen Geschmacks-Analphabeten groß zu ziehen. Im letzeren Fall gilt dann leider: Was Fritzchen nicht lernt, lernt Fritz nimmermehr. Das wäre nicht nur schade, das ist eine auch die eigene Gesundheit beeinträchtigende Entwicklung. Wer nicht weiß, wie Tomaten, Gurken oder Radieschen, wie Salat, wie grüne Bohnen und Co. wirklich schmecken, der ist auch mit Fertigkost zufrieden.
Ich bin jetzt mit meinem Frühstück mit der Besten Frau der Welt zufrieden. Da gibt es Tomaten, Gurken und Radieschen aus dem Garten.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Steven
Foto: eigen
Morgengruß von Helmut Harff: Geschmack kann man nicht kaufen
… es sei denn der Kollege ist ein Hobbygärtner
Veröffentlicht am: 15.08.2026
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