
(djd). Eben noch döste die Hauskatze faul auf dem Sofa. Doch kaum rollt eine Papierkugel über den Boden, ist sie hellwach: Der Blick fixiert das vermeintliche Beutetier, der Körper geht in Lauerstellung und schon folgt der Sprung. Spielen ist für Katzen weit mehr als bloßer Zeitvertreib. Es sorgt für körperliche und geistige Beschäftigung, spricht natürliche Instinkte an und kann die Bindung zwischen Mensch und Tier stärken.
Den inneren Jäger wecken
Bereits Kätzchen erlernen beim Spiel alles, was sie für die spätere Jagd wissen müssen. Sie schleichen sich an, springen, greifen zu und verfolgen bewegliche Objekte. Dieser natürliche Jagdtrieb bleibt auch bei erwachsenen Katzen erhalten – selbst wenn der Futternapf regelmäßig gefüllt wird. „Hinter jedem Stubentiger steckt ein Jäger mit scharfen Sinnen und blitzschnellen Reflexen. Spielen ist gelebtes Jagdverhalten und damit ein wichtiger Baustein für die Gesundheit und Fitness einer Katze“, erklärt Ricarda Gürne von Das Futterhaus.
Beim Spielen bewegen sich die Tiere, beanspruchen ihre Muskulatur, trainieren Gleichgewicht und Koordination und bauen überschüssige Energie ab. Gleichzeitig ist Köpfchen gefragt: Katzen beobachten genau, lauern auf den richtigen Moment. „Besonders reine Wohnungskatzen profitieren vom Spiel, da ihnen viele Reize fehlen, die Freigänger draußen ganz selbstverständlich erleben“, so Ricarda Gürne. Wie viel Spielzeit braucht eine Katze? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Alter, Gesundheitszustand und Charakter spielen eine Rolle. Viele Tiere bevorzugen mehrere kurze Spieleinheiten über den Tag verteilt. Als Orientierung können fünf bis 15 Minuten pro Einheit dienen. Junge Katzen haben in der Regel einen deutlich größeren Bewegungs- und Spieldrang als ältere Tiere.
Spielen beugt Langeweile vor
Kommt der Spieltrieb dauerhaft zu kurz, macht sich schnell Langeweile breit. Einige Katzen können dann antriebslos wirken, andere entwickeln unerwünschte Verhaltensweisen. Sie zerkratzen Möbel, lauern Menschen beim Vorbeigehen auf oder beschäftigen sich übermäßig intensiv mit ihrem Fell. Solche Veränderungen können unterschiedliche Ursachen haben und sollten deshalb nicht vorschnell allein auf Langeweile zurückgeführt werden. Ausreichende Beschäftigung gehört dennoch unbedingt zu einer guten Katzenhaltung. Geeignetes Katzenspielzeug und eine individuelle Beratung finden Katzenhalter im Fachhandel. Unter www.futterhaus.de gibt es zudem Tipps, welche Spiele Katzen besonders mögen. Gut geeignet sind etwa Spielangeln, deren Bewegungen eine flüchtende Beute nachahmen. Auf die Jagd sollte ein Erfolgserlebnis folgen: Katzen möchten ihre Beute am Ende auch fangen und festhalten.
Foto: djd/www.futterhaus.de/Lindemann
Spielerisch zum Katzenglück
Stubentiger benötigen Abwechslung, um fit und ausgeglichen zu bleiben
Veröffentlicht am: 15.08.2026
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