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07.03.2021

 

 

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Highlights der 58. Auktion

... für historische Wertpapiere der HWPH

Sehr geehrte Sammlerfreunde, 

in unserer 58. Auktion am 30. Januar 2021 präsentieren wir zahlreiche Highlights der Scripophily. Neben Spitzenstücken aus Russland kommen viele interessante Stücke aus Deutschland, Europa und den USA unter den Hammer. Nachfolgend eine Auswahl:

Katalogübersicht
Los 148: Synagoge in Malin
Malin, Oktober 1858, Actie für die zu erbauende Synagoge in Malin über 5 Gulden Conv. Münze, #211, 11,2 x 28 cm, weinrot, schwarz, grau, extrem dünnes Papier, kleine Randschäden, OU, Text in Deutsch, Einzelstück beim Einlieferer, R12!
Malin, auch Malyn geschrieben, ist eine Stadt im Osten der ukrainischen Oblast Schytomyr. Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Stadt eine Synagoge, zwei jüdische Gebetshäuser sowie ein jüdisches Krankenhaus.
Los 556: Erste Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik in Prag (Prvni Cesko-Moravská Továrna na Stroje v Praze)
Prag, 04.03.1871, Gründeraktie über 200 Gulden Ö. W., #4632, 40,7 x 28,4 cm, oliv, braun, DB (Falz mit 10 cm Einriss), Knickfalten, zwei Randeinrisse (bis 2 cm), sonst EF, extrem dekorativ, R10!
Die Gesellschaft wurde 1871 als Erste Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik zur Erzeugung von Maschinen für die Zuckerindustrie gegründet. Ab 1900 wurden Lokomotiven gebaut, ab 1903 wurden zudem Gasmotoren hergestellt. 1907 wurde gemeinsam mit Ringhoffer die Prager Automobilfabrik gegründet. Diese wurde 1908 komplett eingegliedert. Später firmierte die Gesellschaft als Ceskomoravska-Kolben-Danek. Heute noch besteht die Gesellschaft unter der Firma CKD!
Los 598: Gucci Group N. V.
Rotterdam, New York, o. D., Specimen über Shares á 2,23 niederländische Gulden, o. Nr., 20,5 x 30,6 cm, braun, schwarz, Perforation, Knickfalten, etwas verknittert, kleine Randeinrisse, herrlich gestaltete Aktie mit einer Rundvignette, die einen Arbeiter bei der Herstellung einer edlen Handtasche zeigt sowie einer Vignette des Doms von Florenz (Santa Maria del Fiore).
1921 eröffnete Guccio Gucci in seiner Heimatstadt Florenz einen kleinen Laden für Lederwaren und Handtaschen. Seine Nachkommen wandeln die Gesellschaft 1982 in eine AG um. Heute gehört die Firma mehrheitlich zum Luxusgüterkonzern Pinault-Printemps-Redout.
Los 680: Mercedes Company Limited
London, 23.06.1904, 5 Shares á £ 1, Zertifikat-#2261, Aktien-#9558-62, 41,2 x 26,5 cm, rot, schwarz, weiß, Knickfalten, KB, herrliche Vignette mit dem ersten Mercedes.
Die 1900 gegründete englische Firma fungierte als Verkaufsgesellschaft für Mercedes. Sie war die erste, welche die Autos in England und auch im sonstigen Ausland vertreiben und auch mit dem Namen Mercedes firmieren durfte.
Los 773: Societa’ Anomima Italiana per L’Impianto E L’Esercizio Del Giardino Zoologico in Roma (Zoo Rom)
Rom, 18.03.1909, Gründeraktie über 10 x 100 Lire, #334, 24,5 x 37,4 cm, braun, oliv, beige, KB, Randbordüre mit vielen Tierabbildungen, Schmitz/Metzger 41.3. Das 10er-Nominal ist extrem selten! R10!
Am 05.01.1911 eröffnete Ernesto Natha, Bürgermeister von Rom, nach nicht einmal zwei Jahren Bauzeit den ersten Zoo von Rom. Bereits 1909 gründete er hierzu die o.g. Gesellschaft. Das Grundkapital in Höhe von einer Million Lire wurde auf 10.000 Aktien verteilt. Im Zuge des Ersten Weltkriegs geriet der Zoo in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Um den Tierpark nicht schließen zu müssen, ging dieser am 20.11.1917 in den Besitz der Stadt Rom über.
Los 885: Compagnie Impériale & Royale Octroyée d'Assurance - de Commerce & d'Escompte
Triest, 01.05.1783, Action de 1.000 Florins, #136, 33,6 x 22 cm, schwarz, beige, Druck auf Büttenpapier, Knickfalten, sonst EF, ausgestellt auf Michel de Knyff aus Antwerpen, Mitglied einer belgischen Adelsfamilie, er wurde 1756 von Kaiserin Maria Theresia 1756 zum Ritter geschlagen, Originalsignaturen der Gründer Verpoorten und Belusco, nach unseren Recherchen sind nur die #35, #104, #132, #136, #252, #273 und #274 bekannt, R9!
In ihren hochfliegenden Plänen war die Habsburger Monarchie oft auf das Geld der reichen Antwerpener Bankiers und Großkaufleute angewiesen, die damals zu den österreichischen Niederlanden gehörten. Die Compagnie Impériale & Royale Octroyée d’Assurance - de Commerce & d’Escompte erhielt am 15. Januar 1782 ihre königliche Genehmigung. Die Gründer Verpoorten und Belusco wollten sich mit der Gesellschaft in zahlreichen Bereichen betätigen. So sollte der Handel mit Zucker und mit Trockenfischen, eine Bank und eine Seeversicherungen mit 13 internationalen Büros betrieben werden. Das auf vier Millionen Florins veranschlagte Kapital wurde nicht komplett aufgebracht. Da half es auch nichts, dass sowohl in Wien als auch in Antwerpen versucht wurde, Geld aufzutreiben. Hinzu kam, dass die Versicherung bald Verluste machte und angeschlagen war. Den Todesstoß versetzte 1786 aber eine unglückliche Spekulation mit Trockenfisch. In der Folgezeit wurden die Direktoren wegen Falschbuchungen und Wirtschaftens in die eigene Tasche vor Gericht angeklagt.
Los 886: Compagnie Impériale et Royale d’Assurance d’Anvers
Antwerpen, 14.01.1756, Action de 1.000 Florins, #1054, 38,5 x 24,8 cm, schwarz, beige, Druck auf Büttenpapier, Rand etwas gebräunt und mit kleinen Einrissen, sonst EF, papiergedecktes Siegel mit Wappen, Kupferstichvignette mit dem Wappen der Österreichischen Niederlande, Originalsignatur von James Dorner, dem Gründer der Gesellschaft, die älteste Versicherungsaktie der Welt! R8!
Die Versicherungsgesellschaft von Antwerpen wurde von einem der bedeutendsten Kaufleute seiner Zeit, James Dormer, gegründet. Das Unternehmen sollte vornehmlich Versicherungspolicen für den Seehandel ausgeben, der den Reichtum von Antwerpen und den anderen wichtigen Handelsstädten der Österreichischen Niederlande begründet hatte. Dieses Projekt wurde sehr stark von Kaiserin Maria Theresia gefördert, die auch persönlich die Genehmigung zur Errichtung der Gesellschaft gab.
Los 895: Monte non vacabile del Sale della Città di Firenze
Florenz, 1699, Monte non vacabile del Sale über 5 Luoghi (á 100 Dukaten), o. Nr., 18.2 x 24.2 cm, schwarz, beige, Druck auf Pergament, papiergedecktes Siegel, Knickfalten, OU, etwas verfärbt, Wappen, rechts und links drei Brote, #2 nach Hielscher. R8.
Alle italienischen Vorgründerstaaten (das heutige Italien entstand erst 1861 und 1870) und hier vor allem die Kirche, hatten großen Finanzbedarf. Dabei machte die Toskana mit ihrer Hauptstadt Florenz keine Ausnahme. Die Anleihe ist neben dem geschichtlichen Hintergrund und dem Alter auch aufgrund ihrer Gestaltung interessant. Die Medici waren durch Bankgeschäfte reich geworden und erlangten 1434, zunächst ohne Fürstentitel, die Herrschaft über Florenz. 1531 wurden sie Herzöge von Florenz und 1569 Großherzöge der Toskana. So wurden sie schließlich zur reichsten und politisch bedeutendsten florentinischen Familie. Der Name Medici wurde zu einem Synonym für ungeheuren Reichtum. Lesen Sie hierzu auch: „Die florentinischen Monti“ von Prof. Dr. Udo Hielscher, erschienen im Verlag der HWPH AG.
Los 899: Real Compañia de la Habana
Madrid, 05.05.1791, Accion de 250 Pesos de á 128 Quartos, #2396, 34,3 x 25,5 cm, schwarz, beige, DB, OU, leichte Knickfalte längs, minimalst fleckig, sonst EF, Auflage 3.600 Stück, Kipfer E89, Ganzkupferstich, uns sind nur 14 Exemplare dieser frühesten Aktie mit Kuba-Bezug bekannt! Absolute Rarität! R8.
Die Gesellschaft wurde 1789 in Madrid mit einem Grundkapital von 900.000 Pesos gegründet, eingeteilt in 3.600 Aktien zu je 250 Pesos. Auf Geheiß von König Karl III. sollte die Gesellschaft die Bodenschätze auf der Insel Kuba ausbeuten und ins Mutterland Spanien importieren. Sie war die letzte der großen Real Compañias, also der königlichen Gesellschaften. Die Tätigkeit der Gesellschaft lässt sich bis in die 1940er Jahre nachweisen.
Los 916: Aktiengesellschaft Zoologischer Garten in Hamburg
Hamburg, Februar 1922, Namensaktie über 2.000 Mark, später auf 20 GM umgestempelt, #790, 37,4 x 26,5 cm, rot, türkis, ocker, schwarz, Knickfalten, eine mit 1 cm Einriss, weiterer 1 cm Randeinriss, Schmitz/Metzger #22.5, laut „Zoologische Gärten als Kapitalgesellschaften“ weniger als 5 Stücke bekannt, R10!
Der Zoologische Garten in Hamburg gehörte zu den ersten zoologischen Einrichtungen, die in der Form einer Aktiengesellschaft im 19. Jahrhundert in Deutschland gegründet wurden. Bekannte Vertreter der Stadt Hamburg, darunter Baron Ernst von Merck, H. A. Meyer und Konsul Schiller bildeten am 28. Januar 1860 ein provisorisches Komitee zur Gründung einer Zoologischen Gesellschaft mit dem Ziel, einen Zoologischen Garten in Hamburg zu eröffnen. Der Hohe Senat der Stadt Hamburg genehmigte der Gesellschaft die unentgeltliche Benutzung eines Geländes am Hamburger Dammtor über den Zeitraum von 50 Jahren. Der 15 Hektar große Zoo wurde unter der Anleitung des bekannten Zoologen Alfred Edmund Brehm angelegt. Bereits 1862 gab es eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Aquariums. 1864 gab es eine weitere Kapitalerhöhung zur Finanzierung eines großen Wintergebäudes. Um den Bau eines Restaurants sowie einen neuen Konzertsaal zu finanzieren, wurde 1889 eine Anleihe über 500.000 Mark aufgelegt. Der Zoologische Garten von Hamburg war im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts wegen seiner prächtigen Anlagen und des großen Tierbestands einer der führenden in Deutschland. Im Mai 1907 erhielt der „alte“ Hamburger Zoo durch den Tierhändler Carl Hagenbeck einen Konkurrenten, der im Stadtteil Stellingen einen weiteren Tierpark eröffnete, der nach modernen Prinzipien als Freigehege angelegt und durch natürliche Grenzen von anderen Gehegen abgetrennt war. Durch den weiterhin bestehenden Handel Hagenbecks wechselten ständig die Tiere, was die Attraktivität des Zoos erhöhte. Diese Konkurrenz und die mittlerweile schlechte Lage im Geschäftsviertel der Hansestadt führten zu einem Nachlassen der Besucherzahlen und zur Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation, so dass der Zoo im Jahr 1930 geschlossen werden musste. (Quelle: Schmitz/Metzger, Zoologische Gärten als Kapitalgesellschaften)
Los 917: Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft
Berlin, 22.08.1890, Aktie über 1.000 Mark, später auf 100 RM umgestempelt, #12018, 24,5 x 29,3 cm, grün, braun, Knickfalten, kleine Klammerlöcher, KR, Bezugsrechtsstempel, Faksimile-Signatur Emil Rathenau, von dieser Emission, die nicht einmal in der legendären Sammlung von Erwin Hesselmann enthalten war, ist seit 14 Jahren nur ein weiteres Exemplar (#13214) bekannt. R11!
Die Gesellschaft wurde 1883 als Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität von Emil Rathenau gegründet. Dieser lernte beim Besuch der Weltausstellung in Philadelphia die wegweisenden Erfindungen von Thomas A. Edison kennen. Es gelang ihm, die Patente für Deutschland zu erwerben. 1887 erfolgte die Umfirmierung in Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft. Zu ihrer Blütezeit war die AEG einer der weltgrößten Elektrokonzerne. 1982 musste die Gesellschaft Insolvenz anmelden. 1985 übernahm Daimler die Gesellschaft und löste sie 1996 auf. Stand AEG früher noch für „Aus Erfahrung Gut“, so spottete man nach dem Daimler-Flopp nur noch „Ans Ende Gelangt“.
Los 961: Deutsche Festspiel-Stiftung Bayreuth
Bayreuth, 22.05.1922, Namens-Patronatsschein über 1.000 Mark, #2809, 34 x 27 cm, grün, blau, schwarz, DB, 2 cm Einriss, kleine Randeinrisse, Ecke oben rechts beschädigt (alles mit Japanpapier restauriert), gestaltet nach einem Entwurf von Franz Strassen, mit Ansicht des Schauspielhauses und Portrait von Richard Wagner, R8.
Mitten im berühmten Börsen- und Gründungsboom der Jahre 1870 bis 1873 gab der Komponist Richard Wagner, inspiriert von einem Gründer, Patronat-Scheine zur Finanzierung seines Traums aus: Festspiele in Bayreuth. Den Finanziers winkte eine besondere „Dividende“: Sie erhielten Eintrittskarten für die Uraufführung des Ring des Nibelungen. Richard Wagner signierte den Patronat-Schein persönlich. Bayreuth ist in aller Welt vor allem wegen der alljährlich im Sommer stattfindenden Festspiele bekannt. Die Bayreuther Festspiele sind das Werk Richard Wagners. Doch bis es zu den ersten Festspielen kam, war es ein langer Weg. Bereits im Jahr 1850, also 26 Jahre vor den ersten Festspielen, deutete Wagner die Festspielidee an. Diese waren für Wagner die Voraussetzung für eine Aufführung des Ring des Nibelungen. In den folgenden Jahren wurden sowohl Zürich als auch Weimar als Orte für die Festspiele erwogen. Doch wie sollten die Festspiele finanziert werden? Wieder einmal war das liebe Geld gefragt. Geldsorgen waren aber für Wagner nichts Neues. 1837 verließ er Königsberg in Richtung Riga, wo er eine Dirigentenstellung annahm und sich vor seinen Gläubigern sicher fühlte. Bereits zwei Jahre später verlor er seine Stellung in Riga, überschritt zusammen mit seiner Frau - erneut aus Furcht vor seinen Gläubigern - heimlich die russisch-ostpreußische Grenze und fuhr mit dem Schiff Thetis nach London. Die Finanzierung schien greifbar als ihn 1864 König Ludwig II von Bayern nach München rief. Er träumt von einem Festtheater in München und möchte an der Isar den Ring des Nibelungen uraufführen lassen. Die Pläne Wagners und des Königs ließen sich nicht vereinbaren. Am 16. April 1871 bereiste Wagner erstmals Bayreuth. Es gefällt Wagner so gut, dass er sich niederlässt und hier seine Festspiele plant. Noch vor der Grundsteinlegung am 22. Mai 1872, kümmert er sich um die (Anschub-)Finanzierung seiner Idee. Bereits im Februar legt er Patronat-Scheine auf. Durch Zahlung von 300 Thaler erwarb der Inhaber des Scheins die Rechte eines Patrones der in Bayreuth zu bewerkstelligenden drei vollständigen Aufführungen des Bühnenspieles Der Ring des Nibelungen. Auf dem Patronat-Schein hat auch Friedrich von Feustel signiert. Der Bayreuther war durch Unternehmertum zu Wohlstand gekommen, er war die Bayreuther Symbolfigur der Gründerzeit. Doch das Geld aus den Patronat-Scheinen reichte nicht. 1874 stand die Idee vor dem Aus. Doch König Ludwig II. sprang erneut ein. Am 13. August 1876 fanden schließlich die ersten Festspiele statt. Über Richard Wagner: Richard Wagner wurde 1813 in Leipzig geboren. Er war das neunte Kind des Polizeiaktuarius Carl Friedrich Wagner und der Bäckerstochter Johanna Rosine Wagner. Ab 1831 studierte er an der Universität Leipzig Musik. Zu seinen Werken zählen der Fliegende Holländer, Tannhäuser, Tristan und Isolde, die Meistersinger von Nürnberg, der Ring des Nibelungen sowie Parsifal. Wagner starb 1883.
Los 1000: Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen in Berlin
Berlin, Apirl 1899, 4 % Teilschuldverschreibung über 500 Mark, Lit. A, #5589, 37 x 26,2 cm, braun, blau, schwarz, oliv, DB, KR, leichte Knickfalten quer, kleine Randeinrisse, uns bisher unbekannte und früheste Ausgabe, nur zwei Exemplare (#5589 und #5590) wurden gefunden!
Die Gesellschaft wurde am 13.04.1897 gegründet. Sie betrieb Bahnlinien im Groß-Berliner Stadtgebiet. Auf Initiative des Berliner Stadtrats Ernst Reuter fusionierte die Gesellschaft am 10.12.1928 mit der Großen Berliner Straßenbahn AG und der ABOAG zur Berliner Verkehrs-AG. 1938 wurde die Firma als Berliner Verkehrs-Betriebe (BVG) ein Eigenbetrieb der Stadt Berlin.
Los 1167: Stadtgemeinde Freiburg im Breisgau
Freiburg im Breisgau, 26.02.1919, 4 % Schuldverschreibung über 2.000 Mark, Serie B, #1538, 34,2 x 24 cm, grün, schwarz, DB, Knickfalte quer, Erhaltung EF, grandiose Gestaltung mit Ansicht des Freiburger Münsters, rückseitig ist das Freiburger Rathaus abgebildet, aus einer alten Sammlung, R10!
Los 1214: Sammlung Realwert-Anleihen [90 Stück]
Sammlung aus 90 Realwert-Anleihen.
Deutschland Anfang der 1920er-Jahre: Aufgrund des Friedensvertrages von Versaille, der 1919 geschlossen wurde, musste Deutschland Reparationszahlungen in Goldmark, Devisen und Sachgütern an die Siegermächte, insbesondere Frankreich, abführen. Diese Zahlungen waren nicht von der Inflation betroffen. Im Januar 1920 hatte die Mark gegenüber dem US-Dollar bereits nur noch ein Zehntel des Wertes vom August 1914. Ein Ende war nicht in Sicht. Im Oktober 1921 stand die Mark bei einem Hundertstel und im Oktober 1922 sogar nur noch bei einem Tausendstel ihres US-Dollar-Gegenwertes vom August 1914. Weil die Reichsregierung nicht mehr in der Lage war die Reparantionszahlungen zu leisten, kam es zur Ruhrbesetzung durch französische und belgische Truppen. Die deutsche Regierung rief zum Ruhrkampf auf. Um die Streikenden bei Laune zu halten, wurden ihnen entsprechende finanzielle Hilfen ausgezahlt – in einer Mark, die sich durch die von der Regierung betriebene Geldvermehrung immer rascher entwertete. Damit begannen die Monate der Hyperinflation. Immer schneller vollzog sich die Abwertung gegenüber dem US-Dollar, bis schließlich im November 1923 der Kurs für einen US-Dollar 4,2 Billionen Mark entsprach. Die Hyperinflation führte zu einer Flucht in Sachwerte, wohingegen Geldwerte wie Bargeld oder Anleihen nahezu wertlos wurden. Gleichzeitig fiel es Firmen und Staat schwer, sich zu refinanzieren, da keiner ihre Anleihen kaufen wollte. Die Lösung waren Realwert- oder Sachwert-Anleihen. Ihr Nominalwert war nicht in Mark denominiert, sondern in einem standardisiert handelbaren Gut. In erster Linie kam hier natürlich Gold in Frage. Allerdings gibt es, wie die Sammlung eindrucksvoll zeigt, zahlreiche Anleihen, die sich auch auf andere Rohstoffe bezogen. So gibt es Schuldverschreibungen mit Nominalwert in Kohle, Koks, Holz, Roggen, Benzol, Zucker oder Kali. Die erste dieser Anleihen war die am 10. November 1922 von der Roggenrentenbank in Berlin ausgegebene Schuldverschreibung über 10 Zentner Roggen (siehe Abbildung unten). Während die Anleger mit Bargeld und herkömmlichen Anleihen im November 1923 beim Zusammenbruch der Papier-Mark komplett Schiffbruch erlitten, hatten die Inhaber der Realwertanleihen Sachwerte in der Hand und waren gegen die Inflation geschützt. Gerade in Zeiten, in denen die weltweiten Zentralbanken hemmungslos Geld in das System pumpen, wirken die Realwertanleihen wie ein stummer Mahner!
Los 1652: Dubuque and Sioux City Rail Road Company
State of Iowa, 01.05.1867, 7 % Sinking Fund Convertible Bond über US-$ 500, #62, 32 x 46,2 cm, schwarz, beige, rot, Knickfalten, kleiner Randeinriss hinterklebt, KR, lochentwertet, Zugvignette mit viktorianischem Herrenhaus im Vordergrund, Vignette mit fahrendem Zug, oranger Stempel: "Bonds belonging to Isaac H. Knox & Theodore Roosevelt. Commissioners of the Sinking Fund Drawn for Redemption" (Theodore Roosevelt war der Vater des 26. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika), Revenue Imprints RN-T2 und RN-P1 gedruckt über RN-V4, exakt dieses Exemplar ist bei Castenholz "Field Guide to Revenue Stamped Paper - Part 7" auf Seite 25 abgebildet, Auflage nur 200 Stück, Original-Signatur Morris K. Jesup, Rarität aus der Sammlung Tankred Menzel! Nur 5 Exemplare bei Cox gelistet!
Die Gesellschaft besaß die 124 Meilen lange Strecke von Dubuque nach Iowa Falls. Die Strecke wurde an den Großaktionär Illinois Central verpachtet. Morris Ketchum Jesup (1830-1908) war Händler, Banker und Philantrop. Er war Gründer des YMCA und half bei der Gründung des American Museum of Natural History.
Los 1831: Missouri, Kansas and Texas Railway Company
City of New York, 01.07.1891, 100 Shares á $ 100, #754, 18,6 x 29,2 cm, grün, schwarz, weiß, Zugvignette, lochentwertet, ca. 1,5 cm breiter brauner Streifen aufgrund von Kleberesten. Die Aktie ist ausgestellt auf John D. Rockefeller und rückseitig von ihm signiert, ebenfalls auf der Rückseite im Original von George D. Rogers signiert. Beide Signaturen sind in vorzüglicher Erhaltung! R8!
Während seiner Ausbildung sparte sich der 1839 geborene John D. Rockefeller ein für damalige Verhältnisse kleines Vermögen von 1.000 Dollar zusammen. 1859 borgte er sich dann noch einmal die gleiche Summe von seinem Vater und eröffnete gemeinsam mit Maurice B. Clark eine Maklerfirma. Schon bald erhielten sie auch Aufträge für Ölbohrungen in Pennsylvania. 1863 nahmen sie mit Samuel Andrews einen neuen Teilhaber auf und firmierten fortan unter Andrews, Clark & Co. Sie hatten es dabei weniger auf neues Kapital, sondern vielmehr auf Andrews Patente zur Raffinierung von Rohöl zu Benzin abgesehen. Nachdem die Firma weitere Teilhaber aufnahm, kam es 1865 zu einem Streit über die weitere Unternehmensführung, woraufhin die Firma an den Meistbietenden versteigert wurde. Rockefeller bekam für die riesige Summe von 72.500 Dollar den Zuschlag. Anschließend machte er Andrews wieder zu seinem Partner. Sie kauften ein Jahr später zwei Raffinerien&

 


Veröffentlicht am: 21.01.2021

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