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Die Spielgrafik hat heute einen höheren Stellenwert

Arno Miller, Sprecher der Jury des Spielgrafikpreis GRAF LUDO im Interview

Seit 13 Jahren vergibt die Leipziger Messe modell-hobby-spiel (30. September bis 2. Oktober 2022) den Spielgrafikpreis GRAF LUDO und ehrt damit herausragende Spielgrafiken. In diesem Jahr erhalten „Krake beim Schneider“ (Schönste Kinderspielgrafik) und „Glow“ (Schönste Familienspielgrafik) den Preis.

Auf der modell-hobby-spiel können alle nominierten und die prämierten Spiele im GRAF LUDO Forum bestaunt und getestet werden.

Wir haben mit Arno Miller, Sprecher der Jury, über die Preisträger gesprochen, was eine gute Grafik kennzeichnet und wie sich der Spielmarkt aktuell entwickelt.

Lieber Arno, warum braucht es überhaupt einen Spielgrafikpreis GRAF LUDO?
Arno Miller:
Die Entwicklung eines Spiels ist ein komplexer Prozess, der sehr viel Kreativität bedarf – und das auf zwei Ebenen. Einerseits muss natürlich eine gute Spielidee her. Auf der zweiten Ebene muss die Gestaltung eines Spiels herausstechen. Nur eine attraktive Packung motiviert auch zum Griff ins Verkaufsregal. Darüber hinaus zieht eine gelungene Grafik den Spieler in eine thematische, spannende Welt. Und: Nicht zuletzt dient die Grafik dazu, den Spielmodus besser zu verstehen. Nur wenn Icons, Spielfiguren und Spielpläne übersichtlich und zugleich ansprechend gestaltet sind, kann das Spiel funktionieren. Spielidee und Spielgestaltung sind also für den Erfolg gleichermaßen wichtig. Während es aber für erstere zahlreiche Wettbewerbe gibt, ist der GRAF LUDO der einzige Preis, der das Augenmerk auf die Spielgrafik legt.

Worauf achtet ihr bei der Auswahl der Nominierten und Preisträger?
Arno Miller:
Im Laufe unserer Juryarbeit haben wir eine detaillierte Checkliste entwickelt. Im ersten Schritt schauen wir auf die Schachtel und das Cover: Trifft es die Spielidee? Motiviert es zum Losspielen? Der zweite Blick geht dann auf die Rückseite der Schachtel sowie die Spielanleitung: Erklären beide verständlich, worum es geht und motiviert die Gestaltung zum Spielen?

Und dann geht’s an das Herzstück: das Spielmaterial?
Arno Miller:
Genau. Jeder von uns prüft das Spielmaterial bis ins kleinste Detail: Ist es originell, passen die Elemente zusammen, ist es handwerklich gut gemacht und unterstützt die Grafik die Spielidee? Natürlich spielen wir auch alle Spiele an, um die Grafik sozusagen auf Herz und Nieren zu prüfen. Bei unseren Jurysitzungen folgt unseren Einschätzungen oft eine intensive Diskussion. Aber gerade das macht die Juryarbeit ja so spannend.

„Krake beim Schneider“ und „Glow“ sind die diesjährigen Gewinner. Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Arno Miller:
„Krake beim Schneider“ ist erstmal ein normales Memospiel. Das Spielprinzip ist bekannt, aber dank der Grafik wird es zu einem wirklich witzigen Spiel. So müssen die Spieler nicht zwei genau gleiche Bilder finden, sondern eine Geschichte zusammenfügen, die dank eines mit feinem Humor gespickten Reims vervollständigt wird. Bei manchen Paaren muss man also ganz schön um die Ecke denken, was die Freude bei dieser ja eigentlich ganz schlichten Spielidee enorm steigert. Darüber hinaus ist die Verpackung wirklich originell. Hier wurde die Geschichte der Krake, die zum Schneider geht, fortgesetzt. Alle Karten verschwinden in einem Nähkästchen, aus der man wiederum vielleicht die ein oder andere Geschichte plaudert. Wirklich wunderbar.

Und „Glow“? Es scheint auf den ersten Blick fast trist.
Arno Miller:
Aber nur auf den ersten Blick, denn die schwarzweiße Anmutung ist bereits die perfekte Umsetzung der Spielidee. Bei „Glow“ geht es darum, eine Fantasiewelt, in der es weder Licht und Farbe gibt, wieder zum Leuchten zu verbringen. Kleine Farbsprenkel deuten die Spielaufgabe an, bunte Würfel helfen bei der Rückgewinnung von Licht und Farbe. Alles ist bis ins letzte Detail durchdacht. Nicht zuletzt sticht die Gestaltung von „Glow“ gerade aus der kunterbunten Welt heraus und wird so im Spielregal ganz sicher auffallen.

Welche Entwicklung hat die Spielgrafik in den letzten Jahren genommen?
Arno Miller:
Die Spielgrafik hat heute einen höheren Stellenwert. Verlage legen mehr Wert darauf, renommierte Grafiker einzusetzen – und das aus aller Welt. Dadurch kommen neue kulturelle und unterschiedliche handwerkliche Einflüsse in die Spiele – angefangen vom Cover bis zu den Details des Spielmaterials. Das sieht man deutlich und ist für den Markt enorm bereichernd. Gerade im Bereich der Familienspiele gibt es immer wieder innovative, mutige Gestaltungen. Kinderspiele werden hingegen oft noch sehr klassisch umgesetzt. Ein Ausbruch aus den Konventionen würde hier sicher das Interesse steigern.

Für einen Spieleexperten wahrscheinlich keine einfache Frage: Was spielst du gerade am liebsten?
Arno Miller:
Für den Moment kann ich das sehr gut sagen: „Scout“. Es ist ein kleines Kartenspiel mit einer sehr originellen Spielidee, die man sofort versteht und viel Spaß macht – übrigens auch dank einer sehr guten Spielgrafik.

 


Veröffentlicht am: 23.09.2022

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