
Wenn wir in Deutschland eines können, dann ist es, über alles und jedes und über alle und jedem zu reden. Dinge zu zerreden scheint fast eine Bürgerpflicht zu sein. Alle reden also über alles.
Stimmt das? Wenn dem so wäre, würde man nicht ständig über die um sich greifende Einsamkeit reden. Einsam sind demnach Alte genau wie Junge, Alleinstehende wie Paare, Kinderlose wie Großfamilien. Warum ist das so? Da fällt mir ein immer wieder gehörter Satz ein: Keiner ruft mich an. Mag sein, doch warum greifen so Greinende nicht selber zum Handy? Warum redet man nicht – auch mit völlig Unbekannten?
Es klingt seltsam, aber in einem so diskussionsfreundlichen Land wie Deutschland hat man es augenscheinlich verlernt, einfach mal so miteinander zu reden. Das tut nicht weh und mehr als keine Antwort zu bekommen, droht auch nicht.
Nun könnte man ja meinen, dass die heute beginnende Fußball-Weltmeisterschaft der Männer das ändert. Man trifft sich beim Public Viewing oder in der Kneipe um die Spiele gemeinsam zu sehen, sich gemeinsam zu freuen oder zu ärgern. Schön wäre es, doch wie Vergleich.org ermittelte, bleiben die meisten Fußballfans lieber im heimischen Fernsehsessel sitzen – vielfach eben alleine, vielleicht auch einsam.
Was hilft, wenn nicht einmal mehr der Fußball seine verbindende Funktion mehr wahr nehmen kann?
Ich genieße jetzt meine Frühstückssabbelei mit der Besten Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Paula, Barnabas, Alice, Udo
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Sprachlosigkeit überwinden
… ein Schritt aus der Einsamkeit
Veröffentlicht am: 11.06.2026
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