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Wortklauberei (27): Aus Dreck wird Gold

Kommentar von Peter Schwerdtmann, Auto-Medienportal.Net



Verschmutzungsrechte und Emissionshandel – Wir sind Greepeace in diesem Fall dankbar. Der Umweltdienstleister erklärt uns im Internet: „Ein wichtiges Instrument im Rahmen des Kyoto-Abkommens ist der Handel mit Verschmutzungsrechten, genauer gesagt mit Berechtigungen zu Treibhausgasemissionen, kurz: der Emissionshandel…Der Staat verteilt…an alle Kraftwerksbetreiber und an die stromintensiven Unternehmen eine festgelegte Menge an Emissionszertifikaten oder versteigert die Zertifikate an sie.“ Klingt nach einem Plan für die Großen, wenn nicht ein neuer Begriff dazugekommen wäre: die Treibhausgasminderungsquote oder kurz THG-Quote.


Dutzende Start ups sind entstanden, seriöse Versicherungen und viele andere Unternehmen und Verbände haben den Handel mit Verschmutzungsrechten als Geschäftsmodell für sich entdeckt. Auch der ADAC ist dabei: „Halter von Elektrofahrzeugen profitieren vom Emissionshandel / Einfach mit dem Kfz-Schein registrieren und 350 Euro plus 20 Euro Mitgliedervorteil erhalten.“ Warum auch nicht? Hilft der Club doch seinen Mitgliedern, den Mitgliedsbeitrag für einige Jahre wieder hereinzuholen. Und das mit gutem Gewissen auf beiden Seiten.

Die einen – wie der ADAC – sammeln so viele Kfz-Scheine von Elektroautos wie möglich, um in den Emissionshandel der Großen einzusteigen und mit den Verschmutzungsrechten Geld zu verdienen. Die großen Bemühungen, Scheine einzusammeln, sprechen dafür, dass auch Kleinvieh großen Mist einbringen kann. Die Grundlage der auffälligen Sammelleidenschaft liefert eine Definition per Gesetz: E-Autos haben keine Emissionen. Deswegen kompensieren E-Autos zum Beispiel Kraftwerke, auch Kohlekraftwerke.

Den Denkfehler in dieser Überlegung kennen nur wenige Institutionen besser als der ADAC. Seine Techniker haben mehrfach bewiesen, dass der ökologische Fußabdruck eines reinelektrischen Autos selbst dann nicht null sein wird, wenn der Strom in Deutschland nur aus alternativen Quellen stammte. Es gibt kein Elektroauto ohne Emission. Dabei ist es dem Klima einerlei, wo die Emissionen entstehen. Das wissen alle Beteiligten, auch der ADAC. Ist der Handel mit Verschmutzungsrechten also ein schmutziges Geschäft?

Nein. Es ist Gesetz. Die Treibhausgasminderungsquote ist ein Wortungetüm aus dem Bundes-Immissionsschutzgesetz. Das setzte die Kohlendioxidemissionen per Bundestagsbeschluss 2015 auf null und ersetzt den Begriff Verschmutzungsrechte durch das viel nettere Wort Treibhausgasminderung. Dem Klima ist auch das einerlei.

Der Autor zählte zu den ersten, die ihre Quote beantragten. Davor schon hatte er die Kaufprämie von Politik und Hersteller kassiert und alle Steuervorteile in Anspruch genommen. Mit Leckerli lassen sich nicht nur Haustiere, sondern auch Autoren konditionieren.

Foto: Auto-Medienportal.Net

 


Veröffentlicht am: 02.05.2022

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