
Keramik als moderne Kunstform: Nachdem Salzkammergut Keramik bereits Entwürfe des Malers und Designers Wolfgang von Wersin wiederaufleben ließ, folgt nun eine weitere ikonische Neuauflage.
Das zu Gmundner Keramik gehörende Label relauncht eine Vase, die der populäre Keramikkünstler Franz Josef Altenburg in den 1970er-Jahren geschaffen hat – und demonstriert damit die anhaltende Strahlkraft einer ganzen Designära.
Erneuerer der Keramikkunst
Er war eine der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen Keramik: Franz Josef Altenburg (1941-2021), Urenkel von Kaiser Franz Josef I., verstand das Material nie als bloßes Handwerk, sondern als eigenständiges künstlerisches Medium. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Skulptur und Gefäßkunst und zeichnen sich durch eine ruhige, oft archaisch wirkende Ästhetik aus. Zeit seines Lebens zeigte er sich von funktionaler Architektur beeinflusst: Charakteristisch für seine Arbeiten sind geschichtete oder gestapelte Strukturen und reduzierte Oberflächen, wobei Ton, Glasur und Brennprozess stets sicht- und spürbar bleiben. Altenburgs Werke wurden schon früh in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt und befinden sich bis heute in bedeutenden Kunstsammlungen.
Entwürfe für Gmundner Keramik
Ab den späten 1960er-Jahren gehörte Altenburg auch der Gruppe H an: Die Werkgemeinschaft, zu der unter anderem Wolfgang von Wersin und Anton Raidel gehörten, war Teil der Gmundner Keramik Manufaktur und verfolgte das Ziel, die traditionelle, oft dekorative Geschirrproduktion um eine dynamische, anspruchsvolle Formensprache zu erweitern. Die teils jahrhundertealten Keramiktechniken sollten dabei bewahrt und zugleich neue Wege der künstlerischen Gestaltung erkundet werden. Bis in die 1990er-Jahre hinein schuf er dort Unikatkeramiken und Entwürfe für Serienproduktionen der Gmundner Keramik.
Wiederauflage eines Vasenklassikers
Als Hommage an diese Zeit lässt Salzkammergut Keramik nun eine der Arbeiten, die Franz Josef Altenburg damals kreiert hat, neu auflegen. Die Vase stammt ursprünglich aus dem Jahr 1974: Mit ihrer schlichten, architektonisch anmutenden Form und der feinen, diagonalen Linientextur entspricht sie ganz dem Ansatz der Gruppe H, gekonnt zwischen Skulptur und Gebrauchsgegenstand zu vermitteln. Eine pastellige Farbpalette aus Flieder, Salbeigrün, Eisblau, Weiß und Dunkelgrau matt unterstreicht den unaufdringlichen, zeitlosen Charme des Entwurfs. Erhältlich ist der Vasenklassiker in drei Größen – 20, 30 und 40 Zentimeter – und bereichert damit jedes Zuhause um eine stilvolle Note.
Rückkehr eines Klassikers
Salzkammergut Keramik legt Vase von Franz Josef Altenburg neu auf
Veröffentlicht am: 07.05.2026
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