
Gestern berichtete ich hier von der Premiere der Oper „AscheMOND oder The Fairy Queen“ am Staatstheater Cottbus. Da kam ein Satz vor, der mir nicht aus dem Kopf geht. Gut, von solchen Sätzen gab es einige, ich meine diesen: „Wenn der Tod tot ist, hört das Sterben auf.“
Was für ein Satz! Mein erster Gedanke war, dass das stimmt. Der Tod, Gevatter Tod und dessen Überlistung beschäftigt die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Unzählige Märchen und Sagen beschäftigen sich genauso damit wie zugezählte Bücher – Romane wie Sachbücher.
Was passiert, wenn der Tod tot ist und das Sterben aufhört? Alles was lebt, bleibt am Leben, wohl über den Sanktnimmerleinstag hinaus. Das heißt, dass sich niemand mehr um die Erhaltung der Art kümmern muss, Sex also obsolet ist. Wenn niemand mehr stirbt, wird auch keiner mehr gefressen, es isst also auch niemand mehr – zumindest nichts, was heute noch stirbt.
Was wird das für ein Leben sein, in der alles Lebende am Leben bleibt, aber alles andere nach wie vor den Weg alles Irdischen geht? Heißt das, dass Kriege dann von selber aufhören? Man kann den Gegner ja nicht vernichten, der ist ja unsterblich. Man kann nur um das kämpfen, was kein Leben hat. Doch macht das Sinn? Gut, Krieg macht nie Sinn und doch sterben viele bei der Jagd nach einem besseren Leben. Doch führt das Aufhören von Sterben zu einem besseren Leben, ist Unsterblichkeit nicht unendlich viel schlimmer als ein noch so grausamer, noch so sinnloser Tod? Ich meine ja, denn es gäbe ja kein Nachwachsen. Ohne den Tod wären wir tot – und das gilt für das gesamte Leben.
Voller Leben genieße ich mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Sonntagsfrühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Wolfram
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Kann der Tod sterben
… Operngedanken
Veröffentlicht am: 25.01.2026
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