
Es wird ja von vielen Seiten propagiert, dass Wohneigentum, vor allem das eigene Haus die beste Altersversorgung ist. Man investiert unendlich viel Geld, aber auch Zeit und Arbeitskraft in so eine Immobilie. Wenn schon nicht die eigenen Kinder, so haben die Enkel dort Laufen gelernt. Man hat dort gefeiert und auch Tränen sind manchmal geflossen.
So weit so gut oder doch nicht? Was, wenn die Treppen ins Haus oder im Haus zu einem unüberwindlichen Hindernis werden, weil einen Gebrechen ausbremsen. Was wenn der Rasenmäher zum Rollator, der Weg zum Briefkasten zu einem belastenden Ausflug wird? Ist dann die Immobilie, das Haus immer noch ideal für das Alter? JA, aber nur, wenn man die Gefühle hinten an stellt und rationale Gedanken Oberhand gewinnen. Das heißt, wenn man sich von dem geliebten Haus trennt, es verkauft und sich nach einer alters- einer behindertengerechten Bleibe umsieht. Eine, die es erlaubt, auch mobilitätseingeschränkt sein Leben so weit es geht zu genießen.
Ja, man muss sich vom geliebten Eigenheim trennen. Doch das muss man ohnehin, wenn man es nur noch sehr eingeschränkt nutzen kann, wenn man den Garten nicht mehr wie gewohnt pflegen, gestalten kann. Das tut mehr und länger weh, als ein klarer Schnitt. Der kommt ohnehin, denn bekanntlich hat das letzte Hemd ja keine Taschen.
Doch muss das so sein? Eigentlich nicht, wenn man beim Bau oder Kauf einer Immobilie zumindest auch daran denkt, dass so ein Haus altersgerecht – das heißt auch rollstuhlgerecht – ist. Das bedeutet ja keine Einschränkung, sondern nur ein realistisches Vorausdenken.
Ganz realistisch ist jetzt meine Vorfreude auf mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Viktor, Samuel, Gereon, Valerie
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Besitzen oder leben?
Da verstehe einer die Leute
Veröffentlicht am: 10.10.2026
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