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Morgengruß von Helmut Harff: Miteinander Reden

… ist nicht zu ersetzen

Vor einigen Tagen hörte ich ein Gespräch mit Wolfgang Ischinger, dem Chef der Münchener Sicherheitskonferenz, im Deutschlandfunk. Er bemängelte, dass dieses Jahr diese wichtige Konferenz nur digital stattfinden konnte.

Ein Satz in dem Gespräch ließ mich aufhorchen. Der deutsche Spitzendiplomat äußerte, digital seien allerdings wichtige Elemente diplomatischer Gespräche nicht möglich. Zur Diplomatie gehörten vertrauliche und persönliche Zwiegespräche, sich auch mal etwas zuraunen zu können. Er bemerkte ferner, dass seit einem Jahr nahezu keine vertraulichen Zwiegespräche möglich seien, habe der Diplomatie sehr geschadet.

Nur der Diplomatie? Nein, das glaube ich nicht. Ich bin mir sicher, das hat uns allen geschadet. Das Verbot, direkt miteinander reden zu dürfen hat der Politik allgemein, hat der Wirtschaft, der Wissenschaft, aber und vor allem dem ganz normalen zwischenmenschlichem Geschehen geschadet. Wie hoch der Schaden durch das nicht miteinander reden dürfen ist, werden wir wohl erst später merken, wenn es zu spät ist. Wir werde es merken, was es bedeutet, wenn man sich,  wie Herr Ischinger sagte, sich nicht mal was zuraunen kann, was eben kein anderer hören soll.

Das geht bei digitalen Kontakten eben nicht. Es geht nicht einmal, dass eine zustimmende Äusserung oder eben das Gegenteil nur den erreicht, für den sie gedacht ist. Es gibt keinen Applaus, kein Gemurmel, keine Buhrufe. In sehr vielen Fällen gibt es gar keine Reaktion, der Redner spricht zu einer anonymen Masse, von der er in vielen Fällen nicht einmal weiß, ob die überhaupt da ist, ob überhaupt jemand zuhört oder ob er nebenbei ein Buch liest, das Baby stillt oder gerade dabei ist, neues Leben zu zeugen.

Ich habe noch keine Ahnung, was das wirklich mit uns macht, wenn wir nur noch mit unserem direkten Umfeld miteinander reden können, wenn wir mehr Selbstgespräche führen, als wir mit anderen Menschen direkt kommunizieren. Und das passiert in vielen Fällen auch noch mit Maske, so das wir auch die Mimik des anderen nur sehr eingeschränkt wahrnehmen können.

Ich bin mir aber sicher, dass das tiefe Spuren in uns hinterlässt und das sind ganz bestimmt keine guten Spuren. Ob das „nur“ Spuren auf unserer Seele hinterlässt, ob das gravierende gesundheitliche und auch wirtschaftliche und politische Auswirkungen hat? Ich befürchte, dass Wolfgang Ischinger mit seiner Kritik an einer Online-Welt den Nagel auf den Kopf getroffen.

Ich bin auch der Ansicht, dass das viele Menschen so sehen und man deshalb – Virus hin oder her – eben im Home Office genau wie im Homescooling keine gute Alternative sieht.

Ich habe es gut, denn die Beste Frau der Welt frühstückt und redet gern mit mir. Sie ist auch eine tolle Zuhörerin, wenn Sie wissen, was ich meine.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Petri Stuhlfeier, Isabella, Pit

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 22.02.2021

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